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Quest-Antriebsstrang steifer machen

Dieses Thema im Forum "Velomobile" wurde erstellt von AntoineH, 17.06.2017 um 20:45 Uhr.

  1. AntoineH

    AntoineH

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    Hallo zusammen,
    heute möchte ich Euch eine kleine Modifikation vorstellen, die seit einigen Wochen in meinem Glas-Quest Nr. 598 vor sich hin werkelt. Vielleicht wäre das ja auch etwas für Euer Quest oder Strada.

    Das elastische Nachgeben, wenn man bei kleinem Kettenblatt etwas in die Pedale tritt, kann man hinter dem Sitz mit der Hand nachvollziehen, dabei kommt die Schwinge ganz leicht nach vorne (Zum Fühlen z.B. den kleinen Finger der Hand am Quest-Boden abstützen, den Daumen am Schwingenlager).

    Weiter waren mir Berichte über gebrochene Schwingenhalterungen unter gekommen, z.B. (http://geelomobiel.blogspot.de/2015/10/meer-schade-en-eerste-meters.html). Das T-Profil wird auf Biegung belastet und gibt schon mal auf.

    Mit relativ wenig Anpassungsaufwand kommt man zu einer zusätzlichen Abstützung des Schwingenlagers gegenüber dem Kettentunnel. Normalerweise muss der Radkasten geschätzt 80 % des Kettenzuges "ertragen".
    Quest Schwingenmod DSCI1986.JPG Quest Schwingenmod DSCI1991.JPG Quest Schwingenmod DSCI1990.JPG Quest Schwingenmod DSCI1988.JPG Quest Schwingenmod DSCI1987.JPG
    Mit der Abstützung ist der "Gummi-Effekt" gefühlt fast komplett weg. Bisschen fummelig, die Strebe an der Schwinge vorbei zu führen, aber geht. Viel Effekt mit wenig Material auf jeden Fall. Die nötigen Profilquerschnitte sind klein, kommt aber nicht so sehr drauf an, das Material hatte ich noch herumliegen.

    Die Verstrebung passt unter die Standard-Kettenabdeckung. Viel Spaß damit.
    Grüße, Antoine
     
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  2. hank1970

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    Andreas, hast Du eine Zeichnung, die Du mir zukommen lassen kannst? Ich würde es auch endlich gerne bei mir einbauen und da ich ja im Moment sonst nix darf...
     
  3. AxelK

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    ........ hier veröffentlichen könntest?
     
  4. AntoineH

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    Die Maße habe ich nach der Krafteinleitungsrichtung ungefähr abgeschätzt.
    Langes Profil: L-Profil 30x20x2 mm, Länge ca. 400 mm.
    Kurzes L-Profil 15x10x1,5 mm, Länge ca. 145 mm.
    Da die Wand des Kettentunnels nicht in einer Ebene mit dem Befestigungspunkt des langen Winkels an der Schwingenachse liegt, wird ein Distanzstück mit der Dicke von 10-12 mm benötigt, kann man aus einem Alu-Klötzchen sägen/feilen.
    Quest Schwingenmod DSCI1991-2.JPG
    --- Beitrag zusammengeführt, 17.06.2017 um 23:18 Uhr ---
    Abstände der Löcher sind hier:
    Langer Winkel: 0 / 280 / 320 mm
    Kurzer Winkel: 0 / 125 mm
    Das lange Profil wird an den Enden um soviel schmaler gefeilt, dass es am Schwingenlager und an der Kettentunnel-Rundung vorbei geht.
    Das seht Ihr schon, das ergibt sich von selbst.
     
  5. Nomadmatti

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    Wie hast Du die Bohrungen gemacht im Quest?
    Anzeichnen ist ja schwierig(n)
     
  6. Karlsruhe

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    Wieso ist das schwierig? Man zeichnet es aussen an und bohrt auch von aussen nach innen.
    @Antoine kommt die Kette nicht ab- und an an diese Verstrebung (vor allem bei den größeren Ritzel)?
    Müsste sich dann nach ein paar 100 Km auf dem Profil zeigen.
     
  7. bumfidel

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    Sollte das passieren, könnte Velcro-Flausch helfen so wie beim Querträger der Schwinge.
    @AntoineH Ist die vertikale Verstrebung eigentlich relevant?
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.06.2017 um 10:08 Uhr
  8. berbr

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  9. AntoineH

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    Zum Anzeichnen des ersten Loches im Kettentunnel für die lange Strebe habe ich den Abstand zu den Befestigungsschrauben der Umlenkrolle als Bezug genommen.
    Einfachere Reihenfolge wäre: Alu grob zurecht sägen, Loch für Schwingenaufnahme und für die Querstrebe ins Alu bohren, Distanzstück fertigen, beide Streben miteinander verbinden, an Schwingenlager anschrauben, Löcher im/am Kettentunnel bohren, auf den Alustreben durch die Kettentunnel-Löcher anzeichnen, ausbauen, Streben bohren, anschrauben, fertig. Für die Schraube durch die Schwingenlager und die Strebe benötigt man ein längeres Exemplar (ca. + 15 mm Schraube M8). Dauer etwa 2-4 Stunden.

    Vertikale Strebe: Ohne die funktioniert das Ganze nicht, die Abstützung bleibt dann beweglich!

    Die Modifikation ist nur für Quest und Strada gedacht, gefederter Milan, Mango und Evos stützen die Schwinge sich nicht am Radkasten ab, das DF hat bereits diese Abstützung in Form der Kettenabdeckung. Beim ungefederten Milan und ungefederten WAW müsste man mal genauer gucken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.06.2017 um 10:21 Uhr
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  10. AntoineH

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    Die Kette kommt nicht an die Streben, jedenfalls sehe und höre ich davon nichts. Da haben die Velomobiel.NL-Designer ausreichend Platz gelassen!
     
  11. bumfidel

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    Komisch das die auf diese einfache Möglichkeit der Antriebsversteifung beim Quest und Strada noch nicht gekommen sind. Was da wohl zusammen mit der Karbonschwinge geht... :)
     
  12. DanielDüsentrieb

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    in einem quest vor der daniel überarbeitung ist das nur zusätzliches Gewicht
     
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    Ab wann hattest Du Deine Finger drin gehabt bei Beyss?
     
  14. AntoineH

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    Das Nette ist aber, wenn man sein Quest zum Einbau der Carbonschwinge zu Velomobiel.NL bringt, bauen die einem die sinnvollen @DanielDüsentrieb -Verstärkungen mit ein. :)
     
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  15. bumfidel

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    Welche sind das genau? Ich habe 611, mit Querverstärkung vor Rolle und die dicken laminierten Wulste wie bei diesem hier hinterm Sitz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.06.2017 um 21:03 Uhr
  16. AntoineH

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    Die sind es. Die waren vor - (geschätzt)- Nr. 550 wohl noch nicht drin.
     
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  17. hank1970

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    Also ich war in Dronten zum Einbau der Schwinge und Verstärkungen wurden nicht zusätzlich eingebaut.
     
  18. Axel-H

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    Moin Moin,

    angeregt durch die Idee von @AntoineH habe ich diese Versteifung auch in meinem Quest umgesetzt. Wie man sieht, bin ich aber noch einen Schritt weitergegangen.


    Weiterhin wurde die kleine Umlenkrolle vorne gegen eine Größere ausgetauscht und weiter nach vorne verlagert. Die größere Umlenkrolle befindet sich jetzt passgenau im vorderen Bereich des Sitzes.

    Da jetzt aber die frei schwingende Teil der Kette zu lang war, habe ich die alte Questrolle genommen und soweit nach hinten versetzt, dass die Kette so gerade eben noch über die Schwinge läuft. Der Antriebsstrang läuft jetzt völlig ruhig und fast geräuschlos über 2 Rollen.


    DAs Ganze funktioniert nur, wenn man seine Sitzeinstellung gefunden hat und nicht mehr verändern will. Die Lage der großen Rolle ist ein Milimeterspiel. Von der Kettenlinie dicht über der Schwinge darf man sich bei dieser Aufnahme
    nicht täuschen lassen. ich sitze ja nicht drin. Das Hinterrad ist somit unbelastet. Wenn ich mich reinsetze verläuft die Kette im kleinsten Gang so gerade eben noch über der Schwinge.

    Wie wirkt sich das Ganze nun in der Praxis aus? Der Antrieb ist leiser und direkter. Der Unterschied ist so ähnlich wie vorher mit Badelatschen zu Radrennschuhen.

    Für die, die auf jedes Gramm im VM achten...Mir egal.
     
  19. bumfidel

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    Wichtiger ist eigendlich: Wieviel macht es schneller?
     
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  20. Axel-H

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    Genau kann ich dass nicht beziffern. wenn aber der Antrieb nicht schwammig ist, sondern der Druck aufs Pedal direkt in Vortrieb umgesetzt wird dann kannst du dir die Antwort doch selber geben.

    Ich glaube nicht, dass meine Endgeschwindigkeit dadurch erhöht wurde. Aber immer dann, wenn ich viel Druck aufs Pedal bringen muss...also alles über 300Watt......dann kommt diese Lesitung einfach besser am Antrieb an. Ich kann besser herausbeschleunigen und an Anstiegen bin ich effektiver. Leistung verpufft nicht im Antrieb....
     
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