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Thema: Mitfahrgelegenheit nach Berlin

  1. #1
    _uwes Gast

    Standard Mitfahrgelegenheit nach Berlin

    Hallo Piet,
    gute Fahrt und möglichst wenig Pannen.
    Werden wir im Forum über Deine Tour informiert?
    Also ein schönes Wochenende <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>,
    Uwe (auch aus Castrop)
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  2. #2
    _ted Gast

    Standard Re: Mitfahrgelegenheit nach Berlin Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hallo Piet,
    >gute Fahrt und möglichst wenig Pannen.
    >Werden wir im Forum über Deine Tour informiert?
    >Also ein schönes Wochenende <img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/smile.gif alt=smile>,
    >Uwe (auch aus Castrop)

    Hallo Piet,

    ich schließe mich den guten Wünschen an. Und pack Dich warm ein, es soll saukalt werden. Wenigstens bleibt es trocken.

    Viele Grüße und natürlich viel Spaß und gutes Gelingen,

    Ted
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  3. #3
    _martin d. Gast

    Standard Soest - Re: Mitfahrgelegenheit nach Berlin Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Uwe,

    nach meinen Informationen ist Peter um ca. 19:30 Uhr gestartet - also 30 Min. später als nach der ursprünglichen Zeitplanung. Alle Zeiten verschieben sich daher um 30 Minuten (Liegt bei einem solchen Vorhaben aber wohl noch voll in der Toleranz.
    Um 21:55 Uhr soll er sich von kurz vor Soest gemeldet haben.

    Macus berichtete (ZITAT):
    " ... er liegt bislang also gut in der Zeit. Daniel fährt Peter nun entgegen, um ihn von Salzkotten bis hier nach Bad Lippspringe (zum Pasta- und Versorgungs-Stop) zu lotsen. "
    -- ZITAT Ende --

    Wenn Peter und Marcus das Gebirge überwunden haben werden, erwarten wir ( "WeLi" ) sie um ca. 1:45 Uhr in Bad Meinberg. Zu diesem Zweck wird Johannes jetzt gleich von Hameln in diese Richtung aufbrechen. in ca. 1 Stunde werde ich auch starten und mich unterwegs Johannes anschließen .......

    Gruß Martin D.

    WeLi-Homepage
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  4. #4
    _uwes Gast

    Standard Neues von pietauscastrop ??? (n/t) Gehe zum vorherigen Beitrag


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  5. #5
    _pietauscastrop Gast

    Standard Re: Neues von pietauscastrop ??? (n/t) Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Uwe,

    die Wette ging verloren, da ich nach 24 Stunden und 480 km noch 5 km vor Nauen und damit 50 km vor Berlin-Mitte war. Später mehr,

    Peter
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  6. #6
    _uwes Gast

    Standard Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Peter,
    angesichts der Jahreszeit und Deiner Strategie für
    diesen Versuch kann ich mich vor Dir nur tief
    verneigen!
    Bei einer kleinen Runde am Freitag fuhr mir um
    19 Uhr die Kälte doch massiv in die Knochen. Und
    zu der Zeit dann zu starten fand ich schon gewagt.
    Und dann die lange Nacht, in der ich immer gegen
    meinen Dynamo kämpfen muß.
    Also Gratulation zur Leistung! Schade, daß die
    Wette verloren ging. <i>Vielleicht bietest Du eine
    Revanche im Sommer an, dann stehen Deine Chancen
    IMHO deutlich besser.</i>
    Grüße aus Aachen,
    Uwe
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  7. #7
    _erwin hugh schwank Gast

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hallo Peter,
    >angesichts der Jahreszeit und Deiner Strategie für
    >diesen Versuch kann ich mich vor Dir nur tief
    >verneigen!
    >Bei einer kleinen Runde am Freitag fuhr mir um
    >19 Uhr die Kälte doch massiv in die Knochen. Und
    >zu der Zeit dann zu starten fand ich schon gewagt.
    >Und dann die lange Nacht, in der ich immer gegen
    >meinen Dynamo kämpfen muß.
    >Also Gratulation zur Leistung! Schade, daß die
    >Wette verloren ging. <i>Vielleicht bietest Du eine
    >Revanche im Sommer an, dann stehen Deine Chancen
    >IMHO deutlich besser.</i>
    >Grüße aus Aachen,
    >Uwe


    Ich schließ mich Uwe an, herzlichen Glückwunsch zu der Leistung.
    Wenn es nur noch um 50 km ging ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei höheren Temperaturen und mehr Tageslicht besser geht, ziemlich hoch.

    Im übrigen, wie wäre es, mal eine Art Cannonballtour für Liegeradfahrer zu machen? Gibt doch inzwischen etliche Langstreckencracks hier. Eustaff Fahrer Schmalkaden Fahrer Pietnachberlinfahrer......

    Liebe Grüße

    Erwin

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  8. #8
    Registriert seit
    01.01.1970
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    799

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Erwin,

    >Im übrigen, wie wäre es, mal eine Art Cannonballtour für Liegeradfahrer zu machen?

    Von wo nach wo denn?
    Z.B. von Berchtesgaden nach Flensburg?

    Gruß,

    Chr.

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  9. #9
    _uwes Gast

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Erwin,
    gute Idee, fährst Du mit?<img src=http://bilder.parsimony.net/smilies/zwinker.gif alt=zwinker>
    Aber Peters Idee war es, seine eigene Grenze zu erkunden.
    Das ist eine feine Sache und bringt ungemein Freude.
    <i>Wenn man sich nicht gerade zwischen Hagen und Unna
    verfranzt, dafür aber hinterher das Gebiet um den Flughafen
    Dortmund gut kennt - btw. die Croissants um 3 Uhr morgens
    an der Tanke sind prima!</i>
    Solche Touren fahre ich lieber allein, weil ich dann meinen
    eigenen Marschplan fahren kann. Meine Marke sind zwar auch
    die 24 Stunden. Aber meine Kilometerzahl ist etwas geringer!
    Und bei den derzeitigen Temperaturen reicht mir meine
    Abendrunde.
    Liebe Grüße,
    Uwe
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  10. #10
    _felix Gast

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo

    >Im übrigen, wie wäre es, mal eine Art Cannonballtour für Liegeradfahrer zu machen? Gibt doch inzwischen etliche Langstreckencracks hier. Eustaff Fahrer Schmalkaden Fahrer Pietnachberlinfahrer......

    Gute Idee :) Strecke zwischen 500 und 700 km, wer als erster nach Cristian Ascheberg ankommt ist 2.

    Felix
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  11. #11
    Registriert seit
    01.01.1970
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    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hallo
    >>Im übrigen, wie wäre es, mal eine Art Cannonballtour für Liegeradfahrer zu machen? Gibt doch inzwischen etliche Langstreckencracks hier. Eustaff Fahrer Schmalkaden Fahrer Pietnachberlinfahrer......
    >Gute Idee :) Strecke zwischen 500 und 700 km, wer als erster nach Cristian Ascheberg ankommt ist 2.
    >Felix

    Aber nur wenn es ein Preisgeld gibt, sonst bist du 1. weil er gar nicht mitfährt ;o)
    Hat es denn jetzt einen 24h-WR-Versuch in Leipzig gegeben oder nicht, weiß jemand was?
    CA äussert sich ja hier im Forum nicht, auch wenn er direkt gefragt wird!

    Gruß Fabian


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  12. #12
    Registriert seit
    01.01.1970
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    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Hallo
    >>Im übrigen, wie wäre es, mal eine Art Cannonballtour für Liegeradfahrer zu machen? Gibt doch inzwischen etliche Langstreckencracks hier. Eustaff Fahrer Schmalkaden Fahrer Pietnachberlinfahrer......
    >Gute Idee :) Strecke zwischen 500 und 700 km, wer als erster nach Cristian Ascheberg ankommt ist 2.
    >Felix

    Aber nur wenn es ein Preisgeld gibt, sonst bist du 1. weil er gar nicht mitfährt ;o)
    Hat es denn jetzt einen 24h-WR-Versuch in Leipzig gegeben oder nicht, weiß jemand was?
    CA äussert sich ja hier im Forum nicht, auch wenn er direkt gefragt wird!

    Gruß Fabian


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  13. #13
    _rené Gast

    Standard Neues von piet Gehe zum vorherigen Beitrag

    >die Wette ging verloren, da ich nach 24 Stunden und 480 km noch 5 km vor Nauen und damit 50 km vor Berlin-Mitte war. Später mehr,

    Schade!
    Ist ja nur ein 20er Schnitt, wo hast du denn die Zeit bzw die Kilometer liegen gelassen?

    Tschö
    René
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  14. #14
    _pietauscastrop Gast

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Uwe,

    >Bei einer kleinen Runde am Freitag fuhr mir um
    >19 Uhr die Kälte doch massiv in die Knochen. Und
    >zu der Zeit dann zu starten fand ich schon gewagt.

    das war, glaube ich immer noch, der optimale Startzeitpunkt. Eben weil dann die Nachtstrecke bekannt oder geführt war.

    >Und dann die lange Nacht, in der ich immer gegen
    >meinen Dynamo kämpfen muß.

    bin mit Akkus gefahren.

    >Also Gratulation zur Leistung!

    danke,
    Peter
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  15. #15
    _pietauscastrop Gast

    Standard Re: Gratulation für Deine Leistung ! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Uwe,

    >Aber Peters Idee war es, seine eigene Grenze zu erkunden.
    >Das ist eine feine Sache und bringt ungemein Freude.

    exakt!

    ><i>Wenn man sich nicht gerade zwischen Hagen und Unna
    >verfranzt, dafür aber hinterher das Gebiet um den Flughafen
    >Dortmund gut kennt -

    genau da hab ich mich bei der Steckenerkundung Dortmund-Unna auch mal verfahren.

    > btw. die Croissants um 3 Uhr morgens
    >an der Tanke sind prima!</i>

    schade hab ich nicht probiert,
    Peter

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  16. #16
    _pietauscastrop Gast

    Standard Re: Neues von piet Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Ist ja nur ein 20er Schnitt, wo hast du denn die Zeit bzw die Kilometer liegen gelassen?

    naja so ab kurz vor Braunschweig hatte ich nen längeres Tief, aber insgesamt entspricht die Fahrt wohl meinem momentanen Leistungsvermögen bei Gegenwind und Kälte. 20er Schnitt auf Straßen über die Streckenlänge war für mich schon relativ heftig. Ich häng mal nen Kurzbericht an, den ich meinen Mitfahrern auf Teilstrecken geschickt habe.

    Peter

    -----------
    Hallo,

    danke für eure Glückwünsche, 480 km in 24 Stunden ist schon nicht
    schlecht, aber die Wette lautete halt in den 24 Stunden nach Berlin zu
    fahren und das hätte mit eurer super Hilfe und den Randbedingungen
    eigentlich drin sein sollen. Bis auf den Wind war das Wetter schließlich
    sehr gut und ich hatte auf der ganzen Strecke nur eine Panne (Kette von
    den unteren Umlenkungrollen abgerutscht und unglücklich zwischen den
    Rollen verklemmt (wußte gar nicht, daß das geht; ob sich vorher die
    Befestigungsschraube gelockert hatte?), so daß ich die Rollen
    losschrauben mußte, um die Kette wieder rauszubekommen - werd mir da ein
    Blech dran basteln, so daß die Kette nicht mehr runter kann), die
    vielleicht 10 min gekostet hat.

    Also ich bin um 19:37 Uhr los. Dann sogar schneller als auf meinen
    Testfahrten durch Dortmund nach Unna gekommen. Das lag am inzwischen
    optimierten Weg und dem geringen Autoverkehr. Ich konnte problemlos ein
    Stück für RadfahrerInnen gesperrtes Stück Straße fahren und mußte auch
    nicht auf jede Ampel achten. Auf dem Hellweg, den ich nach einigem hin
    und her ausgesucht hatte (gibt andere schöner zu fahrende Strecken, die
    genauso lang sind, aber bei wenig Autoverkehr erscheint mir der Hellweg
    als durchgehende Vorfahrtsstraße ohne viele Kurven schneller fahrbar),
    störten die Straßenbahnschienen wegen der wenigen Autos auch nicht so
    sehr, konnte einfach fahren wo ich wollte. Eine Baustelle mit ca. 200m
    Schotter war bei Vollmondlicht etwas kritisch, da das Vorderrad bei
    losem Untergrund gerne mal wegrutscht. Auf der B1 durchs offene Land
    zwischen Unna und Salzkotten hat der Ostwind mich einige Energie
    gekostet, mehr als auf den Testfahrten. Ich denke ich bin dort trotzdem
    angekommen, ohne allzu viel außerhalb der Grundlagenausdauerbereiches
    gefahren zu sein.

    Der Tachoschnitt lag bei 27km/h, aber über alles kamen nur die
    kalkulierten ca. 23km/h raus. Das lag neben den verkehrsbedingten Stops
    vorallem an halbstündlichen Kurzpausen zum Essen und trinken. Ich hatte
    wie ihr gesehen habt einen Rucksack auf dem Bauch dabei, da ich dachte
    so schnell an den Nahrungsnachschub zu kommen. In der Praxis hab ich
    aber doch jeweils irgendwo im hellen kurz angehalten, um ein paar
    Plätzchen oder einen Riegel zu essen und etwas zu trinken. Während der
    Fahrt hätte ich das Tempo dazu drosseln müssen, so daß das zeitlich
    mindestens auf das gleiche rausgekommen wäre. Hier liegt aber ein
    Optimierungspotential. 47 Kurzhalte von 2-3 min kosten ja schon 2
    Stunden. Ich werd mir dazu also etwas überlegen. Den Bauchrucksack hatte
    ich auch wegen des Gegenwindes einem Packsack am Sitz vorgezogen, da
    letzterer etwas im Wind gehangen hätte. Der Rucksack auf dem Bauch
    behindert allerdings den Lenkeinschlag. Das war -wie ich vermutete- kein
    großes Problem, aber vielleicht fällt mir noch eine andere Lösung ein.

    In Salzkotten erwartete mich Daniel. Durch seine Führung brauchte ich
    nicht auf den Weg achten und hatte eine sehr entspannte Fahrt zu Marcus
    in Bad Lippspringe. Windschatten war nicht so lohnend, aber zu zweit
    fährt es sich einfach besser. Ob die Pause bei Marcus zum Nudelessen
    insgesamt gut oder schlecht für das Projekt war, weiß ich nicht (halt
    etwas mehr Zeitaufwand als Riegel o.ä. essen, aber sicher für längere
    Zeit Kohlehydrate gebunkert), aber es war nett bei Marcus und die Nudeln
    schmeckten sehr gut, so daß es psychologisch auf alle Fälle ein Gewinn
    war.

    Wie ihr schon wißt ging es von Bad Lippspringe von Marcus geführt den
    Radweg durchn Wald entlang der B1 Richtung Bad Meinberg. Wir sind die
    Anstiege sehr langsam hoch, so daß wohl einige Zeit verloren ging, ich
    aber wiederum hoffe nicht allzu viel/lange aus dem
    Gundlagenausdauerbereich gekommen zu sein. In Bad Meinberg trafen wir
    Johannes, der uns mit seinem Langlieger schöne Abfahrten Richtung
    Emmenthal zeigte. Sehr schöne, erholsame Strecke für mich, da oft rollen
    lassen reichte.

    Ab Hameln/Afferde bin ich dann bis Hildesheim allein gefahren. Es war
    noch Gegenwind, aber es lief einigermaßen, obwohl ich mir langsam
    Gedanken darum machte, ob ich es in der Zeit nach Berlin schaffe.
    Bernhard brachte mich dann mit seinem Rennrad relativ schnell bis hinter
    Hildesheim wieder zur B1. Hier war mir aber durch den Tachostand und der
    Erkenntnis, daß es noch 35 km bis Braunschweig sind, klar, daß die
    Gesamtstrecke nach Berlin 530km lang ist. Konkret hieß das, daß ich
    etwas schneller fahren müßte. Meinem Körper war allerdings nicht danach.
    Um mich nicht frühzeitig zu verausgaben, hatte ich mir vorgenommen nur
    Geschwindigkeiten zu fahren, die sich für mich nicht so anfühlen, als
    würde ich das. Diese Geschwindigkeit lag im Raum Braunscheig im Schnitt
    nun leider lange nicht mehr bei 27 km/h. Woran das lag weiß ich nicht.
    Ab dem Zeitpunkt dieses Tiefes konnte ich auch erstmal keine feste
    Nahrung mehr zu mir nehmen (ging erst in Berlin wieder, als ich auf den
    Zug wartete). Die Roggenbrötchen von Markus schmeckten mir vorher noch
    super, aber das letzte mußte ich dann runter würgen. Ich kann nicht mehr
    so genau nachhalten was ich wo wann gegessen habe. Möglicherweise fehlte
    es mir vor Braunschweig an Kohlehydraten, jedenfall weiß ich keine
    Erklärung für das Tief dort.

    Blöderweise kam dann ein längeres Stück B1 mit teilweise abgetragenem
    Asphalt (soll wohl erneuert werden), daß nur langsam und unter
    Durchschüttelerei fahrbar war. Auf die ganze Tour berechnet war das
    Stück mit Sicherheit zeitlich nicht von Bedeutung, aber grade da hat es
    mich sehr genervt. Ich war dann auch noch so klug einen parallelen
    Feldweg zu benutzen (bessere Oberfläche), der sehr bald endete, so daß
    ich das mit meinen Waservorräten und sonstigem Gepäck nicht grade
    leichte Rad über einen Graben einen Abhang mit glitschigem Untergrung
    hochwuchten mußte. Okay dann hörte die Baustelle noch vor Vechelde auf
    und ich konnte Kay anrufen, der mich vor Braunschweig erwartete. Er
    baute mich etwas wieder auf, aber ich konnte ja noch nicht mal sagen
    worans lag, daß es mir in dem Bereich nicht ganz so gut ging. Schmerzen
    hatte ich keine, aber die Durchschnittsgeschwindigkeit von vorher
    erreichte ich zu der Zeit nicht. Kay hat mich noch ein Stück aus
    Braunschweig raus geführt und mir dann die beste Streckenbeschreibung
    mitgegeben, die ich jemals hatte (Fotos von der Strecke zum abrollen).
    Leider hat das Schauen auf die Fotos doch Zeit gekostet und dann hab ich
    mich nachdem es lange gut ging doch noch verfahren (mein
    Orientierungssinn ist nach Meinung all meiner Bekannten sehr miserabel,
    aber ich dachte nach Foto müßte das klappen..). Bin zurück, hab den
    Abzweig gefunden, aber letztlich konnte ich schnell fahren und Fotos
    schauen nicht koordinieren (hätte ich üben müssen, wie auch unterwegs zu
    essen), so daß ich noch mal falsch fuhr und dann einen Radfahrer gefragt
    habe, der mir eine Strecke wies, die als Radweg ausgeschildert war.
    Ging zwar über schlechten Untergrund durchn Wald, aber ich war bald
    endlich in Velpke. Ich hab mir die km-Angaben nicht notiert, aber meinem
    Gedächtnis nach bin ich keine soviel längere Strecke gefahren (Kay
    sagte, glaube ich, 37km und ich meine ich wäre etwas über 40km
    gefahren), hab aber halt Zeit verloren. Wieviel weiß ich nicht, aber
    Richtung Gardelegen rechnete ich dann aus, daß ich nun einen 25km/h
    Schnitt über alles bräuchte, um in der Zeit zu bleiben. So schnell
    konnte ich wohl nicht fahren, aber es ging trotz wieder vorhandenem
    Gegenwind wieder sehr viel besser voran. Der Weg per Bundestraße war
    einfach zu finden. In Stendal bin ich dann einfach über ein Stück Straße
    gefahren, das wahrscheinlich nicht für RadfahrerInnen gedacht war. Es
    stand aber kein Verbotsschild dran - ob davon ausgegangen wurde, daß
    diese eh den baulich getrennten, parallel verlaufenden Radweg benutzen
    würden? Dann wurde die Straße wirklich zur Autostraße. Ich hab den
    Radweg genommen, der auch wirklich gut fahrbar war. Blöd war nur die
    Führung im Bereich der Elbebrücke und von Auf/Abfahrten. Es ging dann
    gut vorwärts Richtung Rathenow, nur noch eine Sperrrung der Bundestraße
    lag im Weg (bin die ausgeschilderte Umleitung gefahren), auch wenn
    inzwischen schon klar war, daß ich Berlin nicht innerhalb der Zeit
    erreichen kann. Wie beschrieben war die Zeit 5 km vor Nauen abgelaufen.
    Danach hab ich es langsamer angehen lassen. Kurz vor Nauen selbst bin
    ich ein Stück Kfz-Straße gefahren (problemlos), um die Abfahrt in den
    Ort zu nehmen. In Nauen hab ich dann allerdings lange nach der
    Bundestraße nach Oranienburg gesucht (erwähnte ich schon, daß mein
    Orientierungssinn nicht so gut ist?), um nach Falkensee abzubiegen. Den
    Ortseingang von Berlin (Spandau) hatte ich nach knapp 26 Stunden und 515
    km erreicht, um mich dann durch die Stadt irrend dem Bahnhof Zoo zu
    nähern. Dabei hat mich glatt die Polizei auf einen völlig unbrauchbaren
    Radweg verwiesen (der war a) nicht befahrbar (Laub, zu schmal, mehr als
    uneben) und b) gar nícht benuztungspflichtig, aber ich hatte keine Lust
    zu diskutieren, so daß ich halt ein kurzes Stück drauf fuhr). Am Bahnhof
    war ich nach 530km und ca. 27 Stunden und mußte noch lange auf den
    Nachtzug warten.

    Soweit erstmal. Natürlich fahr ich die Strecke nochmal ganz nach Berlin
    in 24 Stunden. Weiß nur noch nicht genau wann. Es gibt einige
    Optimierungsmöglichkeiten wie beispielsweise Pausenzeiten (dazu hab ich
    mir den Wert vom Berliner Ortseingang gemerkt: fast 26 Stunden
    unterwegs, aber nur 22 Stunden Fahrtzeit) und evtl. regelmäßigere
    Nahrungsaufnahme (falls das Tief im Braunschweiger Raum dadurch
    entstand), aber andere Dinge könnten ja auch schlechter laufen (Regen,
    Pannen). Meine Beinmuskulatur scheint schon ausreichend trainiert zu
    sein. Hab keine Beschwerden und bin heut abend ein Stück radgefahren -
    auch kein Problem. Aber die lange Fahrt hat irgendwie den ganzen Körper
    beansprucht. Wenn ich das jeden Tag machen wollte, müßte ich
    unterstützend Gymnastik machen. Ich hab leichten Muskelkater in Rücken-,
    Schulter- und Armmuskeln. Nach 500 km war mein Nacken steif (naja wofür
    gibt es den Rückspiegel?), aber das ist komischer Weise seit dem
    Aufwachen wieder weg. Für eine größere Geschwindigkeit müßte ich dann
    wohl weiter meinen Stoffwechsel trainieren.

    Mir hats Spaß gemacht und das auch vorallem wegen euch. Ihr seit gut
    drauf.

    Peter


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  17. #17
    _uwes Gast

    Standard Re: Neues von piet Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Peter,
    danke für den tollen Bericht.

    Bei Dir scheint es mit dem Start in die Kälte geklappt zu haben.
    Dafür wäre ich zu sehr Genußradler. Den bekannten oder geführten
    Teil der Strecke in die Nachstunden zu legen ist sicherlich eine
    sinnvolle Strategie.

    Die B1 als zügige Verbindung hat natürlich Vorteile. Für meine
    Routen habe ich die B1 erst ab Werl eingeplant.

    Und wie war das Eggegebirge? Das bringt einen doch aus dem Tritt.

    Das Tief in Höhe Braunschweig hatte ich auch schon. Vor allem die
    B1 nachHelmstedt, wo man bei jedem Dorf meint, das Ziel erreicht
    zu haben und dann doch noch vertröstet wird.

    Im Ernst, wenn Dein Körper und vor allem der Kopf einsieht, daß
    es bald wieder Nacht wird, dann geht die Moral in die Knie. Wenn
    dann noch dazu kommt, daß Du Deine Chance auf einen glücklichen
    Wettausgang kalkulierst, dann kann das kommen. Dazu kommt
    wahrscheinlich auch noch die Ernährungssituation, denn Du hast
    schon 20 Stunden gestrampelt.

    Um dem vorzubeugen, fahre ich solche Touren mit Camelback, in dem
    dann eine Apfelschorle schwppt und mich so permanent mit Nahrung
    versorgt. Den kann man dann z.B. in Münster um Mitternacht an der
    Tanke auffüllen, bevor es dann über Land durch die Nacht nach
    Bielefeld geht.

    Ach ja, wie waren die Radwege/Straßen in den neuen Ländern? Die
    Route nach Berlin ist sicherlich nicht nur für mich interessant.

    Nochmals Gratulation zu Deiner Leistung,
    Uwe.
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  18. #18
    _rené Gast

    Standard Re: Neues von piet Gehe zum vorherigen Beitrag

    >...Ich häng mal nen Kurzbericht an, den ich meinen Mitfahrern auf Teilstrecken geschickt habe.


    Netter Bericht.
    Ich rede jetzt mal ganz groß obwohl ich bisher nur max 220km aufm Rad gesessen habe:
    Den größten Fehler hast du ja selber festgestellt: die Pausenzeiten.
    Eigentlich darf man nur zum Pinkeln und Größerem Anhalten, ok Nahrung kaufen ist bei langen Touren noch ein Grund fürs Anhalten.
    Der Rest muss auf dem Rad erledigt werden.

    Dann ist dein Problem der Nahrungsaufnahme ein Hinweis das du evtl doch zu anstregend gefahren bist. Ein Pulsmesser mit akustischen(wegen Nachts)Hinweis bei Überschreitung von bestimmten Herzfrequenzen ist da sinnvoll.

    Trotzdem Hochachtung vor deiner Leistung 500km am Stück sind schon hart.

    Tschö
    René

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  19. #19
    Registriert seit
    01.01.1970
    Beiträge
    799

    Standard Fahrenderweise Schnitt von 24,4 bis 26,3 km/h nötig! Gehe zum vorherigen Beitrag

    Hallo Piet,

    >Ich rede jetzt mal ganz groß obwohl ich bisher nur max 220km aufm Rad gesessen habe:
    >Den größten Fehler hast du ja selber festgestellt: die Pausenzeiten.
    >Eigentlich darf man nur zum Pinkeln und Größerem Anhalten, ok Nahrung kaufen ist bei langen Touren noch ein Grund fürs Anhalten.
    >Der Rest muss auf dem Rad erledigt werden.

    Piet hatte aber auch (zu Recht) geschrieben, dass das bei Selbstverpflegung schwierig ist.
    Außerdem ist er den größten Teil der Strecke alleine gefahren, was ebenfalls anstrengender ist.
    Ich kalkuliere bei Unterwegs-Selbstverpflegung i.a.R. mit ca. 15 bis 20% Pausenzeiten - heißt also bei 500 km in 24 Std. ca. 3,5 bis knapp 5 Std.
    Damit muss aber fahrenderweise der Schnitt auf 24,4 bis 26,3 km/h gebracht werden - in hügeligem Gelände über diese Distanz und Zeit schon nicht mehr ohne.

    >Dann ist dein Problem der Nahrungsaufnahme ein Hinweis das du evtl doch zu anstregend gefahren bist. Ein Pulsmesser mit akustischen(wegen Nachts)Hinweis bei Überschreitung von bestimmten Herzfrequenzen ist da sinnvoll.

    Das kann ich nur bestätigen. Oder so eine Strecke wirklich nur dann ohne Pulsmesser fahren, wenn vom Gefühl her eine hohe Sicherheit über den Belastungsgrad erreicht werden konnte.
    Trotzdem kann man auch dann in tiefe Löcher fallen, wo Körper und Geist nicht mehr so recht auseinanderzuhalten sind ;-)

    >Trotzdem Hochachtung vor deiner Leistung 500km am Stück sind schon hart.

    Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschließen.

    Gruß,

    Chr.
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  20. #20
    _rené Gast

    Standard Selbstverpflegung auf Langetappen Gehe zum vorherigen Beitrag

    >Ich kalkuliere bei Unterwegs-Selbstverpflegung i.a.R. mit ca. 15 bis 20% Pausenzeiten - heißt also bei 500 km in 24 Std. ca. 3,5 bis knapp 5 Std.
    >Damit muss aber fahrenderweise der Schnitt auf 24,4 bis 26,3 km/h gebracht werden - in hügeligem Gelände über diese Distanz und Zeit schon nicht mehr ohne.

    Hi Christoph,
    das halte ich aber für sehr viel(mir mangelt es aber auch bei Etappen über 8h an Erfahrung). Eigentlich sollte man nur in den Supermarkt/die Tanke rein rennen, 2l Flüssigkeit und und ein paar Riegel oder Brötchen kaufen und wieder rausrennen und Getränk umfüllen.
    Das darf maximal nur alle 2h vorkommen -> 11*5min -> 55min. Zuätzlich noch mal Pro Stunde 1min Pinkelpause - 23 min . Ergibt Pausenzeiten von ca 80minuten über 24h.
    (zuzüglich noch Standzeiten an Ampeln).
    OK, das ist gehetzt, aber wenn man zB eine Wette laufen hat, dann muss man sich auch beeilen.
    Ich denke über 24h muss man auf jedenfall eine Reine Fahrzeit von 22h erreichen.

    Tschö
    René
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