200er Brevet Berlin Brandenburg
von
am 18.03.2012 um 19:38 (1372 Hits)
Da ich dieses Jahr aus Termingründen den 200er in Sachsen nicht fahren kann, bin ich in Berlin gestartet. Der Organisationsaufwand für die Übernachtung und anfahrt war zwar etwas höher, aber dafür standen wenig hm in Aussicht.
Freitag ging's direkt nach der Arbeit mit Zug über Elsterwerda nach Berlin. Das Hostel (Übernachtungsort und Startpunkt des Brevets) war schnell gefunden (vor der Tür stand ein Auto mit nem Flux auf dem Dach) und nach einem leckeren Berliner Döner und Taschen umpacken ging's ins Bett. Schließlich sollte es am nächsten Tag anstrengend werden.
Kurz nach 6 war am Samstag treffen in der "Lobby" mit frischen Kaffee und Startkarten. Ich machte mein Rad startklar und um 7 ging's los über das Berliner Kopfsteinpflaster. Nach den üblichen Problemen mit der Kette am Dalli, ließ ich das Feld ziehen und fuhr alleine weiter. Die Sonne kam raus und es ging über gute Straßen durch die Berliner Randbezirke. Unterwegs gönnte ich mir noch ein Milchbröchten vom Bäcker und nuckelte immer schön an meiner Flasche mit Magnesiumbrühe. Über Feld(platten)wege und Waldautobahnen führte die Strecke aus Berlin raus. Weil mir das so gut gefiel fuhr ich ein 10km Bonusringel. Das gerüttel verschärfte meine Kettenprobleme, aber alles blieb im Rahmen und regelmäßige Verpflegung aus der Packtasche und Getränkenachschub hob die Laune. An der ersten Kontrolle hatte ich trotz allem eine gute halbe Stunde Luft zum Zeitlimit. An der Kontrolle füllte ich noch meinen Getränkevorrat mit ner 2l Cola auf. Die Straßen waren jetzt super. Man musste wirklich wählen zwischen perfekt glatter, leerer Fahrbahn und dem perfekten, glatten, leeren Radweg daneben.
. Da der Wind kräftig von vorn blies und die Dorfbevölkerung der Brandenburger Provinz ein Problem mit Radfahrern auf der Fahrbahn hatte, wählte ich den Radweg, der oft Windgeschützt am Waldrand verlief.
An der zweiten Kontrolle hatte ich mir dann gut eine Stuinde Luft rausgefahren. Da in dem Ort schon alle Läden geschlossen waren fuhr ich an einem Restaurant mit Biergarten ran, holte mir meinen Stempel, gönnte mir eine Portion Spaghetti Bolognese und ließ überflüssigen Ballast vor Ort. Nach der Kontrolle kamen einige Hügel aber nichts was mir Probleme gemacht hätte. Ich bin von zu Hause schlimmeres gewohnt. Außerdem hatte ich jetzt den Wind im Rücken. Leider kehrten auch meine Kettenprobleme in verschärfter Form zurück. So dass ich regelmäßig auf einen Mitstreiter traf, der einen schlechten Tag hatte und deshalb sehr langsam unterwegs war, während ich regelmäßig anhalten musste um die Kette wieder aufzuziehen und zu spannen. So schleppte ich mich zur dritten Kontrolle. Unbewusst wählte ich eine etwas andere Route als die offizielle, die mich über eine Straße statt einen Radwanderweg zur Kontrolle führte. Daher umfuhr ich fast alle Stempelmöglichkeiten und musste am Ortsausgang nochmal zurück um mir im LIDL ne Apfelschorle und einen Kassenbon mit Ort und Zeit zu holen. Mein Vorsprung war auf eine viertel Stunde zusammengeschmolzen. Ich wollte aber gerne bis Berlin. Leider wurden meine Kettenprobleme immer schlimmer und ich hatte keine Chance mehr es bis Berlin zu schaffen. Also fuhr ich Schleichgang mit häufigen Zwangsstops nach Liebenwalde und schlug mich von dort mit Bus und Bahn bis Berlin durch. Dort saßen noch der Fahrer, mit dem ich das Stück zusammen gefahren war und einer der Veranstalter. Wir ließen den Tag mit Lasagne, Joghurt, Bier und Radlergesprächen ausklingen.
Trotz des Abbruchs war der Brevet richtig schön. Wetter Strecke und Fahrspaß waren einfach da und das Antriebsproblem bekomme ich hoffentlich am Wochenende in den Griff. Zum Schluss noch ein paar Impressionen von Unterwegs.
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. Das gerüttel verschärfte meine Kettenprobleme, aber alles blieb im Rahmen und regelmäßige Verpflegung aus der Packtasche und Getränkenachschub hob die Laune. An der ersten Kontrolle hatte ich trotz allem eine gute halbe Stunde Luft zum Zeitlimit. An der Kontrolle füllte ich noch meinen Getränkevorrat mit ner 2l Cola auf. Die Straßen waren jetzt super. Man musste wirklich wählen zwischen perfekt glatter, leerer Fahrbahn und dem perfekten, glatten, leeren Radweg daneben.
. Da der Wind kräftig von vorn blies und die Dorfbevölkerung der Brandenburger Provinz ein Problem mit Radfahrern auf der Fahrbahn hatte, wählte ich den Radweg, der oft Windgeschützt am Waldrand verlief.
. Nach der Kontrolle kamen einige Hügel aber nichts was mir Probleme gemacht hätte. Ich bin von zu Hause schlimmeres gewohnt. Außerdem hatte ich jetzt den Wind im Rücken. Leider kehrten auch meine Kettenprobleme in verschärfter Form zurück. So dass ich regelmäßig auf einen Mitstreiter traf, der einen schlechten Tag hatte und deshalb sehr langsam unterwegs war, während ich regelmäßig anhalten musste um die Kette wieder aufzuziehen und zu spannen. So schleppte ich mich zur dritten Kontrolle. Unbewusst wählte ich eine etwas andere Route als die offizielle, die mich über eine Straße statt einen Radwanderweg zur Kontrolle führte. Daher umfuhr ich fast alle Stempelmöglichkeiten und musste am Ortsausgang nochmal zurück um mir im LIDL ne Apfelschorle und einen Kassenbon mit Ort und Zeit zu holen. Mein Vorsprung war auf eine viertel Stunde zusammengeschmolzen. Ich wollte aber gerne bis Berlin. Leider wurden meine Kettenprobleme immer schlimmer und ich hatte keine Chance mehr es bis Berlin zu schaffen. Also fuhr ich Schleichgang mit häufigen Zwangsstops nach Liebenwalde und schlug mich von dort mit Bus und Bahn bis Berlin durch. Dort saßen noch der Fahrer, mit dem ich das Stück zusammen gefahren war und einer der Veranstalter. Wir ließen den Tag mit Lasagne, Joghurt, Bier und Radlergesprächen ausklingen.



