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christoph_d

300er Brevet Berlin-Brandenburg

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Nach dem missglückten 200er im März wollte ich gerne wenigstens noch einen Brevt erfolgreich absolvieren (Strecken über 300er schaff ich aus dem Stand ohne Trainig definitv nicht). Da mir der Termin des sächs. 200er Brevets nicht passte entschied ich mich für den 300er in Berlin. Also bin ich wieder Freitag mit Zug nach Berlin gefahren. Dort gab's gleich eine standesgemäße Begrüßung. Als ich auf dem Radweg fuhr und mich orientierte, kam eine Baustelle. Also schön langsam dran vorbei, plötzlich Pfffffffffffffff... Mist, Hinterreifen platt. Also wollte ich an der nächsten Laterne den Ersatzschlauch einbauen. Der hielt aber Luft nicht richtig obwohl er frisch aus der Packung war, also Flicken. Gegen 21:45 war ich dann im Hostel (Startpunkt), checkte schnell ein und schaute mir den Ersatzschlauch nochmal an. Plötzlich hielt der die Luft .

Am nächsten Morgen gings um 7Uhr los. Die Strecke aus Berlin raus, war im Track abgebildet, da ich keine Lust hatte in Berlin Navigationsexperimente zu starten, trat ich in die Pedale und blieb an der Führungsgruppe mit ca. 30km/h dran.

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Als wir dann den Track erreicht hatten, fuhr ich noch ein Stückchen mit vorne, lies mich aber an einem Bäckerstand fallen um ein Brötchen zu kaufen (in Berlin gab's nur nen Kaffee). In meinem Tempo 25-28km/h fuhr ich zur ersten Kontrolle. Es lief gut und ich hatte 1,5h Vorsprung auf das Zeitlimit. An der Kontrolle gönnte ich mir eine Wiener und fuhr weiter. Da die Kontrolle etwas abseits der Runde lag traf ich viele andere Teilnehmer. Die zwei anderen Liegeräder (Baron und Toxy ZR) waren noch hinter mir. Nach der ersten Kontrolle ging es weitgehend eben hin, aber nach weiteren 30km gings über den Fläming. Hier wurde ich von zahlreichen Fahrern eingeholt. Auch von den beiden anderen Liegeradfahrern. Vor Roßlau wollte ich eigentlich Mittagspause in einem Gasthaus machen, fand aber nichts passendes. Also gab's Bordverpflegung am Straßenrand und in Roßlau wurden die Vorräte wieder aufgefüllt.

Nachdem der Fläming geschafft war ging's runter ins Elbtal und in Aken mit der Fähre über die Elbe. Als ich an der Fähre ankam sah ich den Toxyfahrer und seine Begleiter gerade von der Fahre fahren. Auf der Fähre gab's dann auch gleich den nächsten Kontrollstempel.

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Über Mittag hatte sich das Wetter etwas verschlechert und es war bedeckt und windig geworden. Der Wind kam natürlich von Vorn. Also war jetzt Schluss mit Rollern lassen und Arbeiten war angesagt. Nach ca. 20km (irgendwei muss ich nen Schleichweg verpasst haben) ging's an der nächsten Fähre (Breitenhagen) wieder zur Kontrolle. Dort hatte ich noch die 2h Vorsprung der letzen Kontrolle.

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Nach der Kontrolle fuhr ich weiter richtung Flemming. Vor einem Café in der Zerbster Innenstadt sah ich das Toxy stehen. Also angehalten und Kaffeepause mit den Mitfahrern. Ich fuhr kurz vor den anderen weiter. Nach kurzer Zeit hatten Sie mich aber wieder. Ich hatte zu kämpfen, weil meine Knie weh taten und es bei Gegenwind langsam aber stetig in den Fläming hoch ging. Die Gruppe ums Toxy begnetete mit ab und zu, da ich langsamer fuhr, aber sie mehr Pausen (bzw. Zwangspausen, weil einer seinen Rucksack vor 1,5 Hügeln vergessen hatte) machten. Nach dem ich den Flemming geschafft hatte war ich froh und kämpfte mich zur nächsten Kontrolle an der Tankstelle in Belzig. Am Ortseingang verlor mein Hinterrad langsam Luft, also aufgepumpt und bis zur Kontrolle geschlichen. Dort traf ich wieder die Gruppe. Da ich aber Flicken musste (der Flicken vom Vortag hatte sich gelöst, weil er auf die Beschriftung des Schlauches geklebt war), kamen sie deutlich vor mir los. Als ich losfuhr hatte ich noch 1,5h Vorsprung zum Zeitlimit und es Dunkel, also gings mit Licht auf die letzen 80km.

Kurz vor Beelitz erwischte es mich dann an einer Autobahnauffahrt. Ich fuhr rel. langsam auf dem Radweg und schaute nach dem Verkehr, achtet aber nicht auf den Weg. Der etwas verschränkt über die Auffahrt führte und fuhr geradeaus weiter. Es gab einen ordentlichen Rumms, das Licht war aus und der Hinterreifen war schlagartig platt, weil ich über eine Rasenkante gefahren war. Also Schlauchwechsel im Dunkeln bzw. mit dem Licht der IQ-Ixeon . Danach war bei mir die Luft raus. Die Akkus der Lampe gingen komischerweise trotz erst 1,5h im Sparmodus schon zur Neige. Also hielt ich an der nächsten Tanke an, um die Akkus im Licht zu wechseln. Die Reserveakkus gingen auch nicht. MIST. Also rein zur Tanke und Batterien kaufen. Jetzt waren es noch 60km bis Berlin, aber meine Knie schmerzten und den Tacho sah ich auch nicht mehr zur Motivation. Ich quälte mich also noch irgendwie bis Berlin und kam eine halbe Stunde vor dem Limit fertig aber zufrieden an. Dort genoss ich noch ne Lasagne, Joghurt und was zu trinken, bevor ich nach einer Dusche ins Hostelbett fiel.

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Kommentare

  1. Avatar von dooxie
    hallo Christoph,

    Bild 2: bist Du auf dem Autodach mitgefahren?

    Danke für den Bericht, ist für mich interessant zu lesen. Aber 300 werd ich mir (noch) nicht antun.
    Mit Pannen und Akkus hast Du schon ziemlich Pech gehabt - kann mir gut vorstellen, dass das dann noch zusätzlich frustriert.

    Richard
  2. Avatar von iqual
    Hi, Gratulation zum erfolgreichen Abschluß des 300er, Pannen sind ja normal, aber gerade Akkulicht auf Langstrecken nicht Garant für Zuverlässigkeit, daher sieht man aich bei Ranndoneuren NabenDynamos.
    Ich habe als Ersatzlicht Aukklicht dabei um einen Defekt der Lichtanlage zu kompensieren, aber primär benutze ich NDs.

    Gruß JJ
  3. Avatar von christoph_d
    Ja, ich bin auch kein Fan von Akkulicht, hab mir ja das Dalli gekauft und Bau es Stück für Stück für meine Bedürfnisse um. Als nächstes kommen kurze Kurbeln dran und dann ein NaDy. An den Alltagsrädern hab ich das sowieso dran.
  4. Avatar von arasca
    Hallo Christoph, war das 300er Brevet auch mit dem FlevoBike? 300km am Tag finde ich schon heavy: Mein Maximum (auf 'nem UP) liegt bei 222km, wovon ich die letzten 2km um den Block geradelt bin um die Schnappszahl vollzumachen. Aber da noch mal 80km drauf. Hut ab.
  5. Avatar von christoph_d
    Hallo,

    nein den 300er bin ich mit dem Dalli gefahren. Das hatte ich mir nach den Erfahrungen mit dem Flevo für lange Strecken gekauft.

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