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Zox 26 Low Light - die erste Reise - sogar mit Bergen

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Veröffentlicht: 23.07.2010 um 22:57 von bike_slow
Aktualisiert: 24.07.2010 um 09:07 von bike_slow (Umbrüche korrigiert, ... in der Einleitung Teuto raus, Egge rein ...)
Stichworte reise, zox26ll

Nachmittags gegen 16:30 Uhr starte ich vom Kunden in Hamm aus ins Wochenende: großes Familientreffen in Schloß Gehrden; klar, dass die Familie mit dem Auto vorfährt und ich mit dem Rad in den Abend hinein anreise. Das ist dann die nächste Nagelprobe fürs Zox.

Die erste Hälfte der Strecke ist noch flach, aber dann geht's in die Egge. Ich hatte Respekt und rechnete mit mindestens 400 bis 500 Hm, ... ein Autorouting bei Naviki erzählt mir was von 600 Hm. Uiii. Ok, aber genau deswegen habe ich ja mein C-500 gegen das Zox eingetauscht. Es soll leichter und damit auch zügiger / effizienter die Berge raufgehen.

Für eine echte Vorabplanung der Route hatte ich keine Zeit, ich notierte mir nur zwei mögliche Streckenführungen als Roadbook:

Hamm-Uentrop
Lippborg
Lippetal / Herzfeld
Richtung Lippstadt, über (Eikelborn) Benninghausen
Salzkotten

=== Alternative 1
Borchen, Leitrichtung Kirchborchen
Eggeringhausen
Lichtenau
Willebadessen
L763 östlich raus
evtl. nicht vor Haverhausen Richtung Brakel/Gehrden,
sondern bis Fölsen, dann nördlich raus über den Hohlweg, ...
trifft dann direkt auf Schloß Gehrden

=== Alternative 2
Borchen / Kirchborchen
K2 Richtung Schloß Hamborn
Eggeringhausen
B68 kreuzen
Richtung Herbram
Neuenheerse
Kühlsen
Dringenberg links liegen lassen
Richtung Gehrden

Bis Salzkotten / Borchen ging es durchs Flachland recht zügig vorwärts. Angesichts der Temperaturen und einer gefühlt eher mittleren Tagesform eher schneller als mit dem Aufrechtrennrad.

Die ersten 10 km gings noch aus Hamm heraus relativ gemächlich und verkehrs- wie zum Teil radweggebremst (25er Schnitt). Bis Lippstadt lag der Schnitt knapp über 30 km/h, obwohl ich ziemlich locker (in Anbetracht der Dinge, die da noch kommen sollte) unterwegs war.

Genervt haben mich wieder mal die Stadtdurchquerungen. In Lippstadt war dann Salzkotten nicht ausgeschildert. Super. Damit hatte ich nicht gerechnet. Die heimatkundlichen Kenntnisse der befragten Lippstädter waren auch eher mangelhaft. Ich erwischte nach leichten, natürlich recht lahmen, Schlenkern dann doch noch die richtige Himmelsrichtung (rein 5 km @24,7 - durch 5 km @19,3 - raus 5 km @25,9).

Bis Salzkotten gings dann wieder zügig weiter. Die Salzkottendurchquerung war auch wieder langsam, aber ich erwischte einigermaßen sicher die richtige Ausfallstraße. Ich hatte nämlich doch noch das GPSmap 60csx rausgekramt, ... zu spät merkte ich allerdings, dass es noch auf Fahrradrouting stand und so gabs wieder einige unwillkommene Ausflüge auf innerörtliche Nebenstraßen. Egal. Hauptsache fahren und nicht anhalten. ;) Ich hatte mich dem GPS-Gerät eigentlich verweigert, weil ich am neuen Rad noch keine Halterung habe. Erstaunlicherweise erwies sich ein am UDK-Lenker baumelndes Gerät als relativ handlich und praktisch nicht störend.

Ab Salzkotten wurde es dann auch langsam, aber sicher wellig. Oberntudorf und Alfen gaben eine leichte Ahnung vom Charakter des verbleibenden Weges. Ich frage mich allerdings, warum ich überhaupt (hier wieder ohne GPS) über Oberntudorf nach Borchen geleitet wurde statt über Pasel? Seltsam. Egal.

Hinter Kirchborchen (km 85, Höhe 135 m) ging es dann so richtig los. Das Eggegebirge baute sich vor mir auf. Etteln. Atteln. Lichtenau. Das zog sich ganz schön. Interessanterweise war dies praktisch das erste Mal, dass ich beim "Bergefahren" das "schön" wirklich wörtlich meine. Es rollte langsam, aber es rollte, es quälte nicht. Mein Krafteinsatz landete in der Steigung. Jaaaa, das war klar gefühlte Rennradleichtigkeit in bequemer Reiseliegermanier.

In Lichtenau angekommen dämmerte es dann aber bereits sehr deutlich. Ein sehr netter türkischer Imbissbetreiber musste meine Frage nach stillem Wasser zwar zunächst negativ beantworten, bot dann aber von sich aus an, mir die Trinkflaschen mit Leistungswasser nachzufüllen. Ich gönnte mir dann noch eine türkische Dosenlimonade und hoffte, dass ich die Kohlensäure nicht gar zu sehr bereuen würde.

Sooo, auf ging's dann wieder; Richtung Herbram-Wald. Das lag eigentlich auf meiner Alternativroute, für die ich gar nicht den Südschlenker über Lichtenau hätte fahren müssen. Ich hatte nur Bedenken gehabt, die kürzere Strecke nicht richtig finden zu können oder auf übermächtige Steigungen zu treffen. Das war mir nun - da auch schon Neuenheerse und Dringenberg ausgeschildert waren - recht gleichgültig. Weiter ging's bergauf. Oft so, dass das Tempo um die 20 km/h bleiben konnte, oft aber auch nur zwischen 13 und 15 km/h. Nur gut, dass es immer dunkler wurde und ich den Tacho nicht mehr sah. So langsam, aber sicher spürte ich nämlich auch eine gewisse Beinermüdung. Insgesamt fühle ich mich aber noch pudelwohl und sang ein gar fröhlich Loblied aufs Zox. Aber auch auf den Abfahrten war es eventuell ganz gut, den Tacho nicht mehr sehen zu können. Huiiiii.

Zwar war der Tacho dunkel, aber Restlicht und Cyo Sport erlaubten weiterhin sicheres Fahren. Der Cyo gefällt mir von der Ausleuchtung spontan nicht so gut wie der gewohnte Edelux. Positiv macht sich die sehr hohe Montageposition bemerkbar.

Ab Herbram-Wald geht es dann hauptsächlich wieder abwärts; das Gelände bleibt aber natürlich wellig. In Dringenberg mache ich meine letzte kleine Trinkpause (erwähnte ich schon, dass ich für jeden Schluck anhalten muss, weil ich noch keinen Flaschenhalter montiert habe .... :eek:). Die Pause wird dann ein wenig länger, weil mich just da die Familie anruft und mal nachhört, wo ich denn wohl bliebe. Nach allgemeinen Gute-Nacht-Gespräche mit 3 Kindern und einem "nur noch 10 km" für die BEDW mache ich mich auf eben diese. Kurz vor 23:00 Uhr rollte ich in den Schloßhof, kurz nach dem ich das gefühlt dreihundertzweiundachtzigste Schützenfest auf meinem Weg passiert hatte ... ;)

Der Track verzeichnet 781 Höhenmeter; das ist für mich ollen Münsterländer schon ganz schön viel ... mehr auch, als ich bei meiner letzten Teuto-Querung mit dem Quest bewältigt habe.


Am Samstag habe ich meine Beine zwar gespürt, aber es gab keinen Muskelkater oder sonstige lästigen Beschwerden. Auch eine Kirchturmbesteigung war problemlos möglich. Und so war ich eigentlich guter Dinge, was die Rückfahrt am Sonntag anging. Aaaaaber ....


Für die Rückfahrt hatte ich mir überlegt, von Gehrden erst in Richtung Warburg zu fahren und dann in Richtung Paderborn -- Soest zu schwenken. Je nach Wohlbefinden wollte ich dann entweder weiterfahren oder von Soest aus die Bahn nehmen.
Es kam ganz anders. :eek: :( ... Nach etwas über 20 km war ich schon in Warburg so fertig, dass ich schon von dort aus einen Zug Richtung Hamm bestieg. Von Gehrden nach Warburg ging es in einer Tour bergab und bergauf, ich hatte leichte Magenprobleme, fühlte mich in der Nachmittagshitze überhaupt nicht wohl und hatte Maden in den Waden, Pudding in den hinteren und Bretter in den vordern Oberschenkelmuskeln. Nix gut.

In Hamm Bockum-Hövel stieg ich aus und fuhr noch ein paar km locker heimwärts.
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