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christoph_d

Langstreckentest Dalli

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Da meine frau mit den Kindern bei ihrer Schwester zu Besuch ist, habe ich das Spätsommerwetter für einen Langstreckentest mit dem Dalli genutzt. Eigentlich sollten es "nur" 200km werden. Ich bin die Strecke gegen die geplante Richtung gefahren, weil mir die Steigungen so angenehmer erschienen. Leider hatte ich beim zusammenklicken der Tour nicht darauf geachtet, dass nicht alle Strecken (für Fahrräder) passierbar sind. musste ich bei Grimma einige Bögen frei Schnauze fahren, weil die B107 teilweise Kraftfahrstraße ist (welcher Provinzbürgermeister lässt eine kleine Bundesstraße zur Kraftfahrstraße ausbauen wenn gleich daneben die Autobahn verläuft? ) und die Streck nach Colditz gesperrt war. Auch in Riesa musste ich improvisieren, weil die B169 OHNE VORWARNUNG auch plötzlich zur Kraftfahrstraße ausgebaut war . So sind es am Ende 233km geworden.

Ansonsten lief es recht gut. Los ging es gegen 8:30 in Chemnitz und auch der erste Anstieg aus dem Chemnitz Tal war schnell geschafft
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Aber es ging ja gleich wieder runter ins Zschopautal und wieder hoch. Mit dem Dalli und ausgeruhten Beinen ging das zwar langsam... aber auch schön entspannt. Da merkt man das wenige Gepcäk und die fehlende Federung. Zwischendurch war auch noch etwas Zeit für Fotos und Wasser lassen und Kette nachspannen.
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Im Spätsommer gibt's auch hin und wieder "Verpflegungsstationen am Wegrand" und ab Hainichen ging's schön Bergab .
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In Riesa musste ich dann aufgrund der Straßenführung improvisieren. Also bin ein Stcük den Elberadweg langgefahren und machte in Strehla eine lange Mittagspause. (etwas länger als geplant, weil die Bedienung in der Gaststätte sich Zeit lies)
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Die Weiterfahrt in der heißen Mittagssonne über's offene Feld bei 30°C machte mir sehr zu schaffen. Da wurde jede Bodenwelle zum Berg es ging kaum voran und ich musste in Dahlen eine zusätzliche Pause zum Getränkenachschub besorgen machen.
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Nach der Stärkung mit Cola und Melone ging es dann wieder etwas besser und mit Wurzen/Bennewitz wurde ging es ans letzte Drittel der Strecke. Leider musste ich dann wie gesagt um Grimma herum ein paar zusätzliche Bögen fahren. Die mich Nerven Zeit und Kraft kosteten. Irgendwann entschied ich mich dann den Plan über Colditz zu fahren zu verwerfen und statt dessen meine Stammstrecke für die Tour nach Leipzig über Bad Lausik zu nehmen. Dort machte ich nochmal einen kurzen Obst und Getränkekaufstop und dann gings in die Hügel... mit 175km in den Beinen. Da freute ich mich über das Dalli mit Zwischengetriebe und Rettungsring.

Als ich dann bei Rochlitz den letzten großen Anstieg aus dem Muldental (mit etwas Höhenmetersparen durch Nebenstreckn bei Biesern) geschafft hatte wurde es langsam dunkel. Der Tacho zeigte ziemlich genau 200km und ich war "erst 11,5h" unterwegs, also locker im Brevetlimit.

Im Dunkeln ging es dann über die letzten Hügel (einer mit 14%, an dem ich dann geschoben habe) ins Chemnitztal, wo es dann gefühlt wieder rollte. Wie schnell ich dort wirklich war, weiß ich nicht, weil das GPS keinen Strom mehr hatte und der Tacho im Dunkeln nicht lesbar war. Am letzten kleinen Anstieg überholten mich dann zwei Aufrechtradler:

AR1: Ist das nicht tierisch anstrengend?
AR2: Nee, eigentlich ist das leichter, weil man keinen Luftwiderstand hat.
ICH: Naja nach über 200km merkt man's.
AR1: Radtour heute?
ICH: Ja.
AR1: Wo kommst du denn her?
Ich: Chemnitz.
AR1: Wo willst du denn noch hin?
Ich: Chemnitz. (ich glaube an dieser Stelle erklärte er mich innerlich für schwer von Begriff. Ich war aber einfach nur Müde und Maulfaul)
AR1: Wo bist du denn lang gefahren?
ICH: Chemnitz-Frankenberg-Riesa-Wurzen-BadLausik-Chemnitz.
AR1: (beindruckt) hmmm... ganz schöne Strecke, schönen Abend noch.
Ich: gleichfalls (und weg waren sie, ich hatte keine Kraft und Lust mehr das Tempo mitzugehen)

Ich lies mich dann noch nach Hause rollern.

Fazit: das Dalli ist für Langstrecken wesentlich besser geeignet als das Flevo. Es kommt die Hügel hoch und ist ausreichend bequem. Allerdings muss ich wirklich noch schnellere Reifen und kurze Kurbeln anbauen. Zeitmäßig bin ich mit 19,5km/h Tachoschnitt und 16,6km/h Gesamtschnitt bin ich im Brevetlimit geblieben, auch wenn noch "etwas Verbesserungsbedarf" besteht.

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Kommentare

  1. Avatar von christoph_d
    Puuh, ich mal wieder Glück im Unglück. Als ich heute zur Garage fuhr um das Dalli gegen das Tandem mit Hänger zu tauschen (muss morgen Frau und Kinder vom Bahnhof abholen), machte es plötzlich knack und der Kettenspanner war gebrochen. Welcher der Vorbesitzer hatte die clevere Idee, statt das Gewinde im Rahmen zu reparieren, wie ich es gemacht habe, an der am stärksten belasten Stelle ein M4 Gewinde zu schneiden und die Schrauben gegen einander zu verspannen?
  2. Avatar von herrgismo
    Ich denke du hast einfach zu oft nachgespannt? Ich denke das war schon immer so. ;-) Den Spanner gibts noch bei Herrn Buschmeier, Hatte da schonmal wegen der Rolle angefragt.
    Aktualisiert: 04.09.2011 um 21:37 von herrgismo
  3. Avatar von christoph_d
    Ich denke das hat mal jemand zurecht gepfuscht mit dem M4 Gewinde... um es zum Spannen zu nutzen, hätte es ja auf der anderen Seite sein müssen. Du warst ja auch schon der dritte oder vierte Besitzer. Ich lass mir einfach ein neues Blech lasern und tausche bei der Gelegenheit auch die ausgeklapperte Rolle. Kannst du mir mal die Kontaktdaten von Herrn Buschmeier per Mail schicken. falls mal wieder ein Spezialteil kaputt geht?

    viele Grüße

    Christoph

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