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Thema: Federung am Berg

  1. #1
    _caboe Gast

    Standard Federung am Berg

    Hi,

    ich bin vor kurzem auf einen interessanten Test gestoßen (MountainBIKE 05/2006), in dem verschiedene MTBs in verschiedenen Fahrsituationen getestet wurden. Gefahren wurden ein Hardtail (10kg) und drei vollgefederte Räder 11,5kg/100mm Federweg, 11,9kg/130mm, 14,9kg/150mm. Die Teststrecke beinhaltete unter anderem einen Anstieg - 932m lang bei 90 Höhenmeter.
    Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar- aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    Federweg und Gewicht haben also eher einen geringen Einfluss, der Verzicht auf Heckfederung bringt aber über 12% gegenüber dem schnellsten Fully. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nach wie vor nicht.

    Carsten
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  2. #2
    _tom Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hi,
    >ich bin vor kurzem auf einen interessanten Test gestoßen (MountainBIKE 05/2006), in dem verschiedene MTBs in verschiedenen Fahrsituationen getestet wurden. Gefahren wurden ein Hardtail (10kg) und drei vollgefederte Räder 11,5kg/100mm Federweg, 11,9kg/130mm, 14,9kg/150mm. Die Teststrecke beinhaltete unter anderem einen Anstieg - 932m lang bei 90 Höhenmeter.
    >Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar- aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >Federweg und Gewicht haben also eher einen geringen Einfluss, der Verzicht auf Heckfederung bringt aber über 12% gegenüber dem schnellsten Fully. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nach wie vor nicht.
    >Carsten

    Und wie ist die Situation Bergab? Da müssten die Fullies doch punkten können -
    Oder?

    Grüße Tom
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  3. #3
    _caboe Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Hi,
    >>ich bin vor kurzem auf einen interessanten Test gestoßen (MountainBIKE 05/2006), in dem verschiedene MTBs in verschiedenen Fahrsituationen getestet wurden. Gefahren wurden ein Hardtail (10kg) und drei vollgefederte Räder 11,5kg/100mm Federweg, 11,9kg/130mm, 14,9kg/150mm. Die Teststrecke beinhaltete unter anderem einen Anstieg - 932m lang bei 90 Höhenmeter.
    >>Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar- aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >>Federweg und Gewicht haben also eher einen geringen Einfluss, der Verzicht auf Heckfederung bringt aber über 12% gegenüber dem schnellsten Fully. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nach wie vor nicht.
    >>Carsten

    >Und wie ist die Situation Bergab? Da müssten die Fullies doch punkten können -
    >Oder?

    Ich wollte ja nur den Teil berichten, der noch entfernt auf Lieger übertragbar ist...
    Beim Downhill sah es natürlich anders aus. Hardtail: 1:46, Fullys zwischen 1:33 und 1:36. Ähnlich war das Verhältnis auf einem Singletrail, der zwischen Down- und Uphill lag.
    Insgesammt war das Hardtail immer noch deutlich vorne. Was auch erklärt, warum im CC-Rennen fast niemand Fully fährt.

    Carsten

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  4. #4
    _jenne Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>>Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar-

    Dies könnte wichtig sein. Auf kleinstem Kettenblatt ist es beim Fully doch sicher ziemlich übel, oder? Die Kettenlinie über der Schwingenachse ändert sich damit doch total.

    > aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    ...
    >Beim Downhill sah es natürlich anders aus. Hardtail: 1:46, Fullys zwischen 1:33 und 1:36.

    Bergab sind es nur max. 13 Sek., bergauf bis 50 Sek. Differenz. Aus ähnlichem Grund sind Rennräder bei extremsten Marathons immer noch vor den Liegern :-). (also nicht wegen einer Federung, aber weil sie bei extremen Steigungen irgendwie doch besser sind und bergauf zeitlich halt immer mehr ausmacht als bergab, wo Aerodynamik + Kontrolle zählen).
    j.
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  5. #5
    _tom Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>>>Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar-
    >Dies könnte wichtig sein. Auf kleinstem Kettenblatt ist es beim Fully doch sicher ziemlich übel, oder? Die Kettenlinie über der Schwingenachse ändert sich damit doch total.
    >> aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >...
    >>Beim Downhill sah es natürlich anders aus. Hardtail: 1:46, Fullys zwischen 1:33 und 1:36.
    >Bergab sind es nur max. 13 Sek., bergauf bis 50 Sek. Differenz. Aus ähnlichem Grund sind Rennräder bei extremsten Marathons immer noch vor den Liegern :-). (also nicht wegen einer Federung, aber weil sie bei extremen Steigungen irgendwie doch besser sind und bergauf zeitlich halt immer mehr ausmacht als bergab, wo Aerodynamik + Kontrolle zählen).
    >j.


    Also verschrotten wir unsere "komischen Räder" und fahren wieder mit dem Rennrad im Gelände rum :-)
    Wem´s Spaß macht wünnsche ich viel Spaß und ich bleibe beim Trike

    Good Bike
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  6. #6
    _caboe Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>>>Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar-

    >Dies könnte wichtig sein. Auf kleinstem Kettenblatt ist es beim Fully doch sicher ziemlich übel, oder?

    Ich schätz mal, dass die Federungen eher auf das kleine Kettenblatt hin optimiert sind, Downhill auf dem großen Kettenblatt ist ein unrunder Tritt und Pedalrückschlag nicht so relevant.
    <a href="http://www.corythebikefixer.com/SantaCruz.html">Hier</a> ist übrigens das schnellste Fully aus dem Test. Schwer zu sagen, auf was optimiert wurde.

    >> aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >...
    >>Beim Downhill sah es natürlich anders aus. Hardtail: 1:46, Fullys zwischen 1:33 und 1:36.
    >Bergab sind es nur max. 13 Sek., bergauf bis 50 Sek. Differenz.

    >Aus ähnlichem Grund sind Rennräder bei extremsten Marathons immer noch vor den Liegern :-).

    Bei einem der wichtigsten Langstreckenrennen Nordamerikas, dem <a href="http://www.the508.com/index.html">Furnace Creek 508</a> (800km mit 10500 HM!) haben die beiden teilnehmenden Lieger in der Gesamtwertung den 5. und 14. Platz <a href="http://www.the508.com/2006web/2006solosplits.html">belegt</a>.

    Carsten


    Hier
    Furnace Creek 508
    belegt
    Etwas Info...
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  7. #7
    _hans h Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hi,
    >ich bin vor kurzem auf einen interessanten Test gestoßen (MountainBIKE 05/2006), in dem verschiedene MTBs in verschiedenen Fahrsituationen getestet wurden. Gefahren wurden ein Hardtail (10kg) und drei vollgefederte Räder 11,5kg/100mm Federweg, 11,9kg/130mm, 14,9kg/150mm. Die Teststrecke beinhaltete unter anderem einen Anstieg - 932m lang bei 90 Höhenmeter.
    >Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar- aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >Federweg und Gewicht haben also eher einen geringen Einfluss, der Verzicht auf Heckfederung bringt aber über 12% gegenüber dem schnellsten Fully. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nach wie vor nicht.
    >Carsten

    Hallo Carsten,

    an dieser Messung ist was faul:
    1) Eine gute Federung bringt bergauf keinen Verlust, sondern nur das Mehrgewicht.
    2) Der Unterschiede zwischen Fully 11,9 kg und 14.9 kg sollte größer sein als zwischen Hardtail (10kg) und leichtem Fully (11.9kg). Ist aber nicht. Daher zweifle ich diesen Vergleich an.

    Wippen an einem modernen Viergelenker ist für mich ein Fremdwort, gute Fahrtechnik (d. h. runden Tritt) vorausgesetzt. Dass man bei diesem Test Leute auf Bikes setzt, die fahren können, setze ich nun mal voraus, bin mir aber auch hier nicht sicher.


    Mögliche Gründe für die Zeitdifferenzen:

    Bei Fullies werden häufig aufrechte Sitzpositionen bevorzugt (extrem bei Freeridern, aber auch bei AllMountain Fullies). Diese verschlechtern die Kraftübertragung (->Körperöffnungswinkel), dto. verschlechtert sich das Kletterverhalten. Es werden möglicherweise Äpfel mit Birnen verglichen.

    Es gab auch schon Tests, die Fullies auf (unebenenen) Anstiegen vor den Hardtails gesehen haben. Dies entspricht auch eher meinen Erfahrungen. Lediglich im Sprinteinsatz ist ein harter Hinterbau von Vorteil, daher halten sich Hardtails bei CC-Rennen. Für den Tourer ist ein Fully die ökonomischere Variante.


    Gruß Hans





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  8. #8
    _caboe Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Hi,
    >>ich bin vor kurzem auf einen interessanten Test gestoßen (MountainBIKE 05/2006), in dem verschiedene MTBs in verschiedenen Fahrsituationen getestet wurden. Gefahren wurden ein Hardtail (10kg) und drei vollgefederte Räder 11,5kg/100mm Federweg, 11,9kg/130mm, 14,9kg/150mm. Die Teststrecke beinhaltete unter anderem einen Anstieg - 932m lang bei 90 Höhenmeter.
    >>Die Ergebnisse sind bestimmt nicht 1:1 übertragbar - Eingelenker statt Mehrgelenker, Straße statt Gelände, Kettenlinie durch Umlenkrolle besser positionierbar- aber die Tendenz im MTB-Test ist eindeutig. Die gefederten Räder brauchten für den Anstieg zwischen 5:12 und 5:22 Minuten, das Hardtail gerade mal 4:32.
    >>Federweg und Gewicht haben also eher einen geringen Einfluss, der Verzicht auf Heckfederung bringt aber über 12% gegenüber dem schnellsten Fully. Eierlegende Wollmichsäue gibt es nach wie vor nicht.
    >>Carsten
    >Hallo Carsten,
    >an dieser Messung ist was faul:

    >1) Eine gute Federung bringt bergauf keinen Verlust, sondern nur das Mehrgewicht.

    Seit fast 15 Jahren steht immer wieder in der Tour, dass jetzt endlich mit der neuen Generation Hinterbauten und Dämpfer der verlustfreie Antrieb mit vollen Federkomfort erreicht wird. Ich glaube das nicht mehr.
    Man kann schon deshalb keine verlustfreie Federung bauen, weil sich am Berg der Schwerpunkt verlagert.

    >2) Der Unterschiede zwischen Fully 11,9 kg und 14.9 kg sollte größer sein als zwischen Hardtail (10kg) und leichtem Fully (11.9kg). Ist aber nicht. Daher zweifle ich diesen Vergleich an.

    Häh? Wieso sollte der Unterschied gößer sein? Also ich habe jetzt keine Lust alle Daten abzutippen. Die Gewichte kommen mir aber schon plausibel vor.

    >Wippen an einem modernen Viergelenker ist für mich ein Fremdwort, gute Fahrtechnik (d. h. runden Tritt) vorausgesetzt. Dass man bei diesem Test Leute auf Bikes setzt, die fahren können, setze ich nun mal voraus, bin mir aber auch hier nicht sicher.

    Peter Nilges, Bundesliga-CC-Fahrer.

    >Mögliche Gründe für die Zeitdifferenzen:
    >Bei Fullies werden häufig aufrechte Sitzpositionen bevorzugt (extrem bei Freeridern, aber auch bei AllMountain Fullies). Diese verschlechtern die Kraftübertragung (->Körperöffnungswinkel), dto. verschlechtert sich das Kletterverhalten. Es werden möglicherweise Äpfel mit Birnen verglichen.

    Sieht das Santa Cruz, welches ich gepostet habe, wie ein Downhill Rad aus? Die anderen beide waren ein Stumpjumper FSR Carbon und ein Enduro von Rocky Mountain.

    >Es gab auch schon Tests, die Fullies auf (unebenenen) Anstiegen vor den Hardtails gesehen haben. Dies entspricht auch eher meinen Erfahrungen. Lediglich im Sprinteinsatz ist ein harter Hinterbau von Vorteil, daher halten sich Hardtails bei CC-Rennen. Für den Tourer ist ein Fully die ökonomischere Variante.

    Der Artikel äußert die These, dass Hardtails nur auf Kurzstrecken schneller sind, weil man duch die Schläge schneller ermüdet und man mit dem Körper mehr arbeiten muß.

    Carsten
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  9. #9
    _hans h Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Man kann schon deshalb keine verlustfreie Federung bauen, weil sich am Berg der Schwerpunkt verlagert.

    Das Argument verstehe ich nicht. Runder Tritt -> Federung arbeitet nicht -> keine Verluste.

    >>2) Der Unterschiede zwischen Fully 11,9 kg und 14.9 kg sollte größer sein als zwischen Hardtail (10kg) und leichtem Fully (11.9kg).

    >Häh? Wieso sollte der Unterschied gößer sein? Also ich habe jetzt keine Lust alle Daten abzutippen. Die Gewichte kommen mir aber schon plausibel vor.

    14.9 - 11.9 = 3kg Differenz, 11.9-10 = 1.9 kg Differenz. Sieht man auch ohne abtippen.

    >>Wippen an einem modernen Viergelenker ist für mich ein Fremdwort, gute Fahrtechnik (d. h. runden Tritt) vorausgesetzt. Dass man bei diesem Test Leute auf Bikes setzt, die fahren können, setze ich nun mal voraus, bin mir aber auch hier nicht sicher.
    >Peter Nilges, Bundesliga-CC-Fahrer.

    Viele MTB Fahrer haben nie einen runden Tritt gelent. Dies lernen viele erst im Straßentraining. Ich kenne ebenfalls einen Bundelisga-CC Fahrer, dessen Fahrtechnik einfach nur als furchtbar zu bezeichnen ist. Der schafft es, auf einem Straßenrad (ungefedert) zu wippen. Peter Nilges habe ich allerdings noch nicht gesehen.

    >Der Artikel äußert die These, dass Hardtails nur auf Kurzstrecken schneller sind, weil man duch die Schläge schneller ermüdet und man mit dem Körper mehr arbeiten muß.

    Volle Zustimmung: Wegen des Mindergewichts von ca. 1 kg überwiegen die Vorteile des Hardtails (nicht wegen fehlender Federung).


    Gruß Hans
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  10. #10
    _hardy Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    Wasser auf meine Mühlen. Das deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen mit den MTB in den Alpen. Seitdem fahren Sohnemann und ich mit Freude ein leichtes Hardtail ohne Schnickschnack und kommen so viel besser die Berge hoch. Und da wir keine Downhiller sind und eher vorsichtig herunter fahren, fehlt hier die Federung nicht allzu sehr.

    Hardy
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  11. #11
    _dr.bratwurst Gast

    Standard Ich sehe nur keinen Bezug zu Liegerädern mit Federung Gehe zum vorherigen Beitrag

    Ist doch klar, dass das Stampfen bei Aufrechträdern in die Federung geht und dort im Dämpfer in Wärme umgewandelt wird. Bei meinem Grasshopper merke ich praktisch keine Antriebseinflüsse beim Treten - deshalb ist für mich der Bezug zu Liegerädern irgendwie nicht da. Ok, vielleicht sollte er das ja auch gar nicht ;-)
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  12. #12
    _jenne Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >1) Eine gute Federung bringt bergauf keinen Verlust, sondern nur das Mehrgewicht.

    Man kann eine Federung nur auf einen Gang optimieren und verlustfrei bauen. Alle anderen Gänge haben mehr oder weniger Verlust. Selbst bei Nabenschaltung ist das so. Jedoch sind die Verluste beim Liegerad sicherlich wesentlich geringer als beim Upright, wo man gerne den Wiegetritt nutzt, der zusätzliches Wippen verursacht.
    j.
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  13. #13
    _caboe Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Man kann schon deshalb keine verlustfreie Federung bauen, weil sich am Berg der Schwerpunkt verlagert.
    >Das Argument verstehe ich nicht. Runder Tritt -> Federung arbeitet nicht -> keine Verluste.

    Kein Mensch auf dieser Welt hat auch nur annähernd einen runden Tritt, im dem Sinne, dass er über die gesammte Kurbelumdrehung die selbe Kraft ausübt.
    Ich hatte meine Tritttechnik mal an der Universität Oldenburg messen lassen, mit einer Technik, bei der man in jeder Phase auch den Zug/Druck des einzelnen Fußes messen kann. Wir wurde bescheinigt, dass ich eine ausgezeichnete Ttritttechnik habe. Wenn ich mich aber auf den Hometrainer setze höre ich ein "Wup-Wup-Wup".


    >>>2) Der Unterschiede zwischen Fully 11,9 kg und 14.9 kg sollte größer sein als zwischen Hardtail (10kg) und leichtem Fully (11.9kg).
    >>Häh? Wieso sollte der Unterschied gößer sein? Also ich habe jetzt keine Lust alle Daten abzutippen. Die Gewichte kommen mir aber schon plausibel vor.
    >14.9 - 11.9 = 3kg Differenz, 11.9-10 = 1.9 kg Differenz. Sieht man auch ohne abtippen.

    Wovon redest du? Hardtail 10kg, Leichtes CC-Fully 10,9kg, leichtes Enduro 14,9kg - ich weiß nicht, was an den Werten nicht stimmen soll.

    Carsten


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  14. #14
    _caboe Gast

    Standard Re: Ich sehe nur keinen Bezug zu Liegerädern mit Federung Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Ist doch klar, dass das Stampfen bei Aufrechträdern in die Federung geht und dort im Dämpfer in Wärme umgewandelt wird. Bei meinem Grasshopper merke ich praktisch keine Antriebseinflüsse beim Treten - deshalb ist für mich der Bezug zu Liegerädern irgendwie nicht da. Ok, vielleicht sollte er das ja auch gar nicht ;-)

    Das "subjektive Merken" kann aber auch in die Irre führen. Beim Hurricane habe ich auch wenig gemerkt, aber im Vergleich zum (ungefederten) Zox ist es einfach lahm. Und ich glaube nicht, dass die Rotor Cranks gleich 30-40% mehr Leistung bringen.
    Dennis schrieb hier auch mal vor Kurzem, dass er mit dem RFR 1-2 Gänge besser den Berg hochkommt als mit dem RF3. Muss nicht alles an der Federung liegen, aber das Meiste wahrscheinlich schon.

    Carsten
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  15. #15
    _hans h Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>1) Eine gute Federung bringt bergauf keinen Verlust, sondern nur das Mehrgewicht.
    >Man kann eine Federung nur auf einen Gang optimieren und verlustfrei bauen. Alle anderen Gänge haben mehr oder weniger Verlust. Selbst bei Nabenschaltung ist das so. Jedoch sind die Verluste beim Liegerad sicherlich wesentlich geringer als beim Upright, wo man gerne den Wiegetritt nutzt, der zusätzliches Wippen verursacht.
    >j.

    Hallo Jenne,

    ja Du hast im Prinzip recht.

    Lies meine Aussage einmal so, auf den Kontext des Threads bezogen: Die durch Federung verursachten Verluste können m. M. nach die Zeitunterschiede der MTB's aus dem Test deswegen nicht erklären, weil sie in Wirklichkeit viel geringer ausfallen als die Zeitunterschiede des Tests (10%-15%) nahelegen. Die Unterschiede sehe ich in unterschiedlichen Sitzpositionen bzw. ungenügender Anpassung Fahrer / Bike bzw. ungenügender Trettechnik. Wären die Zeitunterschiede tatsächlich so gravierend, würde T. Frischknecht auf einem Fully (Scott Genius Allmountain mit riesigen Federwegen!) nie seine Siege haben einfahren können. Kein Athlet ragt so aus seinem Umfeld hervor, dass er bergauf 10% Einbuße an Material wegstecken könnte, völlig unrealistisch.

    Z. Zt. ist es so, dass Hardtails allgemein mit flacherer Sitzposition ausgeliefert werden als Fullies, weil man glaubt, so den "breiten" Geschmack besser zu treffen. Das macht sie bergauf schneller.

    Die aktuellen Hinterbauten sind schon seit Jahren so gut, dass ein Wippen mehr durch die Bewegung des Oberkörpers ausgelöst wird als durch den Zug der Kette. Und dieses Oberkörperwippen kriegt man durch gute Fahrtechnik nahezu restlos beseitigt. Wiegetritt ist allerdings ein anderes Thema, den versuch ich auf dem MTB zu vermeiden (auch auf dem Hardtail, weil dann die Federgabel unnötig eintaucht).

    Ich fahre ein leichtes Scandium-Fully von Ghost (10.6kg) mit flacher Sitzposition und bemerke bergauf kein meßbares Defizit gegenüber einem ebenfalls sehr leichten Hardtail (ich fahre beides und kann den Vergleich sehr gut über GPS-gestützte Geschindigkeitsmittelwerte ermitteln). Das Hardtail steht meist unbenutzt im Keller, was allein schon zeigt, dass es nicht schneller ist als mein Fully. Auf topfebenen Strecken mag dies (nur geringfügig) anders sein, mein übliches Trainingsgelände beinhaltet den einen oder anderen Singletrail, vor allem bergauf. Die Traktion an diesen Bergaufpassagen nicht zu verlieren ist eines der gravierendsten Vorteile eines Fully, bergab (stehend) kann ich ein Hardtail genauso düsen.

    Gruß Hans





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  16. #16
    _hans h Gast

    Standard Re: Ich sehe nur keinen Bezug zu Liegerädern mit Federung Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Ist doch klar, dass das Stampfen bei Aufrechträdern in die Federung geht und dort im Dämpfer in Wärme umgewandelt wird. Bei meinem Grasshopper merke ich praktisch keine Antriebseinflüsse beim Treten - deshalb ist für mich der Bezug zu Liegerädern irgendwie nicht da. Ok, vielleicht sollte er das ja auch gar nicht ;-)
    >Das "subjektive Merken" kann aber auch in die Irre führen. Beim Hurricane habe ich auch wenig gemerkt, aber im Vergleich zum (ungefederten) Zox ist es einfach lahm. Und ich glaube nicht, dass die Rotor Cranks gleich 30-40% mehr Leistung bringen.
    >Dennis schrieb hier auch mal vor Kurzem, dass er mit dem RFR 1-2 Gänge besser den Berg hochkommt als mit dem RF3. Muss nicht alles an der Federung liegen, aber das Meiste wahrscheinlich schon.
    >Carsten

    Hallo Carsten,


    schon wieder ich (immerhin sind wir uns einig was die Rotor Cranks betrifft).

    Ja das Zox setzt die Tretenergie viel effizienter um als das Hurricane. Aber eben auch das gefederte Zox (Z-Frame). Hier liegen die Unterschiede vermutlich mehr in Rahmengeometrie und Steifigkeit begründet.

    Allerdings ist es fast schon verwegen, beim Gummipuffer des Zox von einer Federung zu sprechen. Jedoch auch das RF3 hat Gummipuffer.


    Fragen über Fragen . . . <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>


    Gruß Hans

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  17. #17
    _hans h Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Wasser auf meine Mühlen. Das deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen mit den MTB in den Alpen. Seitdem fahren Sohnemann und ich mit Freude ein leichtes Hardtail ohne Schnickschnack und kommen so viel besser die Berge hoch. Und da wir keine Downhiller sind und eher vorsichtig herunter fahren, fehlt hier die Federung nicht allzu sehr.
    >Hardy

    Hallo Hardy,

    welches Fully hast Du gefahren? Ich würde Dich gerne mal ein leichtes Race Fully fahren lassen, wie Deine Meinung dann aussieht (Rahmen 2100 Gramm, Dämpfer 300 Gramm).

    Eins ist allerdings auch klar: Um ein Race Fully mit der Fahrdynamik eines Hardtails <=11 kg auszustatten muß man schon recht tief in die Tasche greifen. Bei gleichem Preisniveau ist ein Fully schon unterlegen.


    Gruß Hans
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  18. #18
    _hardy Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    >>Wasser auf meine Mühlen. Das deckt sich zu 100% mit meinen Erfahrungen mit den MTB in den Alpen. Seitdem fahren Sohnemann und ich mit Freude ein leichtes Hardtail ohne Schnickschnack und kommen so viel besser die Berge hoch. Und da wir keine Downhiller sind und eher vorsichtig herunter fahren, fehlt hier die Federung nicht allzu sehr.
    >>Hardy
    >Hallo Hardy,
    >welches Fully hast Du gefahren? Ich würde Dich gerne mal ein leichtes Race Fully fahren lassen, wie Deine Meinung dann aussieht (Rahmen 2100 Gramm, Dämpfer 300 Gramm).
    >Eins ist allerdings auch klar: Um ein Race Fully mit der Fahrdynamik eines Hardtails <=11 kg auszustatten muß man schon recht tief in die Tasche greifen. Bei gleichem Preisniveau ist ein Fully schon unterlegen.
    >
    >Gruß Hans

    Genau das ist der Punkt. Das Hardtail mit Alu-Rahmen und einfachen Komponenten, gebraucht gekauft, aufgearbeitet, optisch igitt hat mich keine 100€ gekostet, macht super Spaß, bringt mich die Berge zuverlässig hoch, ich brauche kein 2KG-Schloss mitnehmen und kann das Rad den Winter über in der Hütte lassen.

    In dieser Preis-Kategorie käme nur ein verwarztes Baumarkt-Fully in Frage. Never!

    Ich kann mir schon vorstellen, dass ein 3000€-Fully Spaß macht, aber wie war das noch mit den Äpfeln und Birnen....? Die richtig hochwertigen Fullys haben übrigens meist auch eine Blockade der Heckfederung für's Klettern, womit diese ganze Diskussion hier obsolet wird. ;-)

    Gruß,
    Hardy


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  19. #19
    _hans h Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag


    >In dieser Preis-Kategorie käme nur ein verwarztes Baumarkt-Fully in Frage. Never!
    >Ich kann mir schon vorstellen, dass ein 3000€-Fully Spaß macht, aber wie war das noch mit den Äpfeln und Birnen....? Die richtig hochwertigen Fullys haben übrigens meist auch eine Blockade der Heckfederung für's Klettern, womit diese ganze Diskussion hier obsolet wird. ;-)
    >Gruß,
    >Hardy

    Hallo Hardy,


    peislich liegst Du mit Deiner Schätzung ziemlich richtig, das Hardtail ist klarer Preisleistungssieger.

    Was die Blockade des Hinterbaus betrifft: Schwachsinn. Ein gut abgestimmter Hinterbau braucht nicht blockiert zu werden, gerade beim Klettern und in Singletrails spielt ja das Fully seine Vorteile aus (viel weniger im Highspeed-Bereich). womit diese Diskussion eben nicht obsolet wird.

    Noch offen in unserer Diskussion ist jedoch die Frage der Reifen: Ich habe mir eben erst am Wochenende dicke Schlappen gekauft, wofür: Für mein Hardtail. Noch habe ich nicht ganz ausgelotet, wie ein "Fattire-Hardtail" gegenüber einem Fully abschneidet. Das wäre ja der Hit, wenn sich dieser Riesenaufwand wenigstens teilweise mit Reifen kompensieren ließe (wobei ein "schmalbereiftes" Fully dann wieder Vorteile im Rollverhalten hätte).

    Gruß Hans
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  20. #20
    _andreas i. Gast

    Standard Re: Federung am Berg Gehe zum vorherigen Beitrag

    > Was die Blockade des Hinterbaus betrifft: Schwachsinn. Ein gut abgestimmter Hinterbau braucht nicht blockiert zu werden,

    das mag eventuell für einige viergelenker gelten. merkwürdigerweise sind bei den MTBlern blockierbare dämpfer schon was veraltetes. da werden für viel geld "pedalplattform"-dämpfer angeboten und auch gekauft. wenn die so absolut überflüssig wären, würden sie dann zahlreich gekauft?

    ein liegeradtypischer eingelenker-hinterbau kann entweder für eine einzige kettenlinie oder bei nabenschaltung für einen einzigen gang völlig verlustfrei ausgelegt werden. je größer die entfaltung der schaltung ist, um so mehr variert die kettenlinie bzw. das drehmoment der getriebenabe.
    es ist m.E. sinnvoll, die federung eines liegefahrrades so auszulegen, daß in den hohen bis mittleren über- und untersetzungen die verluste relativ gering sind - und in den untersten untersetzungen rapide ansteigen. das erscheint paradox, ist aber für blockierbare dämpfer gedacht und ergibt zusammen eine sehr verlustarme federung.
    zumindest für langlieger mit nabenschaltung kann ich behaupten, daß das die <i>insgesamt</i> verlustärmste variante ist (weil ich es mit kreuzotter durchsimuliert habe). und bei dieser verlustärmsten variante ist ein blockierbarer dämpfer nicht nur kein schwachsinn, sondern integraler bestandteil (außer man gönnt sich ja sonst nichts aber einen pedalplattformdämpfer).

    eine andere variante wäre, die schaltung komplett am hauptrahmen zu haben. dann bliebe die kettenlinie konstant und es gäbe kein drehmoment des getriebes an der schwinge (aber dafür am hauptrahmen).
    das ist allerdings aufwändig und zwangsläufig um einiges schwerer - da ist jedoch ein blockierbarer dämpfer überflüssig.

    so lange von konventioneller schaltung und eingelenkschwinge die rede ist, also schaltwerk oder getriebenabe im angetrieben hinterrad, ist ein blockierbarer dämpfer eine gute problemlösung.

    MfG
    Andreas I.
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