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Hydraulische Scheibenbremsen fürs Liegerad

Dieses Thema im Forum "Fahrradkomponenten" wurde erstellt von TarnKappe, 05.10.2016.

  1. TarnKappe

    TarnKappe

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    Ich glaube mein anderer Beitrag hatte zu viel Text. Deshalb ganz kurz...

    Ich bin auf der Suche nach guten und bezahlbaren hydraulischen Scheibenbremsen für mein Encore.
    Wichtig:
    • Mineralöl, keine DOT-Flüssigkeiten
    • die Bremshebel sollten idealerweise genug Platz bieten um bequem den Zeigefinger einzuhaken. Bei den Shimano XT ist da z.B. der Hydraulik-Ausgleichsbehälter im Weg.
    Hat jemand einen Tipp? Welche hydraulischen Scheibenbremsen verwendet ihr in Verbindung mit UDK-Lenkern?
     
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  2. kleksi

    kleksi

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    ich hatte serienmäßig an meinem hp skorpion auch ein hydrauliksystem , und habe es ersetzt gegen ein mechanisches. grund: es gibt nur einen nachteil, es dringt wasser ins system, aber das kann man gut in den griff bekommen. zu deiner frage kann ich dir leider nicht helfen.
     
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  3. OldMax

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    Ich habe einfach links/rechts getauscht. Ob Dir das hilft? Weiß ich nicht. So jedenfalls kamen die Ausgleichsbehälter nach außen, wo sie mich nicht störten.

    Beim System bin ich überfragt. Hydraulische Systeme würde ich grundsätzlich nicht mehr nehmen. Ein Haufen Kosten beim Anschaffen und Warten gegenüber einem geringen Plus an Sicherheit. Wenn dann noch das System undicht wird (bei mir war es sogar ein Kolben), wird es wieder teuer.

    Für den Winter schmiere ich meine Züge mit Titanfett - da ist nichts mehr eingefroren. Man muss nur auf alle Kunststoffbeschichtungen in den Hüllen und an den Zügen selbst verzichten. Dafür die dichteren Endkappen drauf und gut ist. Wenn Dir die Bremsleistung mit den mechanischen Bremsen nicht ganz ausreicht, nehme die Scheiben eine Nummer größer. Adapter gibt es für einen Apfel ohne Ei.

    Ein nach zwei Hydraulik-Versuchen leerer Geldbeutel grüßt Dich
    Martin
     
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  4. TarnKappe

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    Liegt es daran, dass die Bremshebel kopfüber montiert sind? (so wie bei meinem Trike)
    Das Problem hätte ich am UDK-Lenker ja nicht.

    Inzwischen habe ich mir TRP HY/RD besorgt, die semi-hydraulischen. Damit kann ich die alten Bremshebel behalten.
    Allerdings muss ich die neue Gabel noch kürzen und alle Teile montieren. Hatte noch keine Zeit.

    Ich habe bisher mit drei hydraulischen Systemen (Magura HS-24 am alten Trekkingrad, Shimano Deore am MTB, 105 am Randonneur) über Jahre hinweg nur gute Erfahrungen gesammelt. Und das an Rädern welche das ganze Jahr im Einsatz sind.

    Die mechanischen BB7 an meinem Trike können mich bis heute nicht so recht begeistern. Die Verzögerung ist gut, keine Frage. Aber mit dem einseitigen Kolben, der die Bremsscheibe auf den unbeweglichen zweiten Bremsbelag presst, bin ich nicht glücklich. Entweder man stellt den zweiten Belag sehr nah an die Scheibe, dann schleift's ständig. Oder man vergrößert den Abstand, was den Druckpunkt verschlechtert.

    Mit der TRP Spyre gibt's mittlerweile auch eine rein mechanische Scheibenbremse mit zwei beweglichen Kolben, aber ich habe mich nun doch für die HY/RD entschieden. Einfach deshalb, weil die am CX meiner Frau ganz gut funktioniert. Mal sehen ob's am Lieger auch so ist. Wegen der längeren und verwinkelteren Züge habe ich Bedenken. Einer hydraulischen Leitung wäre das egal.

    Das Encore ist übrigens mein reines Sommer-Rennrad.
    Leider konnte ich keine leichte Disc-Carbongabel auftreiben, die für mehr als 160er Scheiben zugelassen ist. 180er wären mir lieber gewesen. Wenn schon, denn schon.
    Wichtig ist aber einzig, die bisherige miese Bremsleistung zu verbessern. Die alte mechanische Felgenbremse war sowohl mit meinem Tempo als auch mit meinem Gewicht völlig überfordert. Je schneller das Rad, desto besser sollten die Bremsen sein... ;)
     
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  5. Jesusfreak

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    Ich finde das Preisargument zieht da heutzutage nicht wirklich mehr. Habe kürzlich bei jemandem hinten eine Shimano BR-M315 montiert. Die kostete ganze 24 Euro, die Version für vorn hätte 22 Euro gekostet. Ist vielleicht nicht die leichteste Bremse am Markt, aber man kann einwandfrei damit bremsen. Und wenn in 3 Jahren Probleme auftreten die sich nicht lösten lassen dann kauft man halt eine neue. Ein paar Disk-Bremsbeläge kosten ja alleine auch schon um die 10 Euro.
     
  6. OldMax

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    Nicht zu glauben, aber stimmt. Ich habe noch über 350 vor zwei Jahren bezahlt! Also für beide. Und die erste war nach 4 Monaten leck, der Kolben bei der zweiten nach 1 Jahr. So ungefähr. Reparieren: wieder über 300. Und auch Shimano. Was für eine Welt!
     
  7. kleksi

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    nein. das hydrauliksystem hatte problem wie hier schon beschrieben, auch bei mir. und sie sind mir einfach zu brutal in ihrer bremswirkung, hatte schon zwei bremsplatten deswegen. die mechanische bremse gibt dir ein echtes bremsgefühls, ohne überschläge (normales bike) oder wegrutschen. das gilt meistens wenn du abrupt und sehr schnell zum stillstand kommen musst.
    und geht der bremszug kaputt, gehe einfach in den supermarkt.
     
  8. TarnKappe

    TarnKappe

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    Hätte ich eure Erfahrungen gemacht, würde ich auch keine Hydraulik mehr nehmen.

    Meine sind aber bisher einwandfrei. An der Magura HS24 war nie was. Die ist von 1998/99. Wartungsfrei (abgesehen von Bremsbelägen) bis vor einem Jahr an meinem alten Pendlerrad im Dauereinsatz. Mein MTB ist erst ein paar Jahre alt, muss aber viel ertragen. Matsch, Staub, Schnee und Eis. An der Hydraulik fehlte sich nie was. Mein neues Pendlerrad, mit der hydr. 105er, ist erst ein Jahr alt, hat aber in der Zeit immerhin 6200+km auf dem Tacho und war auch schon bei jedem Wetter im Einsatz. Kein Problem bisher.

    Über zu brachiale Bremswirkung kann ich mich auch nicht beschweren. Ist genau richtig für einen knapp 100 Kilo Mann mit schmächtigen Mausschubserhänden. :D
     
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  9. OldMax

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    Das war auch für mich kein Grund, den hydraulischen Weg zu verlassen. Im Gegenteil: Ich fand das Dosieren mit den hydraulischen Bremsen trotz kürzerem Hebelweg weit angenehmer und einfacher als mit den mechanischen Systemen und ihren recht langen Hebelwegen. Wer zu fest reinhaut, kann es bei Hydraulikbremsen mit dem kleinen Finger probieren. Das reicht locker.
    Vielleicht waren es bei mir die Monteure, welche versagt haben. Ich weiß es nicht. Da offenbar die Preisfrage keine mehr ist, bleibt für mich nur noch ein Argument: die mechanischen Bremsen kann ich überall und wann auch immer selbst reparieren, einstellen und notfalls auch mit ein paar Tricks bedienen. Selbst, wenn der Zug einmal gerissen sein sollte.
    Ob mit mechanisch angesteuerten Scheiben- oder Trommelbremsen habe ich noch jedes Vorderrad zum sinnfreien Blockieren gebracht. Somit entfällt bei mir der Zusatznutzen größerer Bremsleistung komplett und verabschiedet sich Richtung nice to have...
    Was ich aber sehr wohl konstatieren muss:
    Unzureichende Bremsleistung bei mechanischen Systemen verdanken diese meist einer nicht optimalen Feinabstimmung. Auch viele Fahrradmechaniker haben darin nicht unbedingt geschickte Hände. Solche Schwächen lassen sich mit Hydraulikbremsen weit leichter überspielen, während man bei mechanischen Bremsen durchaus mehrfach nachjustieren muss, bis man die Individualität jeder einzelnen Backe so richtig verstanden hat...
     
  10. TarnKappe

    TarnKappe

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    Was das Reparieren betrifft, hast du völlig Recht. Ich hatte bisher das Glück davon verschont zu bleiben, deshalb ist der Punkt in meiner persönlichen Prio-Liste nicht so weit oben.

    Dem Argument "Blockieren geht mit jeder Bremse" konnte ich noch nie so viel abgewinnen. Ist ja eher ungünstig wenn Haft- zu Gleitreibung wird.
    Interessant ist doch eigentlich, den Punkt kurz vor dem Blockieren möglichst genau zu treffen, gerade in brenzligen Situationen.
    Gute Dosierbarkeit ist viel wichtiger. Du sagst ja selbst:

    Das sehe ich auch so. Man dosiert viel exakter. Kein Zug der sich längt, keine Bremshülle die komprimiert. Und je höher die notwendige Handkraft, desto schlechter das Feingefühl. Bei meinen hydraulischen habe ich mit 2 Fingern alles locker im Griff. (y)
     
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  11. Gasi

    Gasi

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    Ich hatte auch schon hydraulische Bremsen (Hayes Storker), mit denen man so viel Kraft gebraucht hat, dass es einen mit V-Brakes schon mehrfach überschlagen hätte.
    Neue Beläge, neue Scheiben(200mm), Flüssigkeitstausch usw. haben nichts daran geändert. Zudem noch das elendige Quitschen vor allem bei Nässe. Und dann noch das endlose einstellen, da mal entweder der eine oder der andere Backen schleifte.
    Man muss schon fast froh sein, dass man mir das Rad gestohlen hat. Viel Geld ausgegeben für nichts.
    Radhändler ratlos, das Internet musste gleiche Erfahrungen machen.

    Die Formular ZR am MTB meiner Freundin zieht vor allem in der hinteren Bremse Wasser aus der Kellerluft und der Druckpunkt wird immer knapper mit der Zeit.
    Ganz toll wenn man losfährt und das Rad noch einwandfrei läuft, aber nach einer Stunde an der Sonne nichts mehr geht und man das Rad nicht ansatzweise drehen kann.
    Seitdem fährt sie nicht mehr damit, da sie ihm nicht mehr trauen kann.

    Für mich gibts nur noch mechanische.
    Selbst Magura ist nicht mehr dauerhaft.
    Es lohnt sich eher ein Magura-System von '98 zu kaufen als ein nagelneues.
    Das alte ist einfach Zuverlässiger.(Gebraucht gekaufte HS22 links hat schon vier neu gekaufte HS33 rechts überlebt)