Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Training für ROAM (Roll over America)
runwithdog
10.04.2011, 09:28
Moin,
ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"
Damit ich nicht nur frage, hier meine Trainingsplanung für die Deutschlandtour (Ziel: VM Überführung Anfang Juli,Grundlage für Freiwasserschwimmen Ende Juli )
Ich habe die letzten 3 bis 4 Wochen Grundlagen gefahren, zwischen 200 und 250 km / Woche. Auch im Winter bin ich regelmäßig geradelt, wenn auch ohne System, im Mitte Feb bis Mitte März ging nicht viel. (Daher ist die Brevetserie als die ursprünglich geplante Vorbereitung ins Wasser gefallen) Dazu kamen 2 bis 3 Läufe über 10 km. Als Ausgleich 1 bis 2 mal die Woche Fitnesscenter Schwerpunkt Rücken und Schulter.
Ab April variere ich stärker: Läufe reduziert auf 2mal, dafür einmal mehr Rad. Ziel 250+ km Rad / Woche, davon 1x über 120 km und 1x Tempotraining, sonst locker. 1x Fitnesscenter austauschen gegen Schwimmen. (Ich schwimme sehr sehr ungern im Hallenbad und schwimme ab etwa Pfingsten in der Ostsee, nach der VM Überführung steht noch ein 3km Freiwasserschwimmen "Fördecrossing" an, erfahrungsgemäß reicht das kurze Training locker aus) Mindestens 1 Ruhetag pro Woche.(Mo & Do)
Eine saubere Periodisierung der Wochen mag nicht recht gelinge, ich versuche das Training so zu steuern das ich die Woche vor Dienstreisen relativ intensiv trainiere und dann die Reise als Erholung nutze. Ich trainiere an bis zu 3 Tagen die Woche 2mal, wobei ich versuche unterschiedliche Muskelgruppen anzusprechen. (Gestern zum Beispiel 1 Stunde Schwimmen (noch locker/ Technik) und 50 km Rad, davon 30 km hohe GA2)
Heute plane ich 120 km lockere GA1.Montag dann Ruhetag...
Ich plane Formtests:
Mitte Mai plane ich ein Bergzeitfahren (Tour de Flatz) und dann Ende Mai (Ladelund, Sprint) und Mitte Juni (Herrenkoog, Olympisch) zwei Triathlons. Ich bin mir klar, das speziell das Laufen nicht ausreichend trainiert ist. Macht nichts, Ziel ist ja die VM Tour. Ein weiteres EInzelzeitfahren im Juni auf einem Flughafen ist auch noch geplant.
Ich trainiere praktisch nur auf dem Baron, die Wettkämpfe dienen mehr als Zwischenziele und der Motivation als das ich da wirklich was Reißen will.
Damit bin ich gut optimistisch die VM Überführung mit Spaß durchzustehen
Wie nur bereitet ihr Euch auf die ungleich anspruchsvollere Tour vor?
neugieriger Gruss, rwd
Grundvoraussetzung für eine gute Planung ist eine realistische Bewertung der Belastung durch das Training und die geplante Tour. Eine realistische Bewertung bezieht sich auf die Auswirkungen auf den Körper und nicht nur auf Trainings-Kilometer. Es wird aus Intensität, quantifizeirt mit Hilfe von Leistungsmessung(beste Lösung), Pulsmessung oder auch nur einer Intensitäts-Schätzung, sowie der Belastungszeit eine Kennzahl für die Trainingsbelastung abgeleitet (TSS - Training Stress Score). Daraus wird dann ermittelt, wie sich "Trainingszustand/Fitness" (CTL), "Aktuelle Belastung" (ATL) und "Form" mit der Zeit (Differenz CTL-ATL) entwickeln.
Das Konzept ist z.B. hier beschrieben
http://home.trainingpeaks.com/articles/cycling/what-is-the-performance-management-chart.aspx
http://home.trainingpeaks.com/articles/cycling/the-science-of-the-performance-manager.aspx
Man muss nicht die WKO+ Software kaufen, wenn man sich damit näher auseinander setzen will. In GoldenCheetah (Open Source) ist das Konzept ebenfalls umgesetzt, heißt aber wg. Trademarks anders ;) ("BikeScore").
Nach den Erfahrungen fühlt man sich überlastet, wenn CTL-ATL für ein paar Tage unter -20 sinkt. Bei CTL-ATL < -20 steigt auch das Risiko für Erkrankungen stark an.
Wenn man mit niedriger CTL (schlechtem Trainingszustand) in eine Woche Dauerbelastung geht, hilft nur, die Intensität (Geschwinidgkeit) gegenüber nomalen Touren nochmal deutlich zu reduzieren. Sonst gibt es Probleme. Die ATL wird stark steigen in dieser Woche.
Ich habe gerade keine Zeit, um das ausführlicher zu erklären. Nächstes WE kann ich das bei Interesse vielleicht weiter ausführen.
David
ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"
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Wie nur bereitet ihr Euch auf die ungleich anspruchsvollere Tour vor?
Ich weiss nicht genau wie es diesen Sommer sein wird, aber mein Training dieses Jahr unterscheidet sich umständehalber deutlich vom letzten Jahr.
2009/2010 bin ich den ganzen Winter hindurch mit dem Quest ins Büro gefahren, am Wochenende ergänzt durch Laufen und Trike fahren. Ab Frühjahr habe ich diesen Rhythmus etwas lockerer, weil zeitlich flexibler fortgesetzt, statt zweimal täglich dann nicht täglich und nur einmal, dafür aber immer mal wieder Strecken mit etwas Klettern anstatt der praktisch flachen Fahrten ins Büro.
Mein Test für ROAM war die 12-Tagestour ohne Ruhetag rund um Norddeutschland im Mai -- mit vollem Campinggepäck (ca. 15+ kg) an Bord, bei ziemlich kaltem und nassem Wetter. Etliche Tage dabei mit über 200 km, im Schnitt 163 km täglich. Das ging gut; die zweite Woche deutlich besser als in der ersten Woche, obwohl diese mehr Höhenmeter hatte.
Ich weiss also, dass es geht.
2011 kann ich fast nur noch an den Wochenenden fahren; dafür gehe ich 2-3 mal die Woche laufen, jeweils ca. 10 km. Januar/Februar bin ich sehr wenig gefahren; jetzt etwas mehr, aber immer noch weniger als die Hälfte meiner letztjährigen Kilometerleistung. Subjektiv fühle ich mich etwas schwächer als 2010 vor der Mai-Tour (danach war ich für mein Gefühl richtig fit), aber nicht schlecht. Meine Standardrouten fahre ich kaum weniger schnell als letztes Jahr.
Bis zum Sommer will ich einige längere Strecken einbauen.
ROAM macht mir keine Sorge, denn ich meine, eine ordentliche Grundlagenausdauer zu haben (laufe seit bald 15 Jahren wieder regelmäßig), und werde gut 30 kg weniger bewegen müssen als letzten Mai: 10 kg weniger Gepäck, 10 kg weniger Fett (die habe ich letzten Mai verbrannt und seither nicht wieder zugenommen) und 10 kg weniger Quest.
Die erste Woche in den Rockies wird hart; da will ich mich schonen und vor allem sehen, die Knie nicht zu überlasten. Danach wird es laufen.
Wettkämpfe und dergleichen bestreite ich nicht; ich bin eher ein Ausdauertyp.
Jupp
meine persönlichen trainingsziele:
300 km/woche rad
2x ca 2h laufen
2x krafttraining.
laufen konstant im GA-Bereich, radfahren tendenziell mit nicht allzu hoher, aber variabler pulsfrequenz. dazu 1-2 (teamsport-)trainings mit hoher sprintbelastung.
dazu kommen jetzt ab den frühjahr einige mehrtagestouren mit ca. 200km/tag.
should do :-)
lgbenjie
ich lese mit großem Interesse den Faden über ROAM und möchte ihn nicht verwässern. Ich bin von Jupps Organisation mächtig beeindruckt und bewundere alle Teilnehmer. Ich traue mich so was nicht. Von "urlaubstechnischnen" Gründen mal abgesehen- ich wüsste nicht wie ich das körperlich schaffen sollte. Ich habe schon vor meiner geplanten VM Überführung und Deutschland durchfahrt Respekt und trainiere. Und das sind nur zwischen 150 und 220 km am Tag, gut eine Woche lang. Wie also bereitet man seinen Körper auf einen Monat (fast) jeden Tag 300 km vor. Ich meine jetzt nicht die CAS dieser Welt, sondern die "Ottonormalvelomobilisten"
Bei ROAM vermute ich ganz stark, das mindestens die Hälfte nicht weiss worauf sie sich einläßt!
30 Tage zu radeln mit min. 200km am Tag und max 2 Tage Ruhe ist schon recht heftig.
Vermutlich wird der Amerikansiche Asphalt gegenüber dem Deutschen auch nochmal 10-15% Speed klauen.
Entgegen den Wunder-KMH-Zahlen die hier berichtet werden, wird wohl die Masse mit einem CruisingSpeed von unter 30, eher so an 25 durch die Lande fahren...
Auf jeden Fall ist es schon mal eine Gute Eigenschaft die Schwierigkeiten nicht zu unterschätzen.
Ich schätze die Zahl noch deutlich höher ein, wer ist denn wirklich schonmal 4500 km in einem Monat gefahren? Da kann man im Vorfeld nur so viel wie möglich fahren und sich überraschen lassen.
Also, in den letzten vier Wochen habe ich gerademal 1400km geschafft. Darunter waren jeweils zwei Touren von ca. 175km mit relativ wenigen Höhenmetern (400 + 900), und eine mit 100km/2400hm (aber mit dem MTB :o). Alles andere waren Fahrten von und zur Arbeit mit diversen Umwegen. Für richtige Berge sind die Umwege dann aber doch etwas weit.
Die langen Touren ohne viele hm sind ja auch kein Problem. Ich staune immer wieder darüber, wie wenig Leistung beim Milan (und vermutlich auch bei anderen VM) nötig ist, um in der Ebene 35km/h zu fahren. Auch wenn ich das Hügelchen davor nur mit knirschenden Zähnen raufgekommen bin.
Mehr Trainigszeit ist bei mir aber leider nicht drin. Ein Tag am Wochenende, ansonten vielleicht mal schnell eine Stunde zwischendurch. Ich weiß also, das es am Anfang von ROAM *richtig* eklig für mich wird. Das kann ich nicht ändern, und darum mache ich mir deswegen auch keinen Kopf und bin tiefenentspannt :). Wenn bergauf der Akku leer ist, werde ich nichts erzwingen und meinen gebuchten Besenwagenplatz aufsuchen. Und dann gibt es ja noch die Etappen hinter den Rockys :cool:.
runwithdog
11.04.2011, 14:15
Moin,
danke für die Antworten soweit. Besonders spannend fand ich die Links von Lida. Die Definitionen sind für mich jetzt nichts wirklich Neues, aber interessant auf den Punkt gebracht. Den Wechsel von Be- und Entlastung in Mikro und Makrozyklen kenne ich von manchen Trainingsplänen... Zum Glück scheinen hier nioht alle mit SRM oder ähnlichem herum :-) sonst würde ich auch noch ins Grübeln kommen.
Auch ich versuche mit Laufen schwierig zu bewerkstelligende Radeinheiten teilweise zu kompensieren- da ich vom (Breitensport)Triathlon komme bietet sich das auch an :-) Leider muss ich mangels Talent (mit dem Storch gepokert und die Beine gewonnen) viel ackern um einigermassen durchzukommen.
Deshalb bin ich ja neugierig wie Andere dies Herausforderung angehen... da kann man was Lernen:-) Einfach versuchen trau ich mich nicht.
Grüsse, rwd -Endlich Frühling!
olek1311
11.04.2011, 16:49
Ich bin persönlich auch sehr gespannt, wie ROAM ausgeht.
Für mich eine schier unvorstellbare Leistung, die da auf die Fahrer wartet.
Klar kann man auch mal 200 km am Tag fahren, aber so viele Tage hintereinander finde ich schon Grenzwertig. Der Körper braucht nun mal seine Ruhezeiten. Ein Spaß wirds bestimmt nicht.
Der Besenwagen sollte für viele Fahrer der Notanker sein. Das benutzen schwächt aber sicherlich die eigene Motivation und kann sich psychologisch vielleicht auch recht Negativ aufs weiterfahren auswirken. Wenn man erst mal Gebrauch vom mitgenommen werden gemacht hat, geht das eigene weiterkommen mit Sicherheit schwerer.
Es wäre für mich auch interressant, zu erfahren, welche Ziele sich die einzelnen Teilnehmer stecken und mit welcher Motivation sie an die Sache rangehen.
Was man liest, ist ja jetzt schon die Spaltung in mehrere Lager, die Schnellen und die Langsamen und die die einfach dabeisein wollen, egal wies ausgeht etc.
Da reisst das Feld sicher arg auseinander. Und dann wird das ganze ein Einzelkampf?
Wie groß ist das Feld der gemeinsamen Fahrer? Kannste nach einer Pinkelpause die andern noch einholen?
Da gehen mir Fragen über Fragen durch den Kopf. Echt spannend.
Ich hoffe, dass man hier noch viel über den Trip zu lesen bekommt.
Also erst mal mein Respekt an alle Fahrer!
Grüße
Oliver
Ich schätze die Zahl noch deutlich höher ein, wer ist denn wirklich schonmal 4500 km in einem Monat gefahren? Da kann man im Vorfeld nur so viel wie möglich fahren und sich überraschen lassen.
5100 km sinds nach der aktuellen Planung, hab mal zusammenaddiert.
Nachdem ich im Urlaub schonmal 2100 km (13 Hkm) in 10 und 3200 km in 15 Tagen (11Hkm) gemacht habe ist das schon zu packen. Allerdings sind Tage wie der 30. mit gut 250 km und 2500 Hm schon recht heftig, wenn man mal nen schlechten Tag hat. Etwas gleichmäßiger verteilte Belastungen wären besser, aber das lässt sich wohl mit den Campingplätzen und Zwischenzielen nicht so ohne Weiteres machen.
Und das Dumme in der Gruppe ist halt, daß entweder der Langsamste das Tempo bestimmt oder die Gruppe auseinanderreißt. Und bei dieserTour kann man halt nicht auf den Pinkler warten. Wird wohl jeden Tag ein kleines Brevet geben.
Gruß,
Tim
Was man liest, ist ja jetzt schon die Spaltung in mehrere Lager, die Schnellen und die Langsamen und die die einfach dabeisein wollen, egal wies ausgeht etc.
Da reisst das Feld sicher arg auseinander. Und dann wird das ganze ein Einzelkampf?
Geplant sind 3er Gruppen, die sind flexibler und Pinkelpausen bleiben im Rahmen.
Allerdings sind Tage wie der 30. mit gut 250 km und 2500 Hm schon recht heftig,
Soo extrem schlimm ist der Tag auch nicht. Vermutlich sind die Bikemap Höhenmeter da eh übertrieben (besonders falsch sind die HM vom Tag 4). Meine (auch nicht sehr genauen) Berechnungen sind im Wiki (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america#tag2) und hier:
1906519066
Ich meine, das Ende der Tour die Alghenies (oder so ähnlich) wird schlimmer.
Das eigentliche Problem bei ROAM ist m.e. die Hitze (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america&s%5B%5D=roam&s%5B%5D=wetter&s%5B%5D=pre1&s%5B%5D=2002&s%5B%5D=8&s%5B%5D=png#temperaturen). Diese Vermutung wurde durch die letzten Tage bestärkt. Deshalb werde ich ROAM mit der Leiba XS und nicht mit dem Quest fahren. Die Leiba hat eine deutlich bessere Durchlüftung und eine größere Einstiegsluke.
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5383.png
BTW: Mein Trainingsziel für ROAM ist 700km/Wochenende. Eben, weil ich kaum mehr als zwei Tage am Stück trainieren kann. Zur Zeit bin ich noch bei 500km/WE.
um mal auf DEINE Tour zurück zu kommen: ;)
Du fährst ja nicht mit 'ner kalten Hose los. Dein Körper wird durch das TA-Training auf die Ausdauerbelastung der Überführungsfahrt ausreichend vorbereitet sein. Probleme wirds nur bei Hügeln geben, die Topographie bei Dir ist für entsprechendes Training ja nicht gerade förderlich.
Du kennst Deinen Körper am besten, und ich vermute mal, das es Dir bei Deiner sportlichen Vorbelastung nicht passieren wird, zu überdrehen. Ich bin auf meinen wenigen >200km/Tag-Touren immer gut damit gefahren, nach etwa 75-90min eine kurze Pause von 5-10min einzulegen. Vorzugsweise in einem Steh-Café oder ähnlichem. Essen, Trinken und die Entsorgung desselben. Dann noch ein paar Schritte gehen, und weiter. Eine längere Pause immer dann, wenn es sich gepasst hat (längerer Anstieg in Sicht, gerade ein Motivationsloch in der Nähe eines Supermarktes ;) oder einfach nur ein schöner Platz zum Pausieren)
Da ich die Touren vorher immer penibel geplant und vor allem Höhenmeterarm gestaltet habe, bin ich guten Gewissens losgefahren, mit Respekt zwar, aber nicht mit Grauen (abgesehen vielleicht von der Durchfahrt von Frankfurt/Main - da ich keine Alternative sah, war aber auch das zu ertragen).
MMn wird das Gelingen Deiner Tour, ebenso wie mein Überleben bei ROAM, in erster Linie im Kopf entschieden. Vorgestern und heute gab es daher auch Mentaltraining :D:
Samstag 105km mit 2400hm auf dem MTB, mein Ar... war not amused...
Und heute habe ich nach der Wettervorhersage für die nächsten Tage kurzfristig entschieden, das meine Arbeit bis morgen warten kann und bin mit dem Milan in der prallen Sonne noch einen kleinen Umweg mit extra hm gefahren. Zu Hause angekommen, erstmal auf den Balkon in die Sonne, um dann 20min später noch eine Runde um den "Berg" (50km, 600hm) zu fahren. Auf der anderen Seite des Berges fand ich die Idee im Angesicht der sich vor mir auf den nächsten 2500m um 200m höher schlängelnden Straße nicht mehr so toll, und meine Beine waren ganz meier Meinung. Irgendwie gings mangels Alternativen aber doch, und so hatte ich heute 115km und 1100hm auf dem Tacho und mir gehts trotzdem gut ;)
Und ich bin ja eigentlich 'ne Schluffe. Also mach Dir mal keine Sorgen, das wird schon...
bike_slow
11.04.2011, 21:10
Und ich bin ja eigentlich 'ne Schluffe.
ja, schon klar.
/SCNR
kurze Pause von 5-10min
@rwd:
Madeba hat schon recht, DU brauchst Dir wegen der Questüberführung keine Sorgen machen. Nicht vergessen: Du fährst ein Quest. Das fährt auf der Ebene fast ohne Treten (solange Du gemächlich fährst). Wenn Dir der Hintern, die Knie oder Fußballen Signale liefern, die Du nicht so gern hast, dann mach Pause, vertrete Dir die Beine, geh ein paar Meter barfuß, trink ne Cola, iß ein paar Gummibärchen und Du bist wieder fit. Den einzigen Stress, den Du haben wirst sind die vielen Stinkkisten (aber Du willst es ja so ;-) ).
vg
Thomas
runwithdog
11.04.2011, 21:33
Moin
danke Madeba, ich bin auch optimistisch das wenn ich das Training jetzt so einigermaßen halten kann die Sache gut klappt und Spaß macht. Ich hab Reapekt und bereite mich eben auch vor. Ich hab noch einen Reservetag in der Planung. Aber gerade weil ich schon dafür recht konsequent trainiere - und das neben Beruf und Familie schon eine Menge Koordination erfordert finde ich es spannend zu lesen wie Andere sich auf die wesentlich grössere Herausforderung vorbereiten.
Ich hab zum Beispiel schon mein Zelt wieder herausgekramt, die Nähte neu versiegelt- Them a rest und Schlafsack gecheckt und mache mir derzeit Gedanken wie ich die Bekleidung so zusammenstelle das es möglichst leicht wird, ich aber auch abends präsentabel bin. Dafür habe ich mir zum Beispiel neue Schuhe mit SPD gekauft - die sehen einfach neutraler aus als meine bisherigen Shimanotreter.
Schwerpunkt ist natürlich der Formausbau...
Gruss, rwd ´
DanielDüsentrieb
11.04.2011, 22:17
Hi
Ich mache mir ersthafte Gedanken über die Fahrer die langsame VMs fahren. Go one3 auch noch ungetunt ( kann Mann schließlich 7km/h schneller machen), Leiba egal welche alle recht lahm.
200-300km sind kein Zuckerschlecken. Das besondere ist hierbei jeden Tag.
Mit den langsamen Vm wird keiner dauerhaft 35 fahren können wahrscheinlich sogar nur 30.
Mit der SLR Klasse halte ich es fast nicht für möglich unter 45zu fahren. Es werden also gut 15 km/h diverenz sein. Dann ist es noch so das die er fitteren auch noch die schnelleren Fahrzeuge haben.
Ich sehe darin ein Problem.
Lida bitte schreibe etwas über das oben angesprochene.
Fange jetzt auch erst langsam an mit etwas Training. Bin bis vor kurzem nur eine gute Stunde/Woche gefahren ( allerdings diese er flott).
Ich mache mir ersthafte Gedanken über die Fahrer die langsame VMs fahren.
200-300km/d sind mit der Leiba kein Problem.
Da mache ich mir eher Gedanken, wie die Insassen der fahrenden Treibhäuser und Sardinenbüchsen ihre Temperatur im überlebensfähigen Bereich halten. Nehmt Ihr Solarzellen und Peltierelemente mit? ;)
Dann ist es noch so das die er fitteren auch noch die schnelleren Fahrzeuge haben.
Du darfst gern zwei Stunden länger schlafen und zwei Stunden früher ankommen. Absolut kein Problem.
Ein Problem wird's nur, wenn zuviele Fahrer sich auf den Besenwagen verlassen.
Reinhard
11.04.2011, 23:47
Mit der SLR Klasse halte ich es fast nicht für möglich unter 45zu fahren.
Ich kann Dir zeigen, wie das problemlos geht ... :D.
Zudem glaube ich nicht, das Du > 200 km mit 45 km/h fährst und Deine SLR-Klasse muss erst noch beweisen, das sie überhaupt die Distanz schafft ... die "ganzen lahmen Kisten" sind i.d.R. schon alle mehr gefahren ;).
Dass es unterschiedliche starke Fahrer und -innen geben wird ebenso wie unterschiedliche schnelle Fahrzeuge, ist bei einer Gruppe dieser Größe nicht anders zu erwarten. Wir werden in kleinen Gruppen fahren, die sich finden werden und das Feld wird sich den Tag über auseinanderziehen.
Wer langsamer fahren will und mehr Pausen möchte, wird früher losfahren wollen und müssen. Irgendwann um die Mittagzeit werden die meisten Fahrer wieder zusammentreffen und dann auf jeden Fall abends. Verteilt zu fahren ist schon wegen des Verkehrs ratsam.
Ich wünschte nur, wir bekämen ein Life Tracking für etliche der vm hin -- dann gäbe es die Chance, zu wissen, wo die anderen ungefähr sind.
Wer schneller da ist, hat mehr Zeit, die Ankunft der anderen vorzubereiten oder sich schon frisch zu machen für Reparaturen. Das hat Daniel ja schon zugesagt -- worüber ich mich sehr gefreut habe.
Die Hitze wird sicher ein Thema; nach meiner vm Reiseerfahrung eines mit dem sich besser umgehen lässt als mit dem Gegenteil. Wir werden zusehen, dass die Tour immer mal wieder am Wasserwagen vorbeikommt zum Nachfassen.
Thomas Hitzebild zeigt aber gut, dass unsere Route mit Bedacht die relativ günstigen Temperaturregionen nutzt.
Die Koorekturen an den Höhenmeterdaten von bikemap.net sind mir willkommen -- solange bikempa zuviel annimmt wird es uns allen recht sein (die Prüfung zeigt bisher dass Abweichungen nach oben die Regel sind).
Hart wird es trotzdem, aber nicht zu hart. Neben einer gewissen Grundlagenausdauer halte ich die Erfahrung von einigen längeren Tagesetappen nach einander für wesentlich. Das schafft Ordnung im Kopf und man weiss besser, wie es sich anfühlt. Es verändert den gesamten Biohaushalt des Körpers, man merkt es auch in Ruhe, nachts auch.
Haben wir erstmal die Ebenen erreicht (die ja nicht einfach nur flach sind), wird der Unterschied im Reisetempo deutlicher zutage treten. Wir haben dann eine Folge längerer Etappen, die mit einem 25er Schnitt rund 10 Stunden Fahrzeit am Tag bedeuten, ohne die Pausen. Etliche werden auf dengleichen Strecken einen 30er Schnitt fahren, einige sicher auch deutlich schneller und entsprechend eine, zwei oder mehr Stunden früher ankommen. Das muss kein Problem sein, wenn die 25er weniger Kraft aufwenden müssen -- sie sollten nur ihre Gelenke und Sehnen an die Dauerbelastung heranführen.
Es gibt schließlich ja auch noch die Ruhetage -- bis auf den Tag in Chicago sind das auch solche, an denen wenig gefahren wird.
Meine Vorfreude steigt jedenfalls täglich, nur gedämpft durch all das was noch zu tun ist. Das wird eine tolle Tour an die wir alle noch lange denken werden.
Jupp
Ein Problem wird's nur, wenn zuviele Fahrer sich auf den Besenwagen verlassen.
Das sind doch Sprüche, lieber n bischen tief stapeln :) Wie sich das Ganze anfühlt werden wir wissen wenn wir da sind, das lässt sich vorher schlecht simulieren. Der Punkt mit dem eventuell sehr groben Asphalt den Rene angesprochen hat, der macht mir auch etwas Sorgen.
DanielDüsentrieb
12.04.2011, 00:38
Reinhard
Meinst Du das ernsthaft das die Fahrzeuge das noch beweisen müssen?
...
Mit den langsamen Vm wird keiner dauerhaft 35 fahren können wahrscheinlich sogar nur 30.
Mit der SLR Klasse halte ich es fast nicht für möglich unter 45zu fahren. Es werden also gut 15 km/h diverenz sein. Dann ist es noch so das die er fitteren auch noch die schnelleren Fahrzeuge haben.
Ich sehe darin ein Problem.
...
zähl doch mal durch, wie viele VM der "SLR-Klasse" dabei sind. Das Problem der endlos langen Warterei am Tagesziel stellt sich nur für Dich :p ;).
Für den Fall, das Du nicht ausgelastet sein wirst, nehme ich ein Seil mit. Dann darfst Du mich die Berge hochziehen :dafuer:
Smilingdevil
12.04.2011, 07:49
Hi
Ich mache mir ersthafte Gedanken über die Fahrer die langsame VMs fahren. Go one3 auch noch ungetunt ( kann Mann schließlich 7km/h schneller machen)
Hey Daniel.. an DER Stelle hätte ich mal Tipps erwartet WIE ich die 7 km/h in meiner lahmen Ente finden könnte.. außerdem, ich lass mich gerne von dir überreden dein Evo-R zu fahren.. mußt du nicht lange betteln für.. (aber ein klein wenig schon..) ;-) Ich ruf dir die Tage mal an, solltest Du diesen post überlesen.
Gruß, Axel
...
Der Besenwagen sollte für viele Fahrer der Notanker sein. Das benutzen schwächt aber sicherlich die eigene Motivation und kann sich psychologisch vielleicht auch recht Negativ aufs weiterfahren auswirken. Wenn man erst mal Gebrauch vom mitgenommen werden gemacht hat, geht das eigene weiterkommen mit Sicherheit schwerer.
...
der Besenwagen ist für mich auch nur ein Notanker. Aber er ist da, und gerade das Wissen darum stärkt meine Motivation, ROAM mitzufahren. Ich mag mir nicht vorstellen, kraftlos irgendwo in der Pampa liegenzubleiben. Bei dem knappen Zeitplan hast Du keine Chance, die Truppe wieder einzuholen.
Vielleicht wurde ich auch falsch verstanden: ich will den Besenwagen auch nicht nutzen, im Gegenteil. Aber ich denke, ich kann meine Leistungsfähigkeit ganz gut einschätzen und möchte nicht aus falschem Ehrgeiz oder Übermotivation den Rest der Tour für mich aufs Spiel setzen.
...mache mir derzeit Gedanken wie ich die Bekleidung so zusammenstelle das es möglichst leicht wird, ich aber auch abends präsentabel bin. Dafür habe ich mir zum Beispiel neue Schuhe mit SPD gekauft - die sehen einfach neutraler aus als meine bisherigen Shimanotreter...
na also ! Wenn Du der Meinung bist, Dich abends nach rd. 200km noch irgendwo "präsentieren" zu können, ist der Kopf ja schon bereit für die Tour ;)
Meine Bescheidene Erfahrung zum Thema:
was auch immer Du mitnehmen möchtest: lass die Hälfte davon zu Hause, und es ist trotzdem noch unnützes Zeug dabei.
Das sind doch Sprüche,
Ist doch klar, daß der Daniel Werbung für seine (neuen) Fahrzeuge machen will. Nicht umsonst sind die Namen der kommerziellen Forumsteilnehmer rot eingefärbt.
Der Punkt mit dem eventuell sehr groben Asphalt den Rene angesprochen hat, der macht mir auch etwas Sorgen.
Mir auch. Ich hatte irgendwo und hier (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america&s%5B%5D=roam#fahrbahnbelag) schonmal drauf hingewiesen. Ein besonders abschreckendes Bild verlinke ich hier mal direkt (Danke, Dirk).
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5384.png
Joerg046
12.04.2011, 09:11
Mit der SLR Klasse halte ich es fast nicht für möglich unter 45zu fahren.
Doch, ist möglich, geht aber arg auf die Bremsen ;)
Ich mach mir eher Sorgen, um das langsame Fahren bergauf im Evo R "Schneewitchensarg". Wird bestimmt kuschelig warm. Ich bin ja schon im Winter "oben ohne" gefahren.
Hi Leute,
wenn ich diesen Belag sehe, dann könnte es schon schwierig werden 45 halten zu können. Hinzu kommt die Hitze. Wie war es denn am Reichelsdorfer Keller, da hatte man auch gemeint man könnte kocker mit 50-55 eine Stunde durchheizen. Pustekuchen, der Belag war zu kräftemordend. Man sollte den Belag nicht unterschätzen.
Das sind doch Sprüche,
Ist doch klar, daß der Daniel Werbung für seine (neuen) Fahrzeuge machen will.
Ich verwahre mich dagegen so zitiert zu werden! Das kann ich auch:
Nicht umsonst sind die Namen der kommerziellen Forumsteilnehmer...besonders abschreckend...
:D
olek1311
12.04.2011, 11:49
an DER Stelle hätte ich mal Tipps erwartet WIE ich die 7 km/h in meiner lahmen Ente finden könnte..
Kannste auch von mir haben: schneller treten! :D
Aber im Ernst. Als ich Dich in Kahl gesehen habe, kamen mir natürlich Zweifel, ob und wie man mit einem alten VM eine solche Strecke bewältigen kann.
Und so glücklich hast Du auch nicht ausgesehen, als Du bei dem Treffen angekommen bist.
Wie siehst Du denn Deine Chancen realistisch?
Kannst Du das materielle Defizit mit Kraft und Ausdauer gut machen? (Haste zwischenzeitlich mehr Trainiert?)
Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Materialschlacht werden muß, um einigermaßen "trocken" am Ziel einzutreffen.
Nicht umsonst sind die Trends zu leichteren VMs gesetzt.
In einem Alleweder oder Go-one³ ist es sicherlich schwer, oder gar unmöglich ROAM zu bestreiten... mal so als Provokation in den Raum gestellt.
Grüße
Oliver
hank1970
12.04.2011, 11:51
Ein besonders abschreckendes Bild verlinke ich hier mal direkt (Danke, Dirk).
Jo, so kenne ich das. Bin in den Jahren in denen ich in Texas gelebt habe jährlich das Hotter 'n Hell 100 mitgefahren. Dort ist der Belag an vielen Stellen ähnlich und man hat viel Spass darauf mit dem Rennrad.
runwithdog
12.04.2011, 12:05
Moin,
bei der täglichen Laufleistung erscheint mir auch die Ernährungsfrage wichtig. Als ich vor zwei Jahren meine einizge Mitteldistanz absolvierte (hat viel Spass gemacht, aber vom Training nicht recht famlienkompartibel) waren Flüssigkeitstests sehr wichtig. Ich habe dann schließlich eine Mixtur gefunden die ich ausreichend trinken konnte ohen den Magen zu übersäuern. Im VM denke ich das ich im Juli ordentlich schwitzen werde, also werde ich Elektrolytpulver mitführen und dann unterwegs anrühren.
Auf den Brevets letztes Jahr haben sich Brötchen & kurze Pause an den Kontrollen gut bewährt, unter höherer Last vertrage ich das nicht mehr. Für MEINE Tour plane ich brevetmäßige Belastung (Pulskontrolle!) und lecker Schmankerln vom Wege:-) Ein paar eher körnige Energieriegel werd ich auch mitführen. Vielleicht noch ein paar Powerbars. Der Döner am letzten Sonntag als Zwischenverpflegung hat sich leider nicht bewährt.
Gruss, rwd
Haben wir erstmal die Ebenen erreicht (die ja nicht einfach nur flach sind), wird der Unterschied im Reisetempo deutlicher zutage treten. Wir haben dann eine Folge längerer Etappen, die mit einem 25er Schnitt rund 10 Stunden Fahrzeit am Tag bedeuten, ohne die Pausen. Etliche werden auf dengleichen Strecken einen 30er Schnitt fahren, einige sicher auch deutlich schneller und entsprechend eine, zwei oder mehr Stunden früher ankommen. Das muss kein Problem sein, wenn die 25er weniger Kraft aufwenden müssen -- sie sollten nur ihre Gelenke und Sehnen an die Dauerbelastung heranführen.
ich glaube auch, dass die konditionellen schwierigkeiten (die kommen werden) nicht das größte problem sein werden. aus dem vm kotzen, ein cola reinpfeifen und noch ein paar dutzend kilometer weiterfahren geht notfalls. mit kaputten schleimbeuteln/sehnen/meniskus etc. geht halt gar nichts mehr, und zwar längerfristig (ok, es gibt voltaren, aber auch da gibt es grenzen). daher glaube ich, dass vorbeugendes krafttraining - der einzig wirksame schuzu gegen gelenksüberlastungen - wirklich ganz wichtig ist.
benjie (zwei operierte knie)
Raue Strasse - Wohl auch Rennreifen mordend ...
Jörg
Na, Daniel, Du ... Wer hat denn den Rekordversuch letztes Jahr zu schnell angegangen und mußte dann aufgeben? Wenn ich mich recht erinnere, war Dein Kommentar: "... bin eher der Sprinter ...".
Ich glaube nicht, das dem tollen Vorhaben mit Muskelspielen gedient ist. Auch Velomobile, die nicht exklusiv von Dir getunt sind sind brauchbar. Eventuell haben diese sogar den Vorteil, dass dort etwas besser pannensichere Reifen verwendet werden können ... Ich bin mal auf die Statistik am Ende gespannt!
Jörg
So ganz ohne Erfahrung oder Testwoche würde ich mich da nicht dran trauen.
Ich würde jetzt an Ostern an 5, 6 oder 7 Tagen (5 Tage gingen ja sogar ohne Urlaub) je eine Tour von mehr als 200 km mit dem VM machen, mit den hier diskutierten Geschwindigkeiten ist das ja zeitlich auch keine allzugroße Belastung (ca. 6 bis 7 Stunden pro Tag).
Dann wüsste ich, auf was ich mich da in den Vereinigten Staaten letztlich einlasse und könnte schon vom Kopf her mit einem guten Gefühl an die Sache rangehen, ohne mir etwas vorzumachen. Das würde ich definitiv brauchen!
Aber das nur aus meiner Sicht aus sicherer Entfernung zu dieser Herausforderung ... :eek::)
flux.
hank1970
12.04.2011, 14:16
Es ist allerdings auch so, dass man wenn man zumindest gewisse Grundvorraussetzungen mitbringt auch viel durch Willen wettmachen kann. Und spätestens ab der zweiten Woche fällt es einem auch wieder leichter.
Ich bin letztes Jahr auch ohne vorheriges Training (dazu fehlte mir leider einfach die Zeit) mit meinem Bruder die Elbe von Dresden nach Hamburg gepaddelt. Die ersten drei Tage war es echt hart und danach hatte sich der Körper ganz gut adaptiert.
DanielDüsentrieb
12.04.2011, 14:39
Na, Daniel, Du ... Wer hat denn den Rekordversuch letztes Jahr zu schnell angegangen und mußte dann aufgeben? Wenn ich mich recht erinnere, war Dein Kommentar: "... bin eher der Sprinter ...".
Ich glaube nicht, das dem tollen Vorhaben mit Muskelspielen gedient ist. Auch Velomobile, die nicht exklusiv von Dir getunt sind sind brauchbar. Eventuell haben diese sogar den Vorteil, dass dort etwas besser pannensichere Reifen verwendet werden können ... Ich bin mal auf die Statistik am Ende gespannt!
Jörg
Warum denn gleich so negativ!
Nein ich bin es nicht zu schnell angegangen. Ich hatte ein Durchblutungsproblem. Ich bin schon 24h am Stück gefahren. Große Touren haben ich auch mit guten Leuten gemacht. Trotz Sprinter eindeutig leistungsfähigster.
Für Dich sage ich es auch wörtlich bei den Bedingungen wie Belag Hitze sehe ich für einige Leute kein durchkommen.
Natürlich bauen auch andere schnelle Vms. Habe nie etwas gegenteiliges behauptet. Leg mir so etwas bitte nicht in den Mund. Ausreden hatte ich ein 3er und bin selber nicht der schlechteste.
Eine Möglichkeit ist wirklich das man Fahrzeuge auch mal tauscht
Warum denn gleich so negativ!
:D
Freut euch, die ihr da mitfahren könnt ... Glaub' mir, ich beneide euch ... Einfach mal sehen wie es am Ende aussieht. Ist doch eigentlich egal wieviel Zeit man braucht, oder sollte es doch ein Rennen sein? Ich denke es ist 95% Priorität, dass alle gesund durch die Tour kommen - und, wenn es geht ohne die Benutzung des "Besenwagens" - vermutlich wird sich allerdings nicht vermeiden lassen, dass sich jemand den Magen verdirbt (bloß kein Budweiser trinken), oder ähnliches ...
Jörg
...
Eine Möglichkeit ist wirklich das man Fahrzeuge auch mal tauscht
Moin, ich denk das Fahrzeug so an sich wird nicht so sehr das Problem sein....
Bei langen Strecken wie ROAM oder auch Brevet tun sich einfach andere Porbleme auf.
Ich vermute mal auch ein Rennradler oder MTBLer könnte gut mit euch mithalten.
Das Problem wird sein das man sich Wund scheuert. Sehnen nicht mit machen.Der Sitz irgendwo drückt...
Eigentlich alles Bequemlichkeitssachen die man für ein paar Stunden ignorieren kann.
Aber eben nicht für ein paar Tage.
Wenn der Po durch Feuchtigkeit und Bewegung wund wird fährt man darauf nicht mal eben ne Woche weiter.
Wenn du eine Druckstelle am Schulterblatt hast, dann wird die einen auch bis zum Geht nicht mehr nerven....
Ich sitze im SL auch noch nicht so gut wie ich im Quest saß, da muss ich zb auch noch optimieren.
Es sei auch anzumerken das man zb im Milan wegen dem Deckel(ok man kann ich auch ab machen) mehr in der Feuchtigkeit sitzt als bei einem Quest wo man meistens ohne Deckel fährt.
Und Feuchtigkeit ist der Feind jeder Haut an bewegten Stellen.
Tschö
René
Das sind doch Sprüche,
Ich verwahre mich dagegen so zitiert zu werden!
Entschuldigung Felix. Dann habe ich Dich falsch verstanden. Hättest wenigstens in Deiner Verwahrungsmail eine Interpretationshilfe geben können.
Vielleicht wurde ich auch falsch verstanden: ich will den Besenwagen auch nicht nutzen, im Gegenteil. Aber ich denke, ich kann meine Leistungsfähigkeit ganz gut einschätzen und möchte nicht aus falschem Ehrgeiz oder Übermotivation den Rest der Tour für mich aufs Spiel setzen.
OK. Jetzt habe ich es richtig verstanden. Im selben Sinne verlasse ich mich auch auf den Besenwagen.
Deckel weglassen empiehlt sich auf jeden Fall -- dafür eventuell das Flevodach einsetzen um etwas mehr Schatten zu bekommen.
Wegen der anderen Wehwehchen rate ich ja gerade dazu, mal ein paar Tage am Stück je rund 200 km zu fahren. Ob der Sitz drückt und welche Sehne zum zwicken neigt, kann man nur so erfahren, auch wie es um die Grundlagenausdauer steht, Trainingsplan gibt ja weniger her als das Gefühl am eigenen Leib.
Windstellen sollte es mit richtiger Kleidung und richtigem Sitzabstand kaum geben. Viele stellen zu lang ein mit dem Ergebnis, dass die Hüften sich mitbewegen und damit zusätzliche Bewegung in den Rücken einleiten. Lieber zwei oder drei cm zurück mit dem Tretlager, dass das Becken ruhig steht, nicht zuviel Druck machen wegen der Knie. Ein VM nicht den Berg hochzwingen (geht bei Hügeln bzw kurzen Anstiegen, ungefähr die 7 Sekunden Regel einhalten), sondern hochkurbeln, entspannen nicht krampfen. Kraftreserven aus der Bauchmuskulatur ziehen, ist wie ein Soft-Turbo, wenn man es kann.
Empfindliche Scheuerpartien liegen zwischen den Beinen -- besser keine üblichen Sporthosen mit Netzinnenhose nehmen, das scheuert nach ein paar Stunden. Anliegende Boxer mit glatten Innennähten sind besser, man kann ja Shorts drüberziehen. Solange der Rücken ruhig auf der Sitzmatte liegt, scheuert da nichts, obwohl der Rücken tropfnass werden wird.
Jupp
Moin, ich denk das Fahrzeug so an sich wird nicht so sehr das Problem sein....
Bei langen Strecken wie ROAM oder auch Brevet tun sich einfach andere Porbleme auf.
Genau, ihr hängt da viel zu viel in technischen Krimskram, Vorbereitung OK, Technik muß bewährt sein, keine Experimente mit "neuer Technik" aber, wichtiger ist die Psyche.
USA iat das Land der weiten Wege, die Straßen sind schnurgerade, lang und einsam, bei entspechender Hitze kann es ziemlich auf's Gemüt drücken. Ebenso hier DE zu durchqueren, bei Wind und Wetter mit entsprechenden Höhenmetern kann erheblichern Stress bedeuten.
Gruß Joachim
runwithdog
12.04.2011, 21:24
Moin,
weil Regen nervt hab ich ein Versatiledach mitbestellt .-) Ja es KANN nerven aber ich hoffe mit entsprechender Grundlage kann man es gut schaffen. Allerdings wechsel ich dann von Zelt auf Hotel, wenn ich nicht bei netten Forumskollegen oder Verwandten nächtige- Und allein das ist doch Motivation. :-) Aber jetzt erstmal fit werden. Dann wird das schon funktionieren. Und Anfang Juli stehen die Chancen nicht so schlecht das das Wetter nett ist.
Ich denke auch, man braucht eine bärige Grundlage und einen guten Kopf, wobei mir das Wissen um meine Leistungsfähigkeit und die Grenzen helfen kopfmäßig dabei zu bleiben. Letztes Jahr die Brevets waren langsam- aber vom Kopf her leicht. Auch der Platten hat da nicht gestört. Es passte halt.
Ich bewundere die ROAMfahrer weil ROAM eben nicht nur eine Woche ist, zumal in Dtland. Ich kann wenn alle Stricke reißen nach Hause Zug fahren und das Quest mit dem Auto holen. Blöd, peinlich aber kein Weltuntergang. Daher interessiert mich das Training sehr.
Bewundernde Grüsse, rwd
Troubadix
12.04.2011, 22:28
Ich kann ja aus privaten und dienstlichen Gründen nicht mitfahren, aber:
Als Informationsquelle zur Vorbereitung eigener Langstrecken im VM ist dieser Thread nicht zu übertreffen. Danke an alle, die dazu beitragen!!!
Zum Thema Schatten etc:
Ich kann mein FAW mit dem genau nach Bedarf zu öffnenden Fahrverdeck samt Ventilation und Schatten sowie einem aufstellbaren simplen Spriegel aus einem GfK-Stab aus dem Drachenbau immer genau temperieren, weshalb ich so einen letzte Woche auch für die X-Stream beim örtlichen Autosattler geordert habe. Goretex könnte die Wirksamkeit noch verbessern. Ich stelle nächster Tage mal Bilder der Anordnung in mein Album.
Für weitere Ideen würde ich Euch einen Besuch beim nächstgelegenen Segelflugplatz empfehlen, dort ist man mit der Problematik der intensiven Sonneneinstrahlung bei gleichzeitiger körperlicher Aktivität (auch Segelfliegen strengt laut Aussage aktiver Piloten erstaunlich an, vor allem das Herz-Kreislaufsystem!) vertraut. Gebläse gibt es dort auch nicht an Bord.
Grüße, Martin
Smilingdevil
13.04.2011, 07:59
Aber im Ernst. Als ich Dich in Kahl gesehen habe, kamen mir natürlich Zweifel, ob und wie man mit einem alten VM eine solche Strecke bewältigen kann.
Und so glücklich hast Du auch nicht ausgesehen, als Du bei dem Treffen angekommen bist. Wie siehst Du denn Deine Chancen realistisch? Kannst Du das materielle Defizit mit Kraft und Ausdauer gut machen? (...)
Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Materialschlacht werden muß (...) In einem Alleweder oder Go-one³ ist es sicherlich schwer, oder gar unmöglich ROAM zu bestreiten (...)
Oh, Du hast Recht, am besten melde ich mich gleich ab, ich bin ja sowieso zu schlecht und mein VM hat nicht genug gekostet...
Oliver was soll das? Ich meine willst Du's kaputtreden oder soll das hier hilfreich sein? Deine Fragestellung klingt so als müsste ich jetzt nur weil du "realistisch" in den Satz eingebaut hast zu einem anderen Ergebnis kommen... Da ich es bin der die Situation bewertet, ist das doch immer Subjektiv, Also was soll die Semantik? Würde ich die Sache nicht als "Machbar" einstufen, glaubst Du denn im Ernst ich hätte ein Flugticket gekauft?
Ich hatte zum Zeitpunkt des Eintreffens in Kahl seit 20 km schmerzen im Knie, wegen eines vermutlich falsch eingestellten Klickpedals... das ich da nicht glücklich ausgesehen habe wundert mich kaum...
Was nimmst Du dir eigentlich raus mir ein "materielles Defizit" zu attestieren das ich wett machen müsste, geht's noch?
Ich werde mich einfach damit abfinden mit der Lahmen Truppe aus GO³ und Aleweder ggf. eine Stunde vor dem Feld der HiTech-Racer zu starten, und eben dann abends eine Stunde später anzukommen. Leistung ist Arbeit durch Zeit... wenn ich nicht soviel Leisten kann und dabei mehr Arbeit verrichten muß, dann wird die Zeit das richten. Ich werde mich jedenfalls nicht von Leuten mit deiner Einstellung hetzen lassen.
19121
Axel
P.S. Dabei wären mir natürlich nach wie vor HILFREICHE Tipps ganz wilkommen, z.B. Daniel mit seinen 7 Km/h.. dazu hab ich noch nichts gehört..
sowas zum Beispiel halte ich da für einen der sinnvollern Beiträge
Deckel weglassen empiehlt sich auf jeden Fall -- dafür eventuell das Flevodach einsetzen um etwas mehr Schatten zu bekommen.
Leistung ist Arbeit durch Zeit
Und dazu kommt noch, daß Du weniger Arbeit verrichten mußt, wenn Du langsamer fährst. Es heißt ROAM und nicht RAAM. Wie ich im Wiki (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america&s%5B%5D=roll&s%5B%5D=over&s%5B%5D=america) gezeigt habe, sind die langen Strecken auch mit niedriger Geschwindigkeit machbar.
http://www.velomobilforum.de/forum/images/imported/2011/04/2.png
Ich habe 28km/h in der Ebene angenommen - und zusätzlich eine Stunde pro 600 Hm (das ist vielleicht etwas zu hart - je nach Zuladung und Hitze).
Die Ausdauer muß halt da sein.
olek1311
13.04.2011, 08:36
Moin Axel,
Ich weiss zum Glück, mit wem ich es zu tun habe;) deshalb schrieb ich das hier:
... mal so als Provokation in den Raum gestellt.
...lass dich nicht auf die Palme bringen. Obwohl ich denke, dass ein bisschen mehr Adrenalin im Blut bei solchen Vorhaben Wunder wirken kann :D.
Und wer so was schreibt
... an DER Stelle hätte ich mal Tipps erwartet WIE ich die 7 km/h in meiner lahmen Ente finden könnte.. außerdem, ich lass mich gerne von dir überreden dein Evo-R zu fahren.. mußt du nicht lange betteln für..
...braucht sich nicht zu beschweren...
Was nimmst Du dir eigentlich raus mir ein "materielles Defizit" zu attestieren das ich wett machen müsste, geht's noch?
Wie ein Fähnchen
auf dem Turme
kann sich drehn
bei Wind und Sturme...
Aber jetzt mal im ernst, was macht denn dein Training? Haxen wieder Ok?
Sonnige Grüße
Oliver
Smilingdevil
13.04.2011, 09:29
Aber jetzt mal im ernst, was macht denn dein Training? Haxen wieder Ok? Oliver
..naja Oliver, Provokateur par exelance hat natürlich den Wunden Punkt getroffen.. derzeit drücke ich mich davor den Test der "Langen Strecke" nochmal zu machen.. dauernd ist irgendwas am Wochenende.. und sonst komm ich einfach nicht dazu.. aber erstmal scheint soweit alles Ok.. zumindest fahre ich ja täglich.. aber der Husten wird schon dünner und wird alsbald auch nicht mehr herhalten können als Ausrede.. und meine Mutter hat auch nur einmal im Jahr Geburtstag..
Gruß, Axel
olek1311
13.04.2011, 12:07
..naja Oliver, Provokateur par exelance hat natürlich den Wunden Punkt getroffen..
Konnte nicht anders... wußte aber um den Grenzbereich...:D
Was mir in Sachen schnellermachen des Go-ones direkt einfällt: Lass den Pöppel auf dem Dach weg, also den Griff zum wegschmei... du weisst schon. Seh halt zu, jedes Quentchen Aerodynamik auszukosten.
Wie willst du eigentlich das nötige Gepäck transportieren? Mit Packtaschen? Oder verstaut ihr das meiste in das Begleitfahrzeug?
Ich könnte mir bei nichtbenötigtem Gepäckträger nämlich gut vorstellen, das Heck des Go-one mit Plasteplatten Aerodynamisch zu verkleiden. Probieren kannst du solche Veränderungen prima bei den Langstreckentests, die du noch vor dir hast (das ist jetzt echt nicht ironisch gemeint!)
Ansonsten natürlich das übliche: Gewichtsreduzieren soweit es möglich ist, Spur richtig einstellen, Sitzposition muß 100% stimmen, schnelle Reifen (wird hier ja auch schon als Problematisch und fraglich diskutiert) etc.pp, kennste ja alles.
Versuch, dir einen Sonnenschutz über die Öffnung zu bauen, die wie das Verstile-dach noch genug Luft zirkulieren lässt, du aber im Schatten sitzt. Vielleicht auch was aus Kunststoffplatte, um die Aerodynamik nicht zu stören.
Gruß
Oliver
Troubadix
13.04.2011, 12:27
Hi Oliver,
ist zwar nicht mein VM und ich dränge mich gerade hier hinein, aber:
Die Idee mit der Heckverkleidung hatte ich beim G-O auch schon, als ich Axels Maschine ansah. Eine an den Beschlagpunkten des Gepäckträgers fixierte Konstruktion aus Alublech, die sich an der Heckplatte abstützt, sollte noch leichter und stabiler sein und könnte satt Gepäck aufnehmen. Dazu oben eine Fortführung der Dachlinie zum Heck hin und darunter in den Deckel eingeformte Luftauslässe, die die Luft aus den Öffnungen hinter dem Fahrer ableiten. Das sollte zumindest die Umströmung im unteren Bereich des Hecks deutlich verbessern. Vormodelle aus Karton, die bei befriedigenden Ergebnissen direkt auseinandergerupft und als Schnittmuster genutzt werden, sollten nicht sonderlich schwierig zu erstellen sein. Heckabschluss nicht zu schmal, sondern lieber mit "Wirbelstützen" wie von Eggerth Bülk in Pro Velo 9/93 beschrieben.
Weiters glattflächige, leicht konvexe Radkappen, damit die Strömung hinter den Radhäusern so wenig wie möglich verwirbelt wird.
Ein G-O hätte mich genau deswegen gereizt, aber da kam die X-Stream dazwischen...
Grüße, Martin
runwithdog
13.04.2011, 12:36
Moin,
Bei meiner Tour gehe ich von einem Zielschnitt von 25km /h aus. Bergab und vielleicht in der Ebene darf es etwas schneller sein, aber z. bsp im Elsass und am Rhein rechne ich nicht mit mehr. Deshalb ist meiner Ansicht nach Aerodynamik nicht das wichtigste.
Wie gesagt, ich konzenztriere mich auf das Training, mindestens einmal über 100 km die Woche um wirklich den Fettstoffwechsel zu verbessern. Ich sehe eine mögliche Schwachstelle im System darin, das ich mich in diesen Tagen nicht vollständig erholen werde und daher früh "auf Fett "bin . Also besser 1x die Woche 120km + als 2 mal 60 km.
Ich hoffe über Ostern mal 3 Tage hintereinander 100 km zu fahren, wäre ein guter Test und auf jedenfalls ein guter Trainingsreiz.
Über weitere Trainingsideen freue ich mich!
Gruss, rwd
Tipps ganz wilkommen, z.B. Daniel mit seinen 7 Km/h.. dazu hab ich noch nichts gehört..
7 km/h ist superklasse!
Ich fahre zur Zeit die steilen Anstiege mit 5 km/h hoch. Das ein großer Batzen in meinem Zeithistogramm. Wenn ich das mit 12km/h hochfahren könnte, das wäre wirklich suuuuper. ;)
Im Ernst:
7 km/h mehr bei Geschwindigkeiten > 60 km/h bringt Dir für ROAM auch nichts. Diese 7 km/h sind so alleinstehend eine hohle Worthülse ohne Inhalt.
Trotzdem: Ich könnte mir schon gut vorstellen, daß eine gemeuffelte Heckflosse bei Deinem Fahrzeug etwas bringen könnte. Aber viel wichtiger ist m.e. die Belüftung und der Sonnenschutz. Ist Dein Fahrzeug auch so schön hermetisch dicht, wie das Evo? Dann solltest Du vorne ein paar Lüftungslöcher reinbohren. Der Daniel kann Dir bestimmt sagen, an welchen Stellen das ohne Beeinträchtigung der Festigkeit möglich ist.
Der Sonnenschutz wird schon schwieriger. Reflektierende Folie auf die Innenseite der Scheibe? Siehst Du dann noch was?
vg
Thomas
Smilingdevil
13.04.2011, 13:08
..das Mit dem Meufelheck will ich jetzt echt nicht mehr anfangen, das artet in bastelei aus. Außerdem scheint mir ein "Heckkoffer" aus Styropor den ich auf den Gepäckträger schnalle Sinnvoller, aber das ist mit sicherheit Zusatzgewicht, ist die Aerodynamik dabei echt so ein entscheidender Vorteil?
Das Hardtop gegen ein Sonnensegel zu tauschen wäre ine Idee zur Gewichtsoptimierung, aber mit fehlt die Brauchbare Umsetzung dazu.. Ich könnte ja durchaus das Deckelscharnier als Ansatzpunkt benutzen, und dann mal mit Sperrholz in Wabenbauweise versuchen was zu machen. Mit Bauschaum dazwischen sollte das sehr stabil werden, wobei ich dann auch bald das Hardtop nehmen und die Fenster komplett entfernen kann.. ich werde das mal wiegen. und dann überlegen.
Kleb doch mit Tape ein Heck aus Pappe an, vorher und nachher Rolltests mit etwa 30 - 40 kmh und du weisst was Sache ist. Vielleicht macht so eine Verkleidung ja sogar langsamer...
vielleicht ist für diesen Faden ja noch der Thread aus dem letzten Jahr hilfreich:
http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?23222-Deutschland-rundum-ab-3.5.-2010
Da finden sich zwischen allerlei Debatte auch jeweils kurze Einträge zu jedem Tag, mit Angabe des Schnitts über alles (also auch die langsamen Stadtdurchfahrten, das Cruisen in Fußgängerzonen auf der Suche nach dem besten Eiscafé etc.
bin da ja knapp 2.000 km in 12 Tagen gefahren, zuerst 4 Tage allein, dann zusammen mit ChristophGM.
Das war mit vollem Campinggepäck, jenseits der Weser auch nicht mehr wirklich flach, es war nass und für Mai ziemlich kalt, bisweilen sogar saukalt.
Jupp
[...]kamen mir natürlich Zweifel, ob und wie man mit einem alten VM eine solche Strecke bewältigen kann.
[...]
Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Materialschlacht werden muß, um einigermaßen "trocken" am Ziel einzutreffen.
Nicht umsonst sind die Trends zu leichteren VMs gesetzt.
In einem Alleweder oder Go-one³ ist es sicherlich schwer, oder gar unmöglich ROAM zu bestreiten... mal so als Provokation in den Raum gestellt.
Dem widerspreche ich mal, denn der größte einflussnehmende Faktor ist der Fahrer selbst, daher spielt die Technik eine Rolle, aber keine Entscheidende. ROAM ist auch mit einem Allewedder zu schaffen, auch in 30 Tagen.
Das Thema ist auch auf meiner Agenda, aber erst für 2012 oder eher 2014, wobei ich den größten Aufwand in der Logistik sehe, als in der Umsetzung vor Ort.
Gruß Joachim
Versuch, dir einen Sonnenschutz über die Öffnung zu bauen, die wie das Verstile-dach noch genug Luft zirkulieren lässt, du aber im Schatten sitzt. Vielleicht auch was aus Kunststoffplatte, um die Aerodynamik nicht zu stören.
meine keep-it-simple-lösung:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5387.png
besonders wenn man es jede halbe stunde in kaltes wasser taucht, hält man damit auch bei großer hitze eine zeit lang durch ...
Reinhard
13.04.2011, 15:34
besonders wenn man es jede halbe stunde in kaltes wasser taucht, hält man damit auch bei großer hitze eine zeit lang durch ...
Die Schwierigkeit wird sein, jede halbe Stunde einen Eimer kalten Wassers zu bekommen ... :D. Für Kopf-Draußen VMs taugt die Kappe auch nicht ... das Teil weht Dir bei angemessenen Geschwindigkeiten sofort vom Kopf.
olek1311
13.04.2011, 15:37
besonders wenn man es jede halbe stunde in kaltes wasser taucht, hält man damit auch bei großer hitze eine zeit lang durch ...
Da ess ich lieber alle halbe Stunde ein Bällchen Eis.:eek:
olek1311
13.04.2011, 15:56
ROAM ist auch mit einem Allewedder zu schaffen, auch in 30 Tagen.
Dem wiederspreche ich auch nicht. Klar muß der Fahrer die Arbeit leisten, nicht das Rad. Aber auch wieder falsch, klar muß der Fahrer die meiste Arbeit leisten. Nur mit einem technisch vorteilhafteren VM wird die Tour nicht zur Tortur.
Überdies sind mit Sicherheit nicht alle Teilnehmer körperliche Vollathleten, denen eine solche Reise nix ausmacht.
Oder sollen die alle schwitzend, keuchend, am Rande eines Kreislaufkollapses, mit hochrotem Kopf, verbrannten Gesichtern, geschundenen Füßen, ausgedörrt und unfähig, noch einen klaren Gedanken zu fassen, geschweigedenn einen vollständigen Satz aus der verzerrten Gesichtsmuskulatur pressen zu können, am Ende der Tour ankommen?
Da frage ich mich auch wieder nach der Motivation der Reise. Wenn ich die Strecke mit einem normalen Buckelrad in der gleichen Zeit zurücklegen kann, ist es nicht nötig, eine Velomobiltour zu veranstalten.
Oder warum macht man das sonst?
Du kannst es ja dann probieren. Wie wärs mit ner kleinen Wette, ich sage dass ich die Strecke mit dem Velomobil schneller fahren kann als du mit einem Upright.
Ansonsten würde ich empfehlen die Reihenfolge einzuhalten und das Resumee nach der Tour zu ziehen.
olek1311
13.04.2011, 16:29
Du kannst es ja dann probieren. Wie wärs mit ner kleinen Wette, ich sage dass ich die Strecke mit dem Velomobil schneller fahren kann als du mit einem Upright.
Gott bewahre. Ich würde mir nie anmassen, eine solche Tour zu fahren.
Hab ausserdem nie behauptet, ich könnte mit nem Up so schnell fahren wie mit meinem VM.
Es geht mir doch nur um den Grundlegenden Vergleich. Es findet sich sicherlich irgendein durchgeknalltes Individum, welches mit nem Hpv gleich welcher Art diese Strecke schwitzend, hechelnd, usw. zurücklegt. Es gibt aber auch Leute, die die Anforderungen angenehm bewerkstelligen möchten.
Da wäre wieder zu hinterfragen:
Wollt Ihr nun ein Rennen veranstalten, oder eine Reise?
Du hast geschrieben dass du die Strecke mit dem Buckelrad in der gleichen Zeit zurücklegen kannst. Dass Freaks es können weiss jeder der schonmal vom RAAM gehört hat. Es soll kein Rennen werden sondern eine Reise die zeigt dass auch 200 km am Tag für Normalnüsse wie uns zu schaffen sind. Wie gut das klappen wird steht noch nicht fest, wenn wir es wüssten könnten wir uns den Aufwand sparen.
runwithdog
13.04.2011, 16:44
Moin,
warum man da macht? Warum fährt man durch Deutschland? Weil es da ist. Ich würde ROAM gerne mitfahren. Für mich wäre dies eine Reise bei der die Reise ein wesentliches Ziel ist.
Oder sollen die alle schwitzend, keuchend, am Rande eines Kreislaufkollapses, mit hochrotem Kopf, verbrannten Gesichtern, geschundenen Füßen, ausgedörrt und unfähig, noch einen klaren Gedanken zu fassen, geschweigedenn einen vollständigen Satz aus der verzerrten Gesichtsmuskulatur pressen zu können, am Ende der Tour ankommen?
Genau darum geht es ja nicht. Die Frage hier ist ja: wie vermeide ich das grundsätzlich? Das mal so ein Tag dabei sein kann ist klar.
Gruss, rwd
Die Schwierigkeit wird sein, jede halbe Stunde einen Eimer kalten Wassers zu bekommen ... :D. Für Kopf-Draußen VMs taugt die Kappe auch nicht ... das Teil weht Dir bei angemessenen Geschwindigkeiten sofort vom Kopf.
bis 85 km/h hält die kappe. wasser hab ich genug dabei.
Es soll kein Rennen werden sondern eine Reise die zeigt dass auch 200 km am Tag für Normalnüsse wie uns zu schaffen sind. Wie gut das klappen wird steht noch nicht fest
Ja, genau. Wer von den "Normalnüssen" fährt denn wenigstens jedes Jahr mal ansatzweise eine Brevetserie mit? Mit "ansatzweise" meine ich einen 200er und vielleicht einen 300er?
Gerade in diesem Jahr direkt vor ROAM würde ich als Teilnehmer an Brevets mitnehmen, was angeboten wird.
Bei ROAM wird täglich mindestens ein 200er Brevet gefahren.
Hut ab vor denen, die das können.
Ich als "Normalo" habe meinen ersten Brevetversuch im letzen Jahr nach 130km und 800hm am Zeitlimit entkräftet aufgegeben.
Ich vermute, wie René, dass sich hier einige deutlich verschätzen.
Grüße und euch allen viel Erfolg!
Heiko
Meiner Meinung nach ist die innere Einstellung zu der Tour entscheidend. Wenn ich meine ein Rennen fahren zu müssen und nicht weniger als 60 min später nach den letzten eintrudeln will, dann wäre die Reise nichts für mich. Wenn ich in meinem moderaten Tempo fahren kann, dann müsste es mit der Tour klappen falls nicht Probleme mit dem Bewegungsapparat eintreten. Wichtig ist seinen Stoffwechsel optimal zu trainieren um die Leistung bringen zu können. Haile Gebrselassie sagte mal in einem Interview über seine Trainingsgewohnheiten, dass er manchmal auch nur spazieren gehen würde - das dann natürlich lange. Trainingspläne mit genau angepeilten km-Strecken, bei denen man dann am Sonntagabend noch 30km fahren muss um sein soll zu erfüllen sind in meinen Augen nix wert - die 30km sind dann Junk-miles und bringen nix. :)
Ich habe Familie und einen vollen Job und fahre so viel wie möglich. Im Moment ist mein Quest in Dronten, bin also am Samstag 165km mit dem Trike unterwegs gewesen und hab mir dermaßen die Beine verbrannt, dass Radfahren gerade nicht geht. :(
Ymte schrieb auch, dass das Quest evtl. erst am Ende der Osterferien fertig ist, das macht mich fertig. Eigentlich wollte ich mal ein paar Tage am Stück unterwegs sein um Schwachstellen herauszufinden. Muss dann irgendwann im Mai sein, nur kann ich keinen Urlaub nehmen und werde mal sehen wie ich das hinbekommen kann.
Nina
Es geht mir doch nur um den Grundlegenden Vergleich. Es findet sich sicherlich irgendein durchgeknalltes Individum, welches mit nem Hpv gleich welcher Art diese Strecke schwitzend, hechelnd, usw. zurücklegt. Es gibt aber auch Leute, die die Anforderungen angenehm bewerkstelligen möchten.
nun macht mal keine Panik, Leute. Es ist eine Reise, aber durchaus anspruchsvoll. Trainierte "Normalos" können die Tour fahren, ob mit Alleweder, Go-One oder Quest oder Milan.
Bin auch nicht der Meinung von Heiko, dass man unbedingt alle Brevets fahren muss -- lieber mehrere Tage lang einen 200er auf normalen Straßen -- nicht primär um Kondition zu bekommen, sondern um das Körpergefühl auf längeren Distanzen kennenzulernen. Da reicht ein Tag nicht, sondern es braucht die Erfahrung des nächsten und übernächsten Tages. Wer das nicht einrichten kann, kann trotzdem die Tour am Ende fahren können, er wird nur unsicherer ßein, wie es wird.
Das Interessante an solchen Touren ist ja, dass viele sie für nicht machbar halten -- weil sie selbst keine Vorstellung davon haben, wie auch, wenn sie es nie getan haben. Es ist eben eine Sache, am Abend oder am Wochenende mal 60, 80 oder 100 km auf schnellen Strecken runterzubrettern und eine solche Tour zu fahren.
Spätestens ab dem dritten Tag fährst du anders, nicht auf Tempo, sondern möglichst schonend, möglichst wenig bremsend, rollen lassen wo es sich anbietet, die ersten 30 km ziemlich ruhig anfahrend, an Steigungen früh runterschaltend (hochschalten geht immer), das augenblickliche Tempo und der Schnitt sind da völlig egal, beides ergibt sich im Lauf des Tages.
Sicher wird es Phasen geben, wo man Lust hat reinzutreten und ein bisschen zu fliegen, aber meist werden wir gleichmäßig fahren wollen.
Ich bin noch an keinem meiner langen Tage und auch nicht bei größter Hitze irgendwo keuchend, mit hochrotem Kopf und sonstwie am Rande meiner Kräfte angekommen, auch nicht nach über 1000 Höhenmetern mit einem Quest, dass randvoll sicher an die 52-55 kg wog. Und das als nun 55 Jahre alter Büromensch mit vielen Jahren Stress und endlosen Arbeitszeiten auf dem Buckel, der zu allem Überfluss bestimmt 30 Jahre geraucht hat. Wir sollten also die Kirche im Dorf lassen.
Jupp
Brevets sind mir zu organisiert und man muss da auch erstmal Zeit haben und hinkommen. Ich fahre gerne alleine...
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5388.png
Wozu braucht man einen Brevet? Wegen der Ich-habs-geschafft-Urkunde? Für's ROAM-Training braucht man sicher keinen einzigen Brevet.
Daß ROAM nicht einfach wird, ist klar.
Daß man die ROAMies zum Training anspornen sollte ist auch klar. Geht das auch anders als durch Miesmacherei und Protzerei?
Wenn ich hier mein persönliches Trainingsziele von 700km/Wochenende kund tue, dann nicht um zu Protzen, sondern um meine Mitfahrer anzuregen über ihre eigenen persönlichen Trainingsziele nachzudenken. Wenn meine Kollegen zu dem Schluß kommen, daß sie das nicht brauchen oder aus Freizeitmangel nicht schaffen, dann ist das ok. Hauptsache, sie haben darüber nachgedacht und sind sich über die Folgen einigermaßen im Klaren.
Wenn einer meint, er fährt die 250km in 5 Stunden, dann soll er das tun. Das ist aber kein Grund, denen die 10 oder 12 Stunden brauchen, vorzuwerfen, sie seien zu schwach oder zu lahm für ROAM.
Ich will das Land sehen und nicht durch das Land heizen. Ich werde anhalten und die Wasserfälle und Schluchten in den Rocky Mountains anschauen. Wenn mir die Mittagshitze zusetzt, suche ich mir ein schattiges Plätzchen und halt e Siesta. Ich verzichte auf die Ich-habs-getan-Urkunde. "Having fun" ist für mich mehr als nur Befriedigung des Mantafahrertriebes.
Wie Jupp schon sagt, man sollte möglichst viele zusammenhängende Tage Langstrecken trainieren. Da kommen dann Sachen raus, die mit 40 km/d nicht auffallen:
- Knieschmerzen
- schmerzende Fußballen
- taube Zehen
- wundgerieben Stellen im Schritt, weil irgendwo eine Naht ein bißchen reibt, was einem auf den Kurzstrecken nie auffällt
Wenn die Sachen vor ROAM auffallen, kann man leicht was dagegen machen. Meine gelegentlichen Knieschmerzen letztes Jahr und diesen Winter habe ich dadurch beseitigt, daß ich ich die Shimano-Radschuhe mit dem "ergonomisch" geformten Fußbett durch Scott-Schuhe mit fast flachem Fußbett ersetzt habe. Die relativ weichen Innensohlen habe ich durch dünne harte Ledersohlen ersetzt, weil ich schon früher festgestellt hatte, daß die weichen Sohlen bei einer Fahrtdauer von 10h und mehr zu schmerzendene Fußballen führt. Flauschi-Socken und solche, die Falten werfen, stören mich bei auch bei 90km/d nicht, bei 250km/d aber schon. Die schön dünnen Four-Seasons-Slips sind bei 100km/d auch kein Problem, aber bei >250km/d reiben sie mir die Schenkel wund. Diese dicke Ventisitz(?)-Matte auf dem Orginal-Questsitz gibt zwar ein schönes Sofa-Feeling. Aber nach 200km drückt sie unangenehm in die Oberschenkel.
Smilingdevil
14.04.2011, 07:46
(...) Oder sollen die alle schwitzend, keuchend, am Rande eines Kreislaufkollapses, mit hochrotem Kopf, verbrannten Gesichtern, geschundenen Füßen, ausgedörrt und unfähig, noch einen klaren Gedanken zu fassen, geschweigedenn einen vollständigen Satz aus der verzerrten Gesichtsmuskulatur pressen zu können, am Ende der Tour ankommen?
Wirst Du ja dann in der Tagesschau sehen, wenn wir neben dem Obama auf dem Rasen vom Whitehouse stehen.. mit 55 VM 's ;-) und Judith Rakers aus dem "off" sagt: "Heute empfing Präsident Barak Obama die Teilnehmer einer spektakulären Fahrradtour zu einem spontanen Dinner im Weissen Haus.." ;-) (könnte zwar sein das Du dann verzerrte Gesichter und Rote Köpfe siehst, aber das könnte andere Ursachen haben...)
liegender_robert
14.04.2011, 08:18
Aus meiner Erfahrung kann ich nur folgendes sagen:
200 km an einem Tag kann jeder schaffen,dafür braucht es nicht viel Training. 200 km pro Tag fünf mal hintereinander sind ein anderes Kapitel. Ich rate jedem Teilnehmer dies als Test vor ROAM einmal zu machen (am besten bei sommerlichen Temperaturen). Nur so bekommt man ein richtiges Gefühl für die Kombination Mensch/VM. Erst auf solchen Strecken erkennt man Schwachstellen (Druckstellen, falscher Pedalabstand, Scheuerstellen .....)
Ich wäre gerne mitgefahren, nur leider wurde gerade dieses Jahr unsere Firma verkauft und es ist nicht möglich so lange am Stück Urlaub zu bekommen. Ich Blicke voller Neid auf die Teilnehmer und freue mich schon auf die vielen (positiven) Berichte.
Die Schwierigkeit wird sein, jede halbe Stunde einen Eimer kalten Wassers zu bekommen ... :D....
dafür sollte man sich immer in der Nähe des PickUps mit deutschem Kennzeichen halten, die Auslässe der Klimaanlage sind direkt auf die Getränkekiste gerichtet. :D
Außerdem ist eine Kühlbox in Planung, die täglich mit frischem Eis gefüllt wird. :cool:
Bin auch nicht der Meinung von Heiko, dass man unbedingt alle Brevets fahren muss
Hab' ich nicht geschrieben.
Wozu braucht man einen Brevet? Wegen der Ich-habs-geschafft-Urkunde? Für's ROAM-Training braucht man sicher keinen einzigen Brevet.
Ich bin da wohl etwas falsch verstanden worden. Mir ging es nicht um den "Brevet" als Veranstaltung, sondern darum, dass so ein Brevet durch festgelegten Termin und Organisation eine Motivationshilfe sein kann, eine längere Strecke zu fahren.
Wer die 200km ohne Ansporn für sich fahren kann und dies auch tut, braucht natürlich keinen Brevet. Mir hat es geholfen, so eine Strecke überhaupt anzugehen.
Und natürlich wird es erst richtig interessant, wenn man am nächsten und am übernächsten Tag erneut so eine lange Strecke zurücklegt. Das dann andere oder weitere Probleme auftreten, ist logisch.
Bislang scheinen sich hier auch vorzugsweise die ROAM-Teilnehmer zu Wort zu melden, die ohnehin kaum Probleme haben werden, weil sie eh viel fahren. Training für lange Strecken ist natürlich im normalen Alltag auch nicht für jeden machbar.
Auch wenn mein voriger Beitrag negativ rüberkam, freue ich mich als "Leser" auf das Event und wünsche selbstverständlich allen eine tolle Tour und gesundes Ankommen!
Grüße
Heiko
Joerg046
14.04.2011, 13:49
Da frage ich mich auch wieder nach der Motivation der Reise. Wenn ich die Strecke mit einem normalen Buckelrad in der gleichen Zeit zurücklegen kann, ist es nicht nötig, eine Velomobiltour zu veranstalten.
Oder warum macht man das sonst?
Weil's lustig ist.:D
Bislang scheinen sich hier auch vorzugsweise die ROAM-Teilnehmer zu Wort zu melden, die ohnehin kaum Probleme haben werden, weil sie eh viel fahren. Training für lange Strecken ist natürlich im normalen Alltag auch nicht für jeden machbar.
Ich wollte Deinen Beitrag nicht abwerten, Heiko. Ahnte schon, was Du meinst. Aber hier diskutieren auch Nicht-Teilnehmer mit, deren Aussagen diejenigen Teilnehmer irritieren können, die keine Langstreckenerfahrungen haben. Um das ein wenig zu balancieren, schreibe ich hier selbst mit.
Habe angesichts der Debatte mal nachgezählt. Bevor ich letzten Mai die Norddeutschland-Tour gemacht habe, zu deren Thread ich verlinkt hatte, war ich selbst mit dem Quest nur 2 mal Tagesetappen von über 200 km gefahren und vielleicht 4-6 mal Distanzen zwischen 150 und 200 km. Auch kein breites Langstreckenfundament.
Also: Nur Mut und sich nicht von jedem anstecken lassen.
Jupp
olek1311
14.04.2011, 16:29
Auch wenn mein voriger Beitrag negativ rüberkam, freue ich mich als "Leser" auf das Event und wünsche selbstverständlich allen eine tolle Tour und gesundes Ankommen!
Dem schließ ich mich an.
Grüße
Oliver
, dass so ein Brevet durch festgelegten Termin und Organisation eine Motivationshilfe sein kann, eine längere Strecke zu fahren.
Da kannst Du recht haben. Kann sein, daß dieser zusätzliche Motivator Manchem hilft. Das habe ich übersehen.
darf ich nochmald zum thema des threaderstellers zurückkommen? mich würde auch sehr interessieren, in welchem umfang/welcher belastung andere teilnehmer trainieren.
Ich fahre so viel wie möglich, Velomobil und Upright. Das ist mein Trainingsplan und der macht Spass.
Am Arbeitstagen 20 bis 60km und am Wochenende 200-300km. Ein Ruhetag in die Woche. Meist in gemaechliches Tempo denn Ich moechte meine Gelenke und Sehnen nicht ueberlasten und Ich glaube ausserdem das es keinen Sinn hat auf Schnelligkeit zu trainieren. Ich moechte trotzdem auch noch an ein paar Rennen teilnehmen aber die werde Ich dann wohl auf Ausdauer fahren muessen.
Meine Knie tun weh, dabei sollten sie das eigentlich nicht. Gerade nach Fahrten mit dem Quest, durch exzessives Ziehen wurde es weniger, aber weg ist es nicht. Zeit den Tretlagerabstand zu erhöhen würde ich sagen...
Jack-Lee
15.04.2011, 11:56
Bei mir hats geholfen eine kürzere Kurbel zu verbauen :)
Gruß,
Patrick
Hab ich schon :P
Ist auch super beim Fahren jetzt, aber nach dem Fahren zwickts etwas. Gut, ich hab in den letzten Monaten Oberschenkel wien Frosch bekommen, aber das sollte ja auch die Haltemuskulatur verbessern.
runwithdog
16.04.2011, 13:49
Moin,
trainiert ihr eigentlich mit Pulskontrolle? bei Lida nehm ich das mal an...:-) Ich habe in Rennen als auch auf den 2 Brevets gute Erfahrung gemacht, aber eigentlich fahre ich lieber ohne nach Gefühl. Jetzt gleich geht es aber mit Pulskontrolle los, ich will unbedingt (rel) lange & ruhig fahren....
Was meine Tour angeht bin ich noch unentschlossen.
Gruss, rwd
Ich fahr auch lieber nach Gefühl, wenn ich Schiss hab zu flott zu fahren sing ich halt was, wenn das problemlos geht bin ich etwa im GA1-Bereich :)
trainiert ihr eigentlich mit Pulskontrolle?
Bisher auf Gefuehl aber weil es sehr schwierig ist um sich zu beherrschen und das fuer der ROAM training absolut notwendig ist, habe Ich seit kurzem wieder eine Pulskontrolle.
trainiert ihr eigentlich mit Pulskontrolle? bei Lida nehm ich das mal an...:-) Ich habe in Rennen als auch auf den 2 Brevets gute Erfahrung gemacht, aber eigentlich fahre ich lieber ohne nach Gefühl.
Richtig geraten. Ich fahre immer mit Pulsmesser und beim RFR mit SRM-Kurbel & Pulsmesser. Trotzdem fahre ich meist nach Gefühl, das ich über die Zeit "kalibriert" habe. Ich gucke nur sehr selten nach dem Puls beim Fahren. Die SRM-Leistungsdaten sind gut, um Intervalle im gewünschte Bereich zu fahren und für eine optimale Leistungseinteilung bei Zeitfahren. Nach etwas Übung trifft man die Leistungsbereiche auch ganz gut nach Gefühl. Die SRM-Leistungsdaten sind ein untrügliche Maß für Leistung im Gegensatz zum Puls.
Der Vorteil des Messens ist, dass man dann Daten hat, die man mit der gefühlten Anstrengung vergleichen kann und auch eine Entwicklung über die Zeit sehen kann. Muss man nicht unbedingt haben, es sei denn, man ist Wissenschaftler. ;)
Wozu einen Gegensatz, entweder Messen oder Gefühl, konstruieren?
David
Nach etwas Übung trifft man die Leistungsbereiche auch ganz gut nach Gefühl.
Ha! Ich kann nicht mehr!!!
Wer hat denn beim Winterpokal NIE den Bereich getroffen, in dem es die maximalen Punkte gab? :eek::eek::eek:
Soll ich verraten wer? Der rasende, leistungsmessende und datenauswertende Wissenschaftler mit Gefühl ... :) ... aber das üben wir im nächsten Winter weiter ...
flux.
Reinhard
16.04.2011, 20:10
Soll ich verraten wer?
SRM-Kurbel-Fahrer können nicht langsam fahren ... hier ein Watt, dort noch eines ... :D
Ich schätze die Zahl noch deutlich höher ein, wer ist denn wirklich schonmal 4500 km in einem Monat gefahren? Da kann man im Vorfeld nur so viel wie möglich fahren und sich überraschen lassen.
Hmm, hier, ich. Sommer 2008, bei meiner Ostseeumrundung. 7000km in 6 1/2 Wochen, meist sehr velomobilfreundliches Terrain. Zu Beginn immer mit Tagesetappen >200km, einmal bis 290km (topfeben in Polen). Erster Ruhetag war in Estland. Mit der Zeit regeneriert der Körper aber nicht mehr so gut und die Tagesetappen werden immer kürzer. Ruhetage kamen in immer kürzeren Abständen. Am Schluss hatte ich schon mit 150km pro Tag genug zu tun. Meine Schenkel schmerzten bei jeder Bewegung. Nach der Tour bin ich erstmal eine Woche lang mit dem Auto zur Arbeit gefahren, bis der Körper wieder einigermaßen auf dem Damm war. Was sicher sehr hilfreich bei ROAM wäre, wäre ein gemeinsames regelmäßiges ausgiebiges Dehnen vor der Abfahrt und nach der Ankunft.
Was ich so gelesen habe, dass schwächere Fahrer halt länger unterwegs sind jeden Tag, halte ich für ziemliches Wunschdenken. Gerade schwächere Fahrer brauchen ihre Regenerationszeit umso mehr.
Viele Grüße,
Martin
runwithdog
18.04.2011, 19:16
Moin,
ich halte es für mich auch für am wichtigsten das Fahren im nicht erhohlten Zustand zu trainieren. Am WE sah mein Prgramm so aus:
FR: Morgens 10 km Laufen, locker, keine Pulskontroller, Nachmittags 55 km Rad, davon 35 km Zeitfahrtraining GA2, 3 Intervalle 2 km bis Volle Auslastung. Ging prima
Sa: Morgens 1,5 km Schwimmen, davon 5X50 m Intervalle NAchmittags: 100km Baron, strikte Pulskontrolle auf 120 bpm. Reichte für einen 24er Schnitt. Gut gefühlt
So nachmittag: 75 km Rad unter strikter Pulskontrolle(trike) direkt anschließend 5 km LLaufen (mit Hund:-) )
Ich wechsel jetzt auch mal auf eine andere Liege damit sich die Beine an verschiedene Positionen gewöhnenen. Das Quest ich ja auch anders als ein Baron
Mo RUHE
Mir hat dieses WE das Gefühl gegeben, das ich auf dem richtigen Weg bin. Leider heute heftige Mageninfektion, die ganze Familie liegt flach. Ich auch, obwohl ich noch halbwegs glimpflich davonzukommen scheine.
Ich hoffe Ostern noch mal ein ähnliches Programm fahren zu können.
Gruss, rwd
Hallo rwd,
so wie ich Dich in Erinnerung habe (200er Brevet Kiel 2010) und bei dem, was Du so trainierst, würde ich Dich als ziemlich fit bezeichnen. Ich glaube, dass Du gut durch Deutschland durchkommen wirst. Das sind doch schon wahnsinnige Trainingseinheiten, die Du absolvierst. Wenn Du den Optimismus nicht hast, ich hab' ihn für Dich mit :)
Alles-wird-gut-Grüße
Heiko
runwithdog
18.04.2011, 19:52
Moin,
ja wenn es so weiter läuft bin ich auch sehr optimistisch, und ich werde auch Abends noch ansprechbar sein. :) Aber gerade deshalb interessiert mich ja wie Menschen trainieren, die das viel mehr viel länger fahren. Nochmal: Ich halte ROAM für machbar.:dafuer: Völlige Anfänger sind meiner Einschätzung nicht dabei, also das wird schon. Für Hinweise wie trainiert wird bin ich aber immer noch dankbar.:dafuer:
Gruss, rwd
Mein Training wird immer interessanter: jetzt mit Muskelfaserriss lahmgelegt. Zum Ausgleich habe ich jetzt erstmal mein Hotel in Portland gebucht.
Jupp
runwithdog
18.04.2011, 21:48
Gute Besserung und gute Heilung
Mein Training wird immer interessanter: jetzt mit Muskelfaserriss lahmgelegt. Zum Ausgleich habe ich jetzt erstmal mein Hotel in Portland gebucht.
Jupp
Oh weia - gute Besserung! In der letzten Woche hagelte es Verletzungen bei meinen Kollegen - einer brach sich den Mittelfußknochen und bei einem weiteren riss am Freitag Morgen die Achillessehne (nachmittags wollte er in den Urlaub fliegen). Da kann man fast sagen, mit dem Muskelfaserriss hast du noch Glück gehabt...
Grüße Nina
Sutrai hatte ja schon zu Beginn des ROAM-Threads von den Erfahrungen auf seiner Monstertour berichtet. Das war mit ein Grund, weshalb ich beschlossen hatte, dieses Jahr jedes Wochenende für's ROAM-Training zu reservieren. Allerdings kann ich seine Erfahrungen nicht ganz teilen. Auf meiner Italienradtour (http://www.velomobilforum.de/forum/entry.php?401-Vergleich-ROAM-mit-meiner-Sizilienradtour-2008)2008 bin ich mit dem Dalli in 27 Tagen ohne Ruhetag von Orvieto (nördlich von Rom) nach Sizilien und wieder zurück. 3500km meistens durch die Berge, 7 bis 13h täglich. Das Vorbereitungstraining war mäßig. Nix besonderes. Auf der Tour habe ich ca. 8 kg abgenommen. Besondere Muskelschmerzen hatte ich keine. Vielleicht liegt's daran, daß ich fast jede Nacht in einem warmen, kuschelig-weichen Hotellbett geschlafen hatte (will ich bei ROAM auch möglichst oft machen).
Zum Ziel des nicht wettkampforientierten Langstreckentrainings:
(Ich geb's zu: diesen Bewußtseinszustand habe ich auch noch nicht ganz erreicht.)
Du zählst nicht die verbleibenden Kilometer zum Ziel.
Du berechnest nicht die Restzeit zum Ziel.
Der Weg ist das Ziel.
Das Fahren wird zum Selbstzweck, zum Sinn des Lebens.
Du fährst aus Freude am (Selbst-)Fahren.
Dein Wille ist mit Pedalieren beschäftigt. Dein Geist ist frei zur praktisch willenlosen Kontemplation.
Du erfährst die Einheit des Universums.
Radfahren ist Gottesdienst.
Du bist eine Monade.
Am Horizont oder im Rückspiegel auftauchende Rennradfahrer und VM-Kollegen lassen Dich kalt.
Es macht Dir nichts aus, wenn sie an Dir vorbeiziehen.
Du fährst Dein Tempo, das Du in vielen langen Traingsfahrten als Dein Tempo erfahren hast.
Du bist eine Monade.
Du fährst nicht, wegen dem Ruhm.
Du fährst nicht, um unter das erste Drittel zu kommen.
Du brauchst keine Anderen mit denen Du Dich vergleichen mußt. Du definierst Dich selbst.
Du brauchst keinen Tachometer.
Du brauchst keine Uhr.
Du fährst, weil Du fahren willst.
Du fährst Dein Tempo.
Du willst immer fahren.
---------------
Jupp, auch ich wünsche Dir eine baldige Genesung. Wünsche ich natürlich auch dem Felix.
Du bist eine Monade.
Ich stimme voll zu, nur bin Ich keine Limonade.
...Zum Ziel des nicht wettkampforientierten Langstreckentrainings...
Amen !
;)
Am vergangenen Wochenende habe ich eine Laufgruppenreise für einen kleinen Leistungscheck im Spreewald genutzt:
Am Freitag erstmal ein lockeres Einrollen über ca. 30km bei leichtem Wind von schräg vorne, topfebene Landschaft, Tempo immer über 45km/h -> GEIL !
dann ein kurzes Einzelzeitfahren mit den rasierten Kollegen über 8km auf einem schmalen Wirtschaftsweg mit insgesamt vier engen 90°-Kurven und einer 180° Kehre, um die ich nur mit zurücksetzen rumgekommen bin: 11min fahren im roten Bereich :D.
eigentlich wollte ich sofort wieder zurückradeln, es deutete sich aber an, das ich noch die Siegerehrung* abwarten musste ;), also bin ich zur Überbrückung der Wartezeit noch eine Weile sehr gemütlich durch die Wälder gefahren.
Zum Ende die 30km wieder zum Hotel zurück, Tempo wie oben. Die weniger als 90km des Tages fühlten sich am Abend jedenfalls nach deutlich mehr an.
(*mittlerweile haben mich die toleranten Rennradler aus den Ergebnislisten wieder rausgenommen :mad: )
Samstag dann eine 200km-RTF, die ich eigentlich wirklich locker fahren wollte (Ø ca. 30km/h). Ich habe erstmal alle anderen Teilnehmer (rd. 480!) wegfahren lassen - schwerer Fehler ! Auf den ersten 40km stand so also ein Zwischenspurt nach dem anderen auf dem Plan, um die einzelnen Gruppen nacheinander zu überholen.
Als sich alles sortiert und auseinandergezogen hatte, bremsten eigentlich nur noch die vom GPS-Track abweichende Ausschilderung und Ortdurchfahrten mit Kopfsteinpflaster, Betonplattenwegen und KOPFSTEINPFLASTER :eek:. Ist schon irgendwie blöd, eine Gruppe mit ca.25 Fahrern zu überholen, nur um von allen (!) im nächsten Ort wieder eingefangen zu werden...
Nach etwa 120km meldeten sich meine Waden mal zu Wort, aber nur ganz leise. Ich musste mich richtig dazu zwingen, nur noch das mittlere Blatt zu fahren. Etwa bei km 170 hatte ich nochmal einen Durchhänger, mit etwa 35km/h habe ich mich zur letzten Verpflegung "geschleppt", wo ich mich dann erstmal ein paar Minuten auf eine Wiese gelegt habe.
Die letzten 30km verliefen auf der gleichen Strecke wie die 150er, 110er und 70er RTF-s, die später gestartet wurden. Also wieder viel Verkehr auf noch dazu schmalen Nebensträßchen (insgesamt waren am Samstag > 3000 (!) RTFler unterwegs), die wir uns auch noch mit anderen Freizeitradlern in beiden Richtungen teilen mussten. Immer und immer wieder beschleunigen - bremsen - beschleunigen - bremsen - boah!
Mit An- und Abfahrt hatte ich am Abend 239km mit nur 500hm gesammelt, reine Fahrzeit lag bei 6:50h, alles in allem etwa zwei Stunden Pause. Ich war alle. In der Kniekehle zickt etwas rum, aber Muskelkater o.ä. habe ich keinen.
Sonntag dann noch mit einem Leihfahrrad aus dem Hotel etwa 50km durch den Spreewald getingelt, das ging überraschend gut ;)
Was nehme ich mit ?
- mit meiner Einschätzung, was ich derzeit leisten kann, liege ich nicht sehr weit daneben. Am Sonntag hätte ich vermutlich keine weiteren 200km geschafft. Ich muß noch lernen, mich besser unter Kontrolle zu behalten. Soll ich für das Training das große Kettenblatt ausbauen ?
- meine geplanten Pausen alle 75-90min habe ich wegen der Verpflegungspunkte nicht eingehalten. War eigentlich kein Problem, nur habe ich dort zu viel Zeit verplappert und so nicht für Lockerungsübungen genutzt. Trotzdem muß und werde ich in Zukunft längere Pausen einlegen, auch wenn ich mich (noch) gut fühle.
- Essen und Trinken klappt gut, allerdings war es auch nicht besonders warm. Gibt es in bei ROAM eigentlich Plinse ?
- Apfelschorle mit viel Kohlensäure in der vollen Trinkflasche ist blöd (an der letzten Verpflegung gab es nur Club-Cola und eben Apfelschorle), besonders wenn man nicht mehr dran denkt und wie gewohnt in den Trinkverschluß beisst...
DanielDüsentrieb
19.04.2011, 09:20
Hi madeba
Ich bin ja auch so ein heissporn, aber ich wenn man weis das man noch so viel vor sich hat bleibt man vernünftig. Langsam beschleunigen, keine Sprints, Bergauf vernünftig. Gut ganz so einfach wie es hier steht ist es nicht.
Vor allem mit Adrenalin ist es schwierig ruhig zu bleiben!
Troubadix
19.04.2011, 10:13
Thomas,
war das jetzt die Basis für Dein demnächst erscheinendes Buch "Zen und die Kunst, eine X-Stream zu fahren"?* :D
Aber im Ernst: Die Grundhaltung ist sehr, sehr gut. Gottesdienst ist für mich zwar etwas anderes, aber der Rest: Yessir! :)
Der Witz dabei ist ja, dass genau diese Haltung zu deutlich längeren möglichen Tagesstrecken und höheren Tagesschnitten führt, weil einfach die Sammlung auf das Radfahren, "der Flow" einen ungehinderten, unverkrampften Energiefluss ermöglicht. Ein bisschen Velosophie muss auch mal sein.
Grüße, Martin
*Anspielung auf eines meiner Lieblingsbücher (http://de.wikipedia.org/wiki/Zen_und_die_Kunst_ein_Motorrad_zu_warten)
runwithdog
19.04.2011, 10:54
Moin Troubadix,
off topic: ja, gutes Buch!
Gruss, rwd
Finde den Ansatz von Thomas genau richtig - man muss die Sache gelassen angehen. Unterwegs wird es immer wieder auch Situationen geben, in denen man sich momentan schwächer fühlt -- keine Panik, das Körpergefühl schwankt den Tag über. Ausreichend essen und trinken ist wichtig, dann machen solche Dellen nichts.
Sich von Leistungsdaten zu entfernen, den Schnitt tagsüber unbeachtet zu lassen und sich nicht selbst unter Druck zu setzen, hilft sehr. Das heisst nicht, dass man nicht ab und an ein kleines Rennen fahren kann, wenn einem danach ist und eine Renndradlergruppe lockt ...
Ich freue mich schon sehr auf Amerika.
Jupp
(*mittlerweile haben mich die toleranten Rennradler aus den Ergebnislisten wieder rausgenommen :mad: )
Mit welchem Rad bist Du gefahren? Ich in bei vom gleichen Veranstalter organisierten EZF öfter mit meinen Tiefliegern gefahren. Beim ersten mal gab es keine extra Wertung (da war ich 2.) aber danach hat er immer eine eigene Kategorie für Liegeräder gemacht, weil immer wer am rumnörgeln war. Ich finde es schonmal gut, dass man überhaupt mit der Liege starten kann.
David
Das heisst nicht, dass man nicht ab und an ein kleines Rennen fahren kann, wenn einem danach ist und eine Renndradlergruppe lockt ...
Ich bin kein Mantafahrer, der sich besser fühlt, weil er sich einen Porsche gekauft hat. Ich weiß, daß ich das schnellere Fahrzeug habe. Wenn schon Rennen mit Rennradlern, dann bergauf.
Ich freue mich schon sehr auf Amerika.
Nicht nur Du! :-)
Mit welchem Rad bist Du gefahren? ...
mit dem Milan. Ich hatte unmittelbar vor der Anmeldung auch noch gefragt, ob ich damit auch wirklich mitfahren darf. Die Rennleitung hatte auch gleich gesagt, es würde Maulereien geben, und das sie daher eine eigene Wertung für LR machen würden. Ein einzelner ließ es sich dann auch nicht nehmen mir zu sagen, das ich doch lieber beim Eierschalenrennen mitfahren sollte :rolleyes:. Überraschend viele zeigten sich aber sehr interessiert an der VM-Technik, zwei bis drei Köpfe steckten eigentlich immer im Milan :). Einige erzählten, das sie bei der Fahrt dorthin mit ihrem Auto eine Weile hinter mir her gefahren wären, und waren sehr beeindruckt von der Geschwindigkeit. Umso mehr, als sie dann den leicht übergewichtigen, untrainiert wirkenden Fahrer gesehen haben ;).
Das ich vorne mitfahren könnte, ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, dafür war der Kurs eigentlich zu eckig. Und ich hatte ja auch noch die M+ drauf und den Gepäckraum voll mit überflüssigem Plunder :o. Das zeigt ja auch, das ich relativ ambitionslos dort hingefahren bin, mir ging es nur ums Training und darum, Werbung für LR bzw. VM zu machen.
Das wird schon langsam grenzwertig mit der Temperatur jetzt, inzwischen will ich nicht mehr ankommen weils mir zu anstrengend ist sondern weils mir zu heiss wird. Aber wir haben ja auch jetzt schon die Temperaturen die für ROAM zu erwarten sind. Insofern alles im grünen Bereich :)
Smilingdevil
21.04.2011, 10:58
....Go one3 auch noch ungetunt ( kann Mann schließlich 7km/h schneller machen),
----> Daniel <----
Ich warte immernoch auf deine Tuningtipps...
Gruß, Axel
Smilingdevil
21.04.2011, 11:12
..also, ich bin letztes Jahr "aus dem Stand" 100 km nach Mainz gefahren (mit kleinem Bergtraining durch den Taunus) (http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?24398-Meine-erste-Langstrecke-97km) und dieses Jahr 80km nach Kahl (wobei das wie bekannt ist nicht so toll gelaufen ist).. dennoch war ich bis Kahl der Meinung ein gutes Grundpotenzial gehabt zu haben, seit der fahrt nach Kahl ist irgendwie der Wurm drin.. Darum begann ich nun damit regelmäßig kürzere Strecken zu fahren, um da jetzt mal Ruhe hinein zu bekommen, derzeit mit mäßigem Erfolg. Gestern und heute bin ich jeweils etwas unter 2 Stunden unterwegs gewesen und habe dabei 45 und 40 Km bei einem Nettoschnitt von 24 km/h zurückgelegt ( keine nennenswerten Pausen). So wollte ich das zunächst mal weiterführen, um die sich derzeit einstellenden Wadenkrämpfe in den Griff zu bekommen (ich vermute nach umstellung der Kurbellänge und Verstellung des Tretlagerabstandes einfache Andersbelastung in den Beinen die ich trainieren muß).. obschon der Änderungen und der ausergewöhnlichen Belastungen "nebenher" habe ich diese Woche zweimal meine Bestmarke auf dem Weg zur Arbeit toppen können, für mich ein Zeichen das die Änderungen in die richtige Richtung gehen und sich ein trainingseffekt einstellt.. (oder ich hatte 2 mal Rückenwind..) Ich werde nun mal nach "Wadenkrampf" hier im Forum suchen, wer meint dazu noch hilfreiche Tipps teilen zu wollen, soll das bitte tun, auch würde mich so langsam das Thema "Ernährung" interessieren..
Gruß, Axel
Reinhard
21.04.2011, 11:48
Ich warte immernoch auf deine Tuningtipps...
Daniel hat keine Zeit, der muss ein Evo K für die Spezi fertigmachen ... :D Außerdem sind Tuning-Tipps zu spät für ROAM und der Tuning-Tipp steht doch schon im Titel des Threads ... :D
Koriander
21.04.2011, 12:38
Oha. Zu den Wadenkrämpfen kann ich leider nichts weiter beitragen. Ich kriege es alerdings mit der Angst um dich, wenn ich lese, dass du einmal letztes Jahr 100 km (bzw. zweimal, bist ja auch zurück) und einmal dieses Jahr 80 km gefahren bist. Da muss ich in Oleks (meiner Ansicht nach nicht fieses) Horn tuten.
Ich bin schon einigermaßen häufig gute 100 (bis max. 150 km) gefahren. Beispielsweise letzten Fr 118 und So zurück die 118 km und Dienstag 155 km. Schnitte ca. 20/21 km/h mit Flevo Basic bzw. 23-25,5 km/h mit Mango. Aber 200 km oder darüber, und das dann noch mit erwähnenswerten Steigungen und u. U. schlechter Oberfläche, und das dann noch am nächsten, übernächsten etc. Tag wieder..... würde ich ganz sicher nicht durchhalten.
Du hast, glaube ich, kleine Kinder und daher natürlich familiäre Verpflichtungen, aber ich rate auch dringend dazu, irgendwie einige zusammenhängende Tage herauszuschlagen und mehrere 100+ km Etappen hintereinander auszuprobieren. Ichn habe den Eindruck, dass Männer schneller und mehr antrainieren können als Frauen, aber eine gewisse Erfahrung ist sicher nötig.
Grüße, Christiane
runwithdog
21.04.2011, 13:31
Moin
zu den Wadenproblemen (Achtung! ich bin kein Fachmann!) Bei mir habe ich festgestellt das mit weiter zur Fussmitte verstellten Cleats die Beschwerden geringer geworden sind. Ich hatte sie um Platz im VM zu erghalten ganz nach Vorne gestellt, bin jetzt aber wieder etw 5mm zurück. Jetzt scheints auch über 120km ohne Mucken zu gehen. Kann natürlich auch an der Anpassung liegen - ich fahr im Moment recht viel.
Gruss, rwd
Daniel hat keine Zeit, der muss ein Evo K für die Spezi fertigmachen
Was ist dieses ominöse Evo K?
Dieses olivgrüne questähnliche Teil mit dem Daniel schon auf der letzten Spezi die Fußgänger erschreckt hat?
Das wäre ein VM nach meinem Geschmack (natürlich nicht zum Fußgänger ärgern). Ich meine, ich hätte mal irgendwo im Web was drüber gelesen.
Daniel, wenn Du das mit nach USA nimmst, dann würde ich gerne mal die Fahrzeuge tauschen.
Reinhard
21.04.2011, 19:06
Dieses olivgrüne questähnliche Teil mit dem Daniel schon auf der letzten Spezi die Fußgänger erschreckt hat?
Nö, das ist ein Evo-R. Das erste Evo-K siehst Du hier (http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?26038-Neues-vom-EVO-K&p=331765#post331765) (kannst Du gleich mit (D)einer X-Stream vergleichen :D). In dem Thema steht mehr dazu ...
olek1311
21.04.2011, 21:36
...um die sich derzeit einstellenden Wadenkrämpfe in den Griff zu bekommen (ich vermute nach umstellung der Kurbellänge und Verstellung des Tretlagerabstandes einfache Andersbelastung in den Beinen die ich trainieren muß)..
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass schon die Iso-Einlagen in den Winterschuhen eine für mich merkliche Veränderung der Sitzposition respektive auftretende Probleme im Knie/Wadenbereich ausmachen können.
Ein verstellen der Kurbel um wenige Milimeter kann so für mich ein positives oder sehr negatives Ergebnis beeinflussen.
Ebenso die Schuhe. Da hat es lange gedauert, bis ich die für mich richtigen gefunden habe (hab seinerzeit gleich 4 Paar meiner Lieblingsschlappen gekauft- genug für die nächsten 10 Jahre...:D). Zu groß, zu weit, falsche Schnürung, rutschende Ferse, etc. Alles beeinflusst den Bewegungsablauf und sorgt für Schmerzen oder Wohlbefinden.
Cleatposition ist auch wichtig. Einen spitzen Fuß zu fahren kann ich mir z.B. auch nicht leisten. Führt unweigerlich zu Streß in den Waden.
Die Sitzmatte, oder auch die Bikerhosen (ich fahr oft welche mit Sitzpolster- max. +5mm Sitzhöhe?) können sich auf die Muskeln schlagen (hinterer Beinmuskel und Po krampft und son Mist).
Also rate ich Dir: fahren, fahren, fahren und immer schön hin und her Probieren.
Leider sind Schmerzen wie Du sie schilderst oft erst nach einigen Tagen mit der richtigen Sitzposition wieder auskuriert. Ich drücke Dir mal ganz doll, die Daumen, dass Du schnell DEINE optimale Wohlfühlposition findest.
Grüße
Oliver
Daniel hat keine Zeit, der muss ein Evo K für die Spezi fertigmachen ... :D Außerdem sind Tuning-Tipps zu spät für ROAM und der Tuning-Tipp steht doch schon im Titel des Threads ... :D
... Und nicht nur das! Meine SL Karosse soll ja auch noch fertig werden.
Gruss,
Claas :)
DanielDüsentrieb
21.04.2011, 22:24
... Und nicht nur das! Meine SL Karosse soll ja auch noch fertig werden.
Gruss,
Claas :)
Hi
In der Produktion des normalen sl bin normalerweise nicht dabei.
Axel
Man Dich hab ich vergessen. Schau dir doch mal den Threat Paderborn 2009 mal am da sind einige Bilder. Genaueres geschildert habe ich in den tiefen des Forums auch schon vergraben.
Schneller geht's wenn ich das an der Spezi verzähl.
Das grüne fährt Joggl. Dies ist das Edge R.
Das k, man das erste wird heut in einer großen Tour heimgefahren. Ich habe von diesem doch tatsächlich keine Bilder. Habe einfach keine Zeit und keinen Kopf dafür gehabt.
Mal kurz ein mini Einblick. Lenkung ist ein Traum. Es könnte schnell sein. Bin nur mal kurz mit Schlappen Gefahren und war sehr enttäuscht.
Eine Aussage wäre nur im rolltest aussagekräftig gewesen, aber auch da nicht wirklich weil die Rohloff neu nicht rollt. Mit schlupf und Rohloff an Bord. Nee wirklich da fahre ich lieber Mtb. Wirkungsgrad zusammen im neuzustand einfach nur lächerlich. Um das Hinterrad in Drehung zu versetzten braucht man normal 200-400g. Hier im Highspeeddrivemodus sind das Kilos.
Wenn das mit der Velomobilerei was längerfristiges wird nehm ich nach der ROAM gerne so eins :)
Smilingdevil
22.04.2011, 16:18
Ha! (http://www.velomobilforum.de/forum/entry.php?726-6462-km-Trainingsfahrt-f%FCr-ROAM-100km...)
...So!
DanielDüsentrieb
22.04.2011, 19:14
verstehe ich das richtig das Du nicht schon des öfteren über 100-150km gefahren bist?
Am Karfreitag war es warm, aber es war keine richtige ROAM-Temperatur. Deshalb bin ich mit Deckel gefahren - allerdings ohne Kopfhaube. CAS meinte mal hier irgendwo, seinen Beinen würde Wärme nichts ausmachen (oder so ähnlich). Da könnte er recht haben. Auch meine Beine haben sich nicht über die hohe Temperatur beschwert, aber der Rest meines Körpers hat ein klares NEIN! von sich gegeben. Bergauf habe ich dann den Deckel aufgemacht und den Arm zur Kühlung rausgehängt. Bei ROAM kann ich das nicht machen. Da habe ich keine Kühlung von außen. Da wird es warm (um nicht zu sagen: heiss).
Was tun für ROAM?
zusätzliche Lüftungslöcher? Da kommt dann zwar auch nur wenig kühle Luft rein, aber die Verdungstungskühlung wird besser.
die schwarze Schrift auf meinem VM, macht die Wand deutlich wärmer. Die kommt auf jeden Fall weg (die Schrift). Statt dessen irgendwas mit reflektierender Folie? Oder ist meine eigene Verlustleistung soviel größer, daß das nicht merklich viel bringt?
das nasse Handtuch auf dem Kopf und Nacken ist wichtig.
das Versatile-Dach ist zu schmal. Da muss noch ein Sonneschutz ran.
Sitzkühlung? Auf dem VM-Treffen in Hohensolms letzes Jahr hatte jemand (Baulchen?) eine gute Idee: Crushed Ice - gibt es in den USA wohl an jeder Ecke. Z.B. könnte man die Hohlräume des Novosport-Sitzes damit füllen.
Statt mit kurzärmeligem Fahrradtrikot besser mit einem dünnen langärmeligen weißen Hemd fahren?
Die tägliche Fahrerei und die lange Strecke nehme ich nicht auf die leichte Schulter, aber die Hitze wird ganz klar _mein_ Hauptproblem. Ich werde also morgens möglichst bei Sonnenaufgang losfahren.
...Ich werde nun mal nach "Wadenkrampf" hier im Forum suchen, wer meint dazu noch hilfreiche Tipps teilen zu wollen, soll das bitte tun, auch würde mich so langsam das Thema "Ernährung" interessieren..
meine Ernährung gestern:
(290km, 800hm, 8.30 - 22.45 Uhr, reine Fahrzeit 9h20min)
morgens vor Abfahrt:
vier Scheiben Toast: 2 Nutella, Honig, Frischkäse (also wie jeden morgen ;))
ca. 0.5l Milch
0.5l Wasser
im Gepäck:
1l Energietrink* und Pulver für einen weiteren Liter, 1.5l Wasser
0.5l Cola
2 Bananen, 1 Birne (aber später zermatscht entsorgt)
als Notration Power-Gel (nicht benutzt), zwei Riegel Fensterkitt (aka Energieriegel, einen gegessen)
unterwegs über den Tag gekauft:
- heiße Schokolade, Schokocroissant, Milchbrötchen
- Eiscafe
- Fischbrötchen
- 1.5l Wasser (davon 1l angerührt), 0.5l Cola, Snickers, 2TL Salz (nicht ins Wasser gemixt, sondern gleich so runtergewürgt)
- zwei Kugeln Eis
- Döner, 2x 0.33l Cola
Zu Hause dann noch 0.5l Recovery-Drink* und bis zum Einschlafen noch etwa 1l Wasser bzw. Iso-Brause.
Morgens und Abends war es eher kühl (kurze Klamotten aber dünne Mütze), am Tage fuhren wir meist über schattige Alleen (Temperaturen um 24°C). Ich bin die ganze Zeit mit Deckel aber ohne die Haube gefahren, war kein Problem soweit.
Heute war ich trotz der 85 bzw. 95km der Vortage fit genug für Gartenarbeit, nur das Zwicken in der Kniekehle ist wieder da. Das war gestern aber auch schon nach etwa 130km so und hat sich danach nicht verändert. Also beunruhigt mich es erstmal nicht, werde ich aber im Auge behalten. Ich vermute, das das mit der "ziehenden" Bewegung zusammenhängt, da ich das beim Treppensteigen auch merke.
Probleme mit Krämpfen habe ich z.Zt. jedenfalls keine mehr, eher schon mit leicht schmerzenden Fußsohlen. Könnte daran liegen, daß wir während unserer Pausen kaum vom VM weggekommen sind um ein paar Schritte zu laufen.. In Celle z.B. hatten wir kaum gestoppt und saßen noch im VM, da stand schon eine Traube Spaziergänger um uns herum.
Für ROAM sollten wir gruppenweise einen Plan aufstellen, wer abwechselnd bei den VM bleiben muß, damit die anderen ihre Ruhe haben und sich der Erholung widmen können ;)
* ich habe gute Erfahrungen mit Ultra-Sports Produkten gemacht, vor allem mit dem "Buffer" für unterwegs (leider fördert das Zeug die Bildung von Knallgas) und dem "Refresher" für hinterher. Es gibt dort auch Produkte zur Unterstützung des Bandapparates, die Mitglieder unserer Laufgruppe schon erfolgreich angewendet haben. Einfach mal reinlesen. Du kannst die enthaltenen Nähstoffe natürlich auch über "normale" Nahrung zu Dir nehmen, macht nur etwas mehr Arbeit und ist vielleicht weniger kompakt. Andere Hersteller haben da bestimmt auch was im Angebot, aber der Dr. Feil ist außerdem auch noch ein richtig Netter ;)
Wo wir gerade beim Thema sind: darf ich solche Pülverchen in ungeöffneten Originalbehältern eigentlich in die USA einführen ?
(290km, 800hm, 8.30 - 22.45 Uhr, reine Fahrzeit 9h20min)
Da brauche ich ja keine Angst zu haben, daß Du mir den Platz auf dem Besenwagen streitig machst. :-)
leicht schmerzenden Fußsohlen. Könnte daran liegen, daß wir während unserer Pausen kaum vom VM weggekommen sind um ein paar Schritte zu laufen
Ja. In der Pause ein paar Meter barfußlaufen hilft. Ich habe mir vorgenommen, als Zusatz-ROAM-Training, soviel wie möglich barfuß zu laufen.
Was für Innensohlen hast Du in Deinen Schuhen?
Bei mir geht es am Besten mit meinen alten ausge"latschten" Ledereinlegesohlen.
BTW: Die Karfreitagstour war meine erste Tour ohne Socken. Mit meinem fast neuen Scott-Schuhen war das absolut kein Problem. Keine Druckstellen und auch keine Reibung an der Ferse. Bin begeistert. Diese Investition hat sich gelohnt. Die letzten zwei Paar (Shimano u.a.) waren dagegen eine echte Fehlinvestition.
Für ROAM sollten wir gruppenweise einen Plan aufstellen, wer abwechselnd bei den VM bleiben muß, damit die anderen ihre Ruhe haben und sich der Erholung widmen können ;)
Möglichst nur dort pausieren, wo wir alleine sind.
Da brauche ich ja keine Angst zu haben, daß Du mir den Platz auf dem Besenwagen streitig machst. :-)...
in unserem PickUp kommt vorne ans Armaturenbrett eine Plakette mit meinem Namen ;)
...Was für Innensohlen hast Du in Deinen Schuhen?...
Genau die, die dort drin waren. Ich habe einfache Shimano-SPD-Treter, die eher wie Stadt-taugliche Sportschuhe aussehen. In denen kann ich auch tatsächlich ganz gut laufen, fürs Fahrrad gibt es sicher besseres. Aber da wechsel ich jetzt nix mehr, ich probiere nur nochmal meine SPD-Sandalen aus, die noch im Schrank liegen.
...Möglichst nur dort pausieren, wo wir alleine sind.
leicht gesagt, irgendwann werden wir unterwegs einkaufen müssen. Ich mag jedenfalls keine 4-5l Wasser spazieren fahren... Außerdem wollen wir die einfältigen Gemüter doch wachrrütteln ;)
Reinhard
23.04.2011, 23:38
Mit meinem fast neuen Scott-Schuhen war das absolut kein Problem.
Welche sind das Thomas?
Bergauf habe ich dann den Deckel aufgemacht und den Arm zur Kühlung rausgehängt. Bei ROAM kann ich das nicht machen.
Warum nicht? Ich setz mich am Berg gern aufrecht hin und lass beide Ellenbogen raushängen. Sehr angenehm bei den Temperaturen gerade.
Sitzkühlung? Auf dem VM-Treffen in Hohensolms letzes Jahr hatte jemand (Baulchen?) eine gute Idee: Crushed Ice - gibt es in den USA wohl an jeder Ecke. Z.B. könnte man die Hohlräume des Novosport-Sitzes damit füllen.
Ich arbeite gerade an einer Sitzbelüftung, mit einem Schlauch wird die Luft in den Sitz geleitet und kann durch Löcher am Rücken vorbei entweichen. Wir werden sehen wie viel das bringt.
Statt mit kurzärmeligem Fahrradtrikot besser mit einem dünnen langärmeligen weißen Hemd fahren?
In den letzten Tagen hab ich mein T-Shirt ausgezogen und über den Sitz gelegt, das bringt richtig was. Mit einem Trikot sollte es noch besser werden.
Die tägliche Fahrerei und die lange Strecke nehme ich nicht auf die leichte Schulter, aber die Hitze wird ganz klar _mein_ Hauptproblem. Ich werde also morgens möglichst bei Sonnenaufgang losfahren.
Nach der Karte haben wir irgendwas zwischen 25 und 30 °C zu erwarten, also so wie jetzt. In der Sonne ist das anstrengend, ich hoffe es hat ein paar Wälder da :) Und wer weiss ob die Sonne scheint?
hank1970
24.04.2011, 10:44
Also allgemein würde ich mir wegen der Temperaturen nicht so viel Gedanken machen.
In Texas bin ich jedes Jahr das Hotter than Hell 100 mitgefahren. Das sind 100 Meilen in Nordtexas Ende August. Auch Joggen bei 50° Celsius klappt ganz gut, man muss halt etwas mehr Flüssigkeit zuführen.
Auch bei der Arbeit war ich in Texas oft Temperaturen von 80° C ausgesetzt und musste dabei sowohl körperlich als auch geistig fit sein. Der menschliche Körper kann oft mehr als man denkt :-)
Welche sind das Thomas?
Scott Team steht drauf. Unten steht noch Stiffness index 8.
Fotoupload kriege ich von meinem Tablet nicht hin -kommt spaeter.
Warum nicht? Ich setz mich am Berg gern aufrecht hin und lass beide Ellenbogen raushängen. Sehr angenehm bei den Temperaturen gerade.
Ja, so mache ich das auch. Bei der Leiba geht das einfacher als beim Quest - deshalb will ich ja die Leiba mitnehmen.
Wenn ich oben schrieb, daß ich das mit der Leiba nicht machen kann, dann meine ich damit, den Deckel etwas hochklappen, um kühle Luft reinzulassen. Auf meiner Karfreitagstour waren es, wie gesagt, keine ROAM-Temperaturen. Erst der Deckel brachte mir die ROAM-Bedingungen. Und bei ROAM habe ich diese hohen Temperaturen eben auch ohne Deckel. Wenn ich da den Arm raushalte, dann fehlt die kühlende Luft, die ich am Karfreitag hatte.
Ich arbeite gerade an einer Sitzbelüftung, mit einem Schlauch wird die Luft in den Sitz geleitet und kann durch Löcher am Rücken vorbei entweichen. Wir werden sehen wie viel das bringt.
Interessant! Ich hoffe, die Ergebnisse zeigen sich noch rechtzeitig vor der Verschiffung der VMs. So daß ich da ev. noch was basteln kann. Viel Zeit haben wir nicht mehr.
Nach der Karte haben wir irgendwas zwischen 25 und 30 °C zu erwarten, also so wie jetzt.
Mittlere Tageshöchsttemperatur! Nicht ganz wie jetzt.
Und wer weiss ob die Sonne scheint?
http://www.velomobilforum.de/forum/images/imported/2011/04/1.png
Mittlerer Wolkenbedeckungsgrad in Promille.
Ein bißchen Schatten werden wir zum Glück haben.
Der menschliche Körper kann oft mehr als man denkt :-)
Der menschliche Körper im Allgemeinen vielleicht schon (siehe CAS u.a.). Aber mein Körper auch? Ich lebe seit fast 50 Jahren mit meinem Körper zusammen. Da lernt man sich ein bißchen kennen. Und wenn mein Körper sagt, er will von Mai bis September nicht in Italien Liegeradfahren und wenn er am Karfreitag sagt, er will nicht mit geschlossenem Deckel VM fahren, dann glaube ich ihm das. ;-)
Jack-Lee
24.04.2011, 13:12
Wie siehts aus mit Hautschutz?
Ich habe mich vorgestern auf ner 100km runde aaaarg verbrannt, trotz Sonnencreme... Hatte nicht erwartet (das dank Ozonloch über Deutschland) die Strahlung so heftig wird..
Gruß,
Patrick
DanielDüsentrieb
24.04.2011, 14:59
Wie nicht mehr lange!
Wenn man so liest wieviel ihr trainiert wird einem ganz Angst und bange. Ich habe bis vor kurzem nur 1h pro Woche Vollgas gefahren das war's drei vier mal etwas länger das war's. Manche trainieren evtl zuviel oder wer mal gut war wird es auch schnell wieder.
Ja gestern bin ich beim einkaufen von ner sehr jungen Blondine angesprochen worden. Das die Dinger echt cool sind und ob ich doch bei dieser amerikatour mit mache und noch irgend etwas von Giesen mit Vms
Wie nicht mehr lange!
Wenn man so liest wieviel ihr trainiert wird einem ganz Angst und bange. Ich habe bis vor kurzem nur 1h pro Woche Vollgas gefahren das war's drei vier mal etwas länger das war's. Manche trainieren evtl zuviel oder wer mal gut war wird es auch schnell wieder.
Ja gestern bin ich beim einkaufen von ner sehr jungen Blondine angesprochen worden. Das die Dinger echt cool sind und ob ich doch bei dieser amerikatour mit mache und noch irgend etwas von Giesen mit Vms
Habe auch den Eindruck das manche aufgebrannt sind wenn es so weit ist. Oder erproben sie sich?
BTW: faehrt die Blondine mit?
Wie nicht mehr lange!
Das bezog sich auf das VM-Tuning. In ca. fünf Wochen müssen wir unsere VMs verpacken.
Wenn man so liest wieviel ihr trainiert wird einem ganz Angst und bange. Ich habe bis vor kurzem nur 1h pro Woche Vollgas gefahren das war's drei vier mal etwas länger das war's. Manche trainieren evtl zuviel oder wer mal gut war wird es auch schnell wieder.
Mag ja sein, daß man mit machen VMs weniger trainieren muss, als mit anderen. Ich bin seit fünf Jahren kaum noch Rad gefahren und muss eine Menge aufholen. Ich seh's auch an meinen Wochenendtouren, daß da noch viel fehlt. Und, wie schon gesagt, ich würde gerne ein paar ROAM-Erweiterungen fahren. Da müßte man mal einen eigenen Thread aufmachen. Ganz besonders interessiert mich die Strecke über Palouse Falls am Tag 3. Ich hoffe, ich kann da ein paar der Highspeed-VM-Fahrer überreden mitzufahren und mir ein bißchen Windschatten zu geben. Madeba scheint ja ganz gut drauf zu sein. Der Joerg fährt ja auch ganz schön zackig - auch die Steigungen hoch. Jupp hat mich in Köln auch ganz schön naß gemacht, aber der muß als Tourcaptain natürlich die offizielle Route fahren.
Das mit dem zuviel trainieren glaube ich noch nicht. Ich habe zwar die Links von Lida noch nicht genau studiert, aber vor der Tour zuviel zu trainieren ist weniger problematisch, als sich auf "Training on the Tour" zu verlassen.
... Ich habe einfache Shimano-SPD-Treter, die eher wie Stadt-taugliche Sportschuhe aussehen...
stimmt garnicht, habe gerade nochmal nachgesehen. Es sind Diadora Venture (http://www.fahrrad.de/bekleidung/fahrradschuhe/diadora-venture-grau/255357.html?_cid=1_3_1_162_170_256_255357_&c=18#trekking-city-schuhe-trekking-city-schuhe-trekking-city-sc).
...Wenn man so liest wieviel ihr trainiert wird einem ganz Angst und bange. Ich habe bis vor kurzem nur 1h pro Woche Vollgas gefahren das war's drei vier mal etwas länger das war's. Manche trainieren evtl zuviel oder wer mal gut war wird es auch schnell wieder...
es hat ja nicht jeder ein paar VMe fürs Training zur Auswahl. :rolleyes: Für die meisten hier endet das VM-Training mit der Verschiffung Ende Mai. Mir wird Angst und Bange, wenn ich daran denke, das ich dann für zwei Monate auf Liege, Trike oder MTB ausweichen muß und mich dadurch evtl. wieder an eine andere Sitzposition etc. gewöhne, da ich den vorhandenen Fuhrpark nicht auf Milan-Maße einstellen kann. :(
Smilingdevil
25.04.2011, 00:41
verstehe ich das richtig das Du nicht schon des öfteren über 100-150km gefahren bist?
Ich dachte ich hab da bisher keinen Zweifel dran gelassen..
DanielDüsentrieb
25.04.2011, 10:35
Mit einem ja oder Nein könnte ich mehr anfangen. Jetzt weis ich es wieder nicht!
Ja das mit den vm stimmt! Das ist ja übel das man dann wenn die entscheidende Phase beginnt das eigentliche wichtige Trainingsgerät nicht mehr da ist. Für mich wäre ab diesen Zeitpunkt wenn ich trainieren würde also von fast null vollkommen ausreichend.
Mit einem ja oder Nein könnte ich mehr anfangen. Jetzt weis ich es wieder nicht!
Ja das mit den vm stimmt! Das ist ja übel das man dann wenn die entscheidende Phase beginnt das eigentliche wichtige Trainingsgerät nicht mehr da ist. Für mich wäre ab diesen Zeitpunkt wenn ich trainieren würde also von fast null vollkommen ausreichend.
Dann wäre jetzt Gelegenheit, Deine Teilnahme zu bestätigen -- von den gemeldeten Europäern haben bis heute erst 19 ihre Teilnahme an ROAM und an der Verschiffung definitiv bestätigt. Siehe Deinen Email-Eingang.
Jupp
hi Jupp,
ich bedauere es außerordentlich, daß ich ROAM nicht mitfahren kann. Alle Events außer dekra würde ich dafür opfern. Wer in seinem Kalender Platz hat und diese Chance nicht ergreift, den verstehe ich nicht.
Zum Tema Training ROAM:
Mich bringt am meissten ganz lange Distanzen gefolgt von vielen Tagen Erholung voran. Ich schlage vor alle 14 Tage (10 geht ja nicht so gut mit dem Kalender und Wochenden) gefolgt von ausgiebigen (Fress)pausen. Mit langen Distanzen meine ich ab 300km aufwärts. Es dürfen ruhig einmal 800 bis 1000 sein, wenn das Wetter so schön ist, wie jetzt.
Am Karfreitag war es warm, aber es war keine richtige ROAM-Temperatur. Deshalb bin ich mit Deckel gefahren - allerdings ohne Kopfhaube. CAS meinte mal hier irgendwo, seinen Beinen würde Wärme nichts ausmachen (oder so ähnlich). Da könnte er recht haben. Auch meine Beine haben sich nicht über die hohe Temperatur beschwert, aber der Rest meines Körpers hat ein klares NEIN! von sich gegeben. Bergauf habe ich dann den Deckel aufgemacht und den Arm zur Kühlung rausgehängt. Bei ROAM kann ich das nicht machen. Da habe ich keine Kühlung von außen. Da wird es warm (um nicht zu sagen: heiss).
Was tun für ROAM?
Mach doch keinen solchen Blödsinn. Es ist etwas komplett anderes, ob man im Quest offen bei 35°C fährt, oder mit geschlossenem Deckel bei 20°C. Offen hast du immer einen kühlenden Fahrtwind am Körper, du musst halt aufpassen, dass du immer genügend trinkst. Bis 35°C habe ich im Quest keine Probleme, mal ausgenommen steil bergauf, wenn der Fahrtwind wegfällt. Bei Wärme mit dem Deckel zu fahren unter dem sich dann eine Dampfsaunaatmosphäre bildet, das ist nun wirklich kein velomobiler Genuss.
Ich würde für ROAM auf jeden Fall zum Quest und nicht zur Leiba raten, einfach weil du mit weniger Energie deine Tagesetappen hinter dich bringst. Der über den Beinen verstaubare Schaumdeckel ist auf Tour genial. Du wirst meist ohne fahren, aber ab und zu wird's vielleicht doch mal kühl sein oder regnen.
Viele Grüße,
Martin
Smilingdevil
26.04.2011, 13:24
Ok, Entschuldige.. nein mehr als 100km am Stück hab ich bisher nicht gesehen, und ich frage mich ob der Beitrag mit den 1000 km am Stück (im Bereich des öffentlichen Straßenverkehrs) ernst gemeint war.. denn dafür müsste ich bei meinem Schnitt 20 Stunden durchgehend fahren.. das wird an einem Tag ziemlich eng...
Gruß, Axel
Du fährst nen 50er Schnitt? dann brauchst du dir ja keine Gedanken zu machen :D
Damit hier nicht immer nur die besten schreiben, ich bin auch seit Jahren nicht mehr über 100 km am Stück gefahren, damit fang ich jetzt für ROAM wieder an.
bike_slow
26.04.2011, 14:03
Du fährst nen 50er Schnitt? dann brauchst du dir ja keine Gedanken zu machen :D
Na dann kann sich Christian ja warm anziehen in nächster Zeit ;)
-Andreas
Damit hier nicht immer nur die besten schreiben, ich bin auch seit Jahren nicht mehr über 100 km am Stück gefahren, damit fang ich jetzt für ROAM wieder an.
Lustig. Das stand noch gar nicht im Artikel als ich auf "Zitieren" klickte ...
Smilingdevil
26.04.2011, 15:24
..Aaaahhh ;-) nein ich hab die 50km für eine "Runde" in knapp unter 2 Stunden geschafft, und hatte nen 26er Schnitt.. irgendwie habe ich da wohl Wunschdenken und Realität vermischt.. also ich brauch 40 Stunden für die Strecke, in einem Tag für mich nicht zu bewältigen...
also ich brauch 40 Stunden für die Strecke, in einem Tag für mich nicht zu bewältigen...
Christian schrieb ja nichts von "an einem Tag". Ich glaube eher, er meinte "am Stück". Außerdem schrieb er ja auch ganz deutlich:
Mich bringt am meisstenMeine Ziele unterscheiden sich deutlich von Christians Zielen. Er will 1300km an einem Tag fahren. Ich will dieselbe Strecke in einer Woche fahren. D.h. ich muss meinen Körper dran gewöhnen 250km am Tag zu fahren UND am nächsten und am übernächsten usw. nochmal. Die 250 km am Tag sind kein ernstes Problem. Aber am nächsten Morgen aufstehen und schon wieder fahren, ist nicht so einfach. Und wenn ich mir vorstelle, daß ich das fast jeden Tag so machen muss und dann auch noch auf einer unbequemen Luftmatraze auf einem lauten Campingplatz schlafen soll. Dann wird es hart. Ich kann nicht mehr als zwei Tage in der Woche Langstrecken fahren. Also mache ich die Langstrecke länger. Nicht so lang, wie der Christian, aber dafür jede Woche. Eigentlich wollte ich endlich mal ernstlich mit dem Feierabend-Training anfangen, aber nach Christians Post werde ich mir das nochmal überlegen.
Mach doch keinen solchen Blödsinn.
Soo heiß war es noch nicht. Ich quäle mich doch nicht beim Radeln. Wie gesagt, ich habe den Deckel aufgemacht. Am Ostermontag bin ich ohne Deckel zurück nach München. Da war es dann abends bei Sonnenuntergang ohne T-Shirt doch recht kühl.
Es ist etwas komplett anderes, ob man im Quest offen bei 35°C fährt, oder mit geschlossenem Deckel bei 20°C.
Du hast schon recht. Im Quest hätte ich es unter dem Deckel nicht ausgehalten. In der Leiba kriegt man auch noch die Abwärme der Scheibenbremsenkühlung - die ist aber bergauf kein Problem. ;-)
Ich würde für ROAM auf jeden Fall zum Quest und nicht zur Leiba raten, einfach weil du mit weniger Energie deine Tagesetappen hinter dich bringst.
Du hast schon recht. Die Frage ist nur, wie groß ist der Unterschied tatsächlich? Und daß es im Quest deutlich wärmer ist, weiß ich aus eigener Erfahrung.
Das neue Quest habe ich Anfang April überraschend bekommen. Den Sitz müßte ich modifizieren. Der Rest paßt ganz gut. Mir scheint, das neue Quest ist deutlich schwerer als das alte Quest und als die Leiba. Ist aber kein Totschlagargument.
Und außerdem: ROAM soll keine in eine Quest-Parade werden. Ist doch gut, wenn die VM-Vielfalt zu sehen ist. O.K. mit dem Cab-Bike würde ich ROAM auch nicht fahren wollen.
Im Alpenvorland ist der Unterschied in der Durschnittsgeschwindigkeit zwischen Quest und Leiba nicht besonders groß. (Außer südlich von Aogschburg - da hast Du anscheinend alle Hügel plattwalzen lassen, damit Du mit dem Quest besser heizen kannst ;-). Nur das mit der Hochbrücke über den Lech hat noch nicht geklappt. )
Ein Argument für das Quest wäre noch die Ersatzteilversorgung. Einen Satz Quest-Ersatzteile könnte man wohl mitnehmen. Aber dann auch noch Leiba-Ersatzteile? Wenn ich eh der Einzige bin. Go-Ones fahren anscheinend mehrere mit. Mangos wohl auch.
Ich finde auch, Abwechslung muss sein! Wenn mir das Quest nicht so gut gefiele, würde ich was anderes fahren.
christoph_d
26.04.2011, 21:18
..Aaaahhh ;-) nein ich hab die 50km für eine "Runde" in knapp unter 2 Stunden geschafft, und hatte nen 26er Schnitt.. irgendwie habe ich da wohl Wunschdenken und Realität vermischt.. also ich brauch 40 Stunden für die Strecke, in einem Tag für mich nicht zu bewältigen...
Nee... der Schnitt sinkt mit der Streckenlänge. Mein Realschnitt bewegt sich auf längeren Strecken zwischen 15 und 22km/h je nach Wetter, Gelände, Tagesform und Motivation.
viele Grüße
Christoph
Oben schrieb ich, daß die Artikel auf die Lida verlinkt hatte, zeigen, daß "Training on the Tour" nicht effektiv ist. Das ergibt sich eben schon daraus, daß besonders beim Radfahren die positive Wirkung des Trainings viel länger anhält, als die negative Wirkung (diese Tabelle (http://home.trainingpeaks.com/media/66925/pmctable_499x535.jpg) in diesem Artikel (http://home.trainingpeaks.com/articles/cycling/the-science-of-the-performance-manager.aspx)). Also, je mehr man vorher trainiert, desto mehr hat man auf der Tour davon. Der Gag an dieser Performance Berechnung ist aber (vereinfacht ausgedrückt), den richtigen Zeitpunkt zu finden, an dem das Training reduziert werden muss, um die maximale Leistung zum Wettkampzeitpunkt zu erreichen. Schnelle Abnahme der negativen Effekte und langsame Abnahme der positiven Effekte führen zu einer Leistungsüberhöhung nach einer gewissen Zeit des Trainsgsabbruchs (dieses Bild (http://home.trainingpeaks.com/media/66915/image002.jpg)). Das könnte der Grund sein, daß CAS meint, nach einer langen Fahrt würden 10 Tage Pause zum besten Trainingseffekt führen. Kann gut sein, daß CAS da eh an einem oberen Leistungslimit anstößt. Ich bin aber nicht am oberen Leistungslimit. Auch bei mir wird sich nach einem Trainingswochenende ein solcher Leistungsüberschwinger einstellen. Die von Lida verlinkten Abhandlung sagt aber m.e. nicht direkt etwas über eine Verminderung des Trainingseffekts bei häufigem Training aus. (Es wird aber darauf hingewiesen, daß die Formeln von Busso nur Näherungen sind.).
Fazit: Häufiges, regelmäßiges Training führt zu "Dauermüdigkeit", die die momentane maximale Leistung begrenzt. Der Leistungsüberschwinger durch Trainingspausen ist auf die Dauer gesehen eine Chimäre. Nur für relativ kurzzeitige Wettkampfeinsätze ist dieser Überschwinger sinnvoll. Für so eine lange Tour wie Roll over America kann dieser Effekt höchstens am Touranfang von Nutzen sein - sozusagen mit dem Trainingsschwung über die Rocky Mountains rollen. D.h. vor ROAM ein paar Tage nicht zur radeln ist sinnvoll. Nur über die Länge der Pause bin ich mir noch nicht im Klaren. Die Zeitkonstanten und Gains aus Bussos Untersuchungen müssen ja nicht unbedingt auf mich passen. Aber wie man in der Tabelle sieht, ist die Erholungszeitkonstante beim Radeln recht kurz, so daß man CAS's 10-14 Tage Pause vor ROAM als passend annehmen könnte.
Also: Trainieren soviel und so lange es geht und die letzte Woche vor Abflug faulenzen.
(Wie gesagt, Bussos Modell ist eine Vereinfachung der komplizierten Zusammenhänge. Da müßte man nichtlineare Effekte und weitere Zeitkonstanten einfügen, um das Modell besser zu machen. Das Problem ist die Anpassung der Parameter.)
Also: Trainieren soviel und so lange es geht und die letzte Woche vor Abflug faulenzen.
Das klinkt prima Thomas und kommt ueberein mit meine Erfahrung das eine Woche bevor ein Wettkampf Ruhe das beste Resultat ergibt (werde die Links spaeter anschauen). Es kommt vielleicht auch darauf an wie gut wer den Jetlag ueberstehen. Ich moechte dazu fuegen das mann beim Training staendig aufs eigen Koerper hoert, damit mann sich nicht verletzt. Muskeln, Hertz und Lungen sind nun mal viel schneller trainiert als das die Sehnen mithalten koennen.
Ach ja, noch eins: Haltet auch der Ruhepuls am Morgen im Auge. Wenn die zu hoch ist, koennte das auf zuviel Training deuten. Ich bin da gewesen. Ist nicht gut....
Habe heute Quest 502 aus Dronten abgeholt und die 288 km nach Hause gefahren.
Gutes ROAM-Training, weniger wegen der Tagesetappe als vielmehr als Erinnerung daran, wie ROAM sein wird -- Dronten-Bonn, Tag für Tag -- das belebt meinen Respekt für unser Vorhaben.
Wie Thomas schrieb; die Strecke in einem Rutsch zu fahren, ist kein Thema, sondern am nächsten, übernächsten und so weiter Tag wieder, schon.
Wichtig scheint mir, bei solchen Touren auf seinen Körper zu achten -- ein solcher Tag darf mich nicht auspowern, die Leistung sollte aus der Grundlast kommen.
ROAM beiseite, das aktuelle Carbon Quest ist schon ein tolles Gefährt. Mein Vergleich zu Q502 ist mein Q205, gut 38 kg schwer, mit dem alten Sitz, dem Inoled Extreme Licht, der damaligen Hinterradschwinge und Blinkanlage etc. Da hat velomobiel seither eine Menge gemacht, alles besser. Und dann das Gewicht -- ein himmelweiter Unterschied, spürbar beim Anheben, aber vor allem im Antritt und an leichten Steigungen.
Die Fahrt heute hat richtig Spaß gemacht. Auf den schmalen Duranos und Strasse lag mein Reisetempo über Land fast immer bei 42-45 km/h. Das kannte ich nicht nicht.
Schnitt über die 288 km war 34,4 km/h, bis Meerbusch lag ich noch schön über 35, aber nach gefühlten 3000 roten Ampeln zwischen dort und Köln war das nicht zu halten. Auf Strecke habe ich keine Lust wie wild zu beschleunigen, wenn hinter der nächsten Kurve die nächste rote Ampel lauert ...
Reisetempo über Land fast immer bei 42-45 km/h. Das kannte ich nicht nicht.
Schnitt über die 288 km war 34,4 km/h,
Respekt!
Mein Schnitt auf fast derselben Strecke vor vier Wochen lag bei 23.4 km/h. Das kann doch nicht am Carbon liegen.
Darf ich trotzdem mit nach Amerika?
Reinhard
27.04.2011, 00:34
Das kann doch nicht am Carbon liegen.
Das liegt wirklich hauptsächlich am geringeren Gewicht (ansonsten ca. gleich effizentes Fahrzeug vorausgesetzt). Ich kann ähnliches im Vergleich MK II / SL bestätigen ...
Jack-Lee
27.04.2011, 00:42
@ Reinhard
Ein Geschwindigkeitsunterschied von über 10km/h im SCHNITT ist nur bedingt durch ca. 15-20kg weniger Systemgewicht? :confused:
Das mag ich so nicht wirklich glauben.
Gruß,
Patrick
Reinhard
27.04.2011, 00:48
Wo liest Du 10 km/h? Ach so, bei der Angabe von Thomas ... Nein, soviel ist das bei MK II / SL nicht, liegt aber doch bei rund 5 km/h (und ca. 9 kg weniger). Mag sein, das der SL aerodynamisch noch etwas effizenter ist, aber der Unterschied ist krass ... muss man einfach mal (er-)fahren.
Smilingdevil
27.04.2011, 08:05
(...) 23.4 km/h. (...)
Dich mag ich.. Dann sind wir halt das Schlußlicht, dafür kriegen wir dann auch ein eigenes GPS und Funk, und die anderen Bauen schonmal unsere Zelte auf ;-)
Mein trainingsplan sieht so aus das sich von nun ab jeden Tag den ich kann, mindestens 2 mal die Woche meinen Nach-hauseweg auf 50 km verlängern werde, und dazu an den Wochenenden mindestens ein 100km Runde und am Folgetag nochmal eine Strecke mindesten 50 km fahren will.. leider habe ich an den Wochenenden auch andere Dinge zu tun.. Menschen halfen mir beim Umzug, und ziehen nun selber um, Hausarbeit macht sich nicht von allein (wer hat das eigentlich erfunden!)
.. aber vor Roam soll an einem Tag mal die 200 km Schranke fallen.
Das ist realistisch was ich an training Leisten kann, außerdem fahre ich ja jeden Tag zur Arbeit und mache dabei kurze Intervalle mit hoher Kadenz.
Gruß, Axel
weniger Systemgewicht?
Das mag ich so nicht wirklich glauben.
Das ist bei dieser flachen Strecke wirklich unglaublich.
Der Jupp ist halt der stärkere Fahrer. Das sieht man im Geschwindigkeitsplot meiner Fahrt. Ab Kilometer 250, nach der kurzen Pause (erkennbar an der Stufe im 1h Avg) hatte mich der Jupp durch Köln/Bonn gelotst. Trotz dem, daß er noch sein altes Quest hatte und sich wegen mir zurückhielt und trotz der Radwegfahrerei, war das fast der schnellste Teil der gesamten Strecke.
Jupp schreibt auch, daß er meist 42-45 km/h gefahren ist. Bei mir könnte man mit viel gutem Willen 32-35 km/h behaupten.
19506
Also: Ich muss noch viel mehr und härter für ROAM trainieren.
Nachtrag um Mißverständnisse zu vermeiden: Das war die Überführungsfahrt von meinem neuen Quest.
und die anderen Bauen schonmal unsere Zelte auf ;-)
Mein Zelt wiegt nicht so extrem viel. Wollte es eigentlich beim Fahren dabei haben. Falls ich das Ziel nicht mehr erreiche, würde lieber in der Pampa übernachten, als daß ich mich vom Besenwagen mitnehmen lasse.
Das gilt ganz besonders für den Tag 3 (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america#tag2), wo ich ernstlich vorhabe die Palouse Falls zu besichtigen. Das schrieb ich schon ein paar Mal. Es ist mir Ernst damit. Da muß ich halt noch viiel mehr drauf trainieren.
Wenns geht bin ich dabei :) Mein Trainingsschnitt liegt auch so bei 23 km/h...
Smilingdevil
27.04.2011, 08:40
Mein Zelt wiegt nicht so extrem viel. Wollte es eigentlich beim Fahren dabei haben. Falls ich das Ziel nicht mehr erreiche, würde lieber in der Pampa übernachten, als daß ich mich vom Besenwagen mitnehmen lasse.
(...) Tag 3 (http://www.velomobilforum.de/wiki/doku.php?id=roll_over_america#tag2), wo ich ernstlich vorhabe die Palouse Falls zu besichtigen. (...) .
Ob ROAM die richtigen Rahmenbedingungen für Gewaltmärsche sind?
Ich meine, Keine Frage sollten wir uns als Team zusammentun (und von deinen Fahrleistungen halte ich das durchaus für sinnvoll) lasse ich mich dazu schnell überreden, Schöne Landmarks halte ich für wichtig wen meine Knipse funktioniert.. bringt uns halt nix wenn so eine Nummer dazu führt das wir den Anschluß verlieren für ein paar Tage, und hinterher doch auf dem Besenwagen sitzen weil wir uns übernommen haben. Aber ich wär dabei.
Wenns geht bin ich dabei :) Mein Trainingsschnitt liegt auch so bei 23 km/h...
Cool.. Kriegen die Gruppen Namen? "straggler (http://dict.leo.org/ende?lp=ende&p=Ci4HO3kMAA&search=straggler&trestr=0x8001)by default" ;-)
Damit der Carbon Faktor im Rahmen bleibt:
Bin diese Strecke ja schon häufiger gefahren -- Schnitt lag immer unter 30, bei mir immer Schnitt in Bewegung, aber immer von Tür zu Tür, also inkl. aller Stadtdurchfahrten.
Was hilfreich war: effizienterer Antrieb durch die neue Hinterradschwinge (ich fahre mit relativ hoher Drehzahl), Duranos, gutes Wetter. Das geringere Gewicht hat sich im Stadtverkehr positiv bemerkbar gemacht -- zwischen Meerbusch und Dormagen sind enervierend viele Ampeln -- und auf den leichten Anstiegen, die es immer wieder gibt -- wo ich mit Q205 zwei bis drei Gänge runter musste, bin ich gestern mit einem Gang, selten mal zwei weniger ausgekommen.
Thomas und Axel:
Ihr dürft natürlich beide mitfahren, Thomas auch zu den Wasserfällen, Axel mit hoffentlich ein oder zwei Tagen im Kopf, die ROAM Format haben. Das hilft wirklich -- weniger für die Beine, mehr für die Psyche. Du brauchst eine Vostellung davon, wie du dich fühlst und dass der Körper das mitmacht.
Für ROAM wird mitentscheidend sein, längere Etappen am Stück fahren zu können, sprich über 100 km ohne anzuhalten. Verbunden mit eher frühem Start schafft man sich so das Polster für eine längere Rast, wenn die Sonne am stärksten brennt.
Jupp
...Für ROAM wird mitentscheidend sein, längere Etappen am Stück fahren zu können, sprich über 100 km ohne anzuhalten. Verbunden mit eher frühem Start schafft man sich so das Polster für eine längere Rast, wenn die Sonne am stärksten brennt...
das halte ich für keine besonders gute Idee. Zumindest nicht, wenn Du das wörtlich meinst. Meine bescheidene Langstrecken-Erfahrung ist jedenfalls die, das in Abständen von etwa 90min kurze Pausen von wenigen Minuten (max. 5) sehr erholsam sind. Ein paar Schritte gehen, etwas essen und trinken, vielleicht mal kurz die Schuhe ausziehen, ...
(und welcher LR-Fahrer schafft - wenn er wirklich ausreichend trinkt - 100km am Stück ohne in die Büsche zu müssen ? ;))
Eine andere Erfahrung ist aber auch die, das bei Touren mit mehr als einem Teilnehmer diese geplanten kurzen Pausen sich schnell auf etwa eine halbe Stunde ausdehnen können :o
Was mir sonst noch aufgefallen ist: wenn einer aus der Gruppe Hunger hat, sollten alle anderen (wenn möglich) auch etwas essen. Bei der Spezi-VM-Tour haben wir am Montag innerhalb von 10km zwei längere Essenpausen eingelegt...
Smilingdevil
27.04.2011, 10:29
(...) wenn er wirklich ausreichend trinkt - 100km am Stück ohne in die Büsche zu müssen ?(...)
würde ich mehr saufen, hätte ich Gluckerbauch was sicher auch nicht gut oder "im Rahmen" ist, aber ich kann nicht sagen das ich dauerns am Pinkeln wäre...
Joerg046
27.04.2011, 11:05
würde ich mehr saufen, hätte ich Gluckerbauch was sicher auch nicht gut oder "im Rahmen" ist, aber ich kann nicht sagen das ich dauerns am Pinkeln wäre...
Ablaufschlauch ? :D
Mir tut es gut morgens viele Kilometer am Stück zu fahren. Trinken kann ich während der Fahrt, essen theoretisch auch wenn es sein muss (muss bestimmt bei den Leistungen jeden Tag), also finde ich 100km am Stück nicht unwahrscheinlich, sondern halte es für relativ sinnvoll.
Ein paar Stunden am Stück zu fahren ist dafür ein sehr sinnvolles Training, ob das dann am Ende 80, 100 oder 120 km sind ist relativ egal (hängt auch von der Strecke ab). Lange Fahrten über 200km und das an ein paar aufeinanderfolgenden Tagen sollte auch jeder zuvor mal gemacht haben, nur so kann man "Schwachstellen" im Equipment herausfinden, oder? ;)
Lange Fahrten über 200km und das an ein paar aufeinanderfolgenden Tagen sollte auch jeder zuvor mal gemacht haben, nur so kann man "Schwachstellen" im Equipment herausfinden, oder? ;)
... und im eigenen körper! vor meiner ostertour (500 km an zwei tagen, 29er schnitt) wusste ich nicht, dass ich unbedingt was für die achillessehne tun muss. jetzt weiss ich es und habe noch zeit dafür ...
... also fahrt, leute, fahrt!
... wusste ich nicht, dass ich unbedingt was für die achillessehne tun muss.
... und zwar die Pedale weiter heranholen (Millimeterarbeit).
Grüße,
Martin
Smilingdevil
27.04.2011, 14:32
Ablaufschlauch ? :D
..wieso hast Du etwa keinen der aus dem VM rausreicht ? (uuuuaaarghh!! ;-)
liegender_robert
27.04.2011, 14:35
Eine Tour von mindestes 300 km zeigt mir die Schwachstellen. Bis 300 km fahre ich immer ohne Probleme, erst danach merke ich wo's drückt und zwickt
Joerg046
27.04.2011, 16:18
Eigentlich wollte ich endlich mal ernstlich mit dem Feierabend-Training anfangen, aber nach Christians Post werde ich mir das nochmal überlegen.
Ach was, komm vorbei, dann fahrn mer noch eine Runde :)
Ach was, komm vorbei, dann fahrn mer noch eine Runde :)
Gern! Für mich ist das sicher ein gutes Intensivtraining, aber für Dich ist das doch fast wie Mutter-und-Kind-Radeln.
Nachdem ich das kaputte Hinterrad getauscht habe (zuviel Spiel und Lager vermutlich kaputt), könnte es etwas besser gehen.
Mein (Pollen)-Asthma wähnte ich an Ostern hinter mir. Aber schon nach einem Tag in München kriege ich keine Luft mehr. Ich muss raus aus dieser Sch***stadt!
... also fahrt, leute, fahrt!
Genau! Und wenn es doch zuviel war, dann wird Roll Over America zum Erholungsurlaub.
Ein paar Schritte gehen, etwas essen und trinken, vielleicht mal kurz die Schuhe ausziehen, ...
... oder andere Sohlen reinlegen und andere Socken anziehen. Oder nicht so fest drücken.
(und welcher LR-Fahrer schafft - wenn er wirklich ausreichend trinkt - 100km am Stück ohne in die Büsche zu müssen ? ;))
Wenn ich nun ICH rufe, dann sagst Du, ich trinke zu wenig. Gerade im Sommer kommt es oft vor, daß ich trotz großer Flüssigkeitsaufnahme nicht zum Pinkeln muss. Hängt auch von der Flüßigkeitszusammensetzung ab. Charles Henry hatte mir mal von diesem Stärkepulver erzählt, das man den Magersüchtigen ins Essen schüttet, das schmeckt nach nichts, klebt nicht, hat Kalorien und verhindert auch die übermäßige Wasserabgabe übers Abflußrohr. Ich gaube, CAS hat auch mal von dem Zeugs geschrieben.
Ich habe nur wenig Versuche damit gemacht. Aber sicher ist: es ist gerade im Sommer ein guter Ersatz für Cola.
Pinkeln, um die "Ballast"stoffe loszuwerden, kannst Du auch am Abend. Tagsüber solltest Du das Wasser lieber verdunsten.
... Tagsüber solltest Du das Wasser lieber verdunsten...
kann ich sowas auch trainieren ? ;)
Vielleicht habe ich während meiner langen Touren aus Angst auszutrocknen tatsächlich zuviel getrunken. Am Freitag waren es über den ganzen Tag verteilt immerhin etwa 8l Flüssigkeit (wenn ich Milch und Cola mitrechne). Und es war auch nicht so warm, wie ich angenommen / befürchtet hatte. Außerdem hatte ich an den beiden Tagen davor meine Flüssigkeitsspeicher schon gut gefüllt, obwohl ich bei deutlich wärmeren Temperaturen 74 bzw. 95 hügelige km unterwegs war.
Wenn ich dafür keine Probleme mit Krämpfen oder Kopfschmerzen bekomme (habe ich meist, wenn ich zuwenig trinke), fahre ich auch gerne zweimal rechts ran ;)
Trotzdem: was ist das für ein Stärkepulver ? Das würde ich gerne vor der Abreise nochmal probieren, ob ich es vertrage.
Trotzdem: was ist das für ein Stärkepulver ? Das würde ich gerne vor der Abreise nochmal probieren, ob ich es vertrage.
Müßte Maltodextrin gewesen sein. Ich hatte es damals in der Apotheke gekauft. Rieseneimer. War nicht billig. Abgefüllt in kleine Tablettenröhrchen und unterwegs dem Brunnenwasser hinzugefügt. Zur Zeit brauche ich diese Extraportion Energie nicht. Ich schleppe genügend Energiereservern in meinem Aerobelly mit mir rum.
Jack-Lee
27.04.2011, 22:28
Servus,
das Maltodextrin ist aber gar net mal übel ;)
120-135g pro Liter Wasser und dein Körper nimmt das Wasser ca. 4 mal schneller auf als pures Wasser und man hält den Blutzucker oben (Kein Hungerast).
Da ihr ja nicht sooo eine Leistungsdichte braucht, nehmt kurzkettige Kohlenhydrate. Bei Traubenzucker brauchts nur 50-60g und bei Zweifachzucker (Normaler Industriezucker) ca. 80-90g pro Liter ums isotonisch zu machen.
Noch ne kleine Messerspitze Salz (so das mans grade nich richtig schmeckt) und fertig.
Gruß,
Patrick
Ein ganz passabler Fertigmix ist auch das Basica-Pulver. Allerdings auch nicht günstig. Wenn ich vor der 100km-Marke nicht pullern muss ist das wohl die berühmte Frauenblase... :D
bike_slow
28.04.2011, 00:15
Da ihr ja nicht sooo eine Leistungsdichte braucht, nehmt kurzkettige Kohlenhydrate.
Harter Widerspruch. Bei Langzeitbelastung nimmt man eher langkettige KH (und genau solche findet man in Maltodextrin, das es dann noch in unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kettenlängen gibt), um einen langsamen Abbau und eine gleichmäßige, über lange Zeit verteilte Abgabe ins Blut zu gewährleisten.
Mit Traubenzucker spielt man mit seinem Insulinspiegel Pingpong. Nicht schön. Traubenzucker oder jedwede Gels auf Basis von Mono- oder Disacchariden sind ein hübscher Punch für den heftigen Berg voraus oder die letzten mühsamen 30 km. Man will Energie. Und das sofort.
-Andreas
Jack-Lee
28.04.2011, 10:18
Servus,
langkettige Kohlenhydrate werden nach und nach ins Blut abgegeben. Haben aber bei isotonischer Mischung auch mehr als doppelt so viele Kalorien wie zweifach/einfachzucker. Nicht das ihr noch dick werdet bei der Tour :p.
Mein Körper kommt erstaunlich gut mit Zweifachzucker (alle 10-15min) klar. Ich fahr aber auch meist längere Strecken mit Maltodextrinantrieb. So kann ich auch mal ne Trinkpause vergessen ohne nich gleich gegen die Wand zu fahren (Hungerast). Denn der kommt bei mir leider sehr sehr schnell... Einige können ja 3-4h ohne Futter fahren. Bei mir nach max. 1-2h schluss, dann krieche ich aufm Zahnfleisch.
GRuß,
Patrick
Interessant! Ich hoffe, die Ergebnisse zeigen sich noch rechtzeitig vor der Verschiffung der VMs. So daß ich da ev. noch was basteln kann. Viel Zeit haben wir nicht mehr.
So, jetzt hab ich was vorzeigbares:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5484.png
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/5485.png
Ich wollte nicht an der Karosserie rumbohren und ausserdem eine verstellbare Belüftung haben. Darum habe ich die Lampenverstellung neu gemacht. Sie ist jetzt invertiert, hat einen größeren Verstellbereich und ist viel leichter. Hinter der Lampe befindet sich der Schlauch, klappe ich die Lampe weg, strömt die Luft durch den Schlauch bis unter den gelochten Sitz. Ich konnte es heute schonmal testen, bei 30 km/h kommt ein guter Luftstrom aus dem Schlauch, bei 70 ist es nicht viel mehr. Der Schlauch hat dann wohl einen zu hohen Widerstand und die Luft strömt hauptsächlich vorbei. Das macht nichts, es war ja nicht mein Ziel bei Höchstgeschwindigkeit zu schweben sondern bei mittleren Geschwindigkeiten einen trockenen Rücken zu behalten. Aus Isomatte mache ich jetzt einen Trichter vorne an die Lampe welcher die Chose effektiver machen sollte und die Luftführung unter dem Sitz.
Hallo Jungs,
ich bin doch leicht irritiert über die Vorbereitungen.
Ich finde die Idee ROAM Klasse und habe auch überlegt. Mit einem schnellen VM wie Quest würde ich es mir prinzipiell zutrauen, diese Jahr bin ich die ersten 3 Monate jedes WE (im Dunkeln muss ich nicht trainieren) mindestens 2x125 km gefahren und nun je 2 200er und 2 300er Brevets inkl. 45 bzw 180 km für An und Abfahrt, auch Mal einen 520 km Trip nach Dronten und zurück (2000 km im April). Und ich habe in den letzten Jahren meine Jahres-km Dank Liege, VM und Brevet schrittweise gesteigert.
Dennoch schätze ich ein Ausfallrisiko durch technische Probleme und mehr noch durch physische Überlastungen von Gelenken, Sehnen, Stoffwechsel auch für mich als nicht gering ein. Der Zeitdruck durch den Rückflug und die Gesamttruppe wäre für mich eher belastend.
Daher kann jeder, der das Unternhemen angeht mit meiern Hochachtung rechnen. Aber wenn Ihr A sagt, dann bitte auch B, nehmt Euch die Zeit für das Training - von morgen an noch 3 1/2 Monate. Fahrt lange Distanzen (200 km) und dann die auch Mal Sa + So, Regeneration wichtig aber dann auch Mal nach Feierabend noch Mal 2 bis 3 h powern, Ende Juni an einem langen WO mit Brückentag Mal 4 Tage auch lange Strecken fahren.
Je besser trainiert Ihr an den Start geht, desto mehr Laune macht das Unternehmen ROAM und desto geringer ist das Risiko, dass alles im Frust endet.
Nicht ausreichend trainiert müsst Ihr jeden Tag deutlich an die Substanz gehen und nach 1 Woche sind Eure Akkus tiefentladen. Die Erfahrung habe ich in vielen 1-wöchigen Gebirgs-Camping-Touren gemacht - aber ich war mir dessen bewusst und habe mich in der Woche richtig ausgetobt - und das wars mir dann auch wert. Danach habe ich dann bei -x wieder angefangen bzw. bin in den Sommerurlaub mit Kind & Kegel gefahren und habe die Radsaison abgeschlossen.
Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?
Ist ein Arzt unter den Teilnehmern - mit ein paar Kortisonspritzen oder ähnlichem, um Entzündungen schnell in den Griff zu kriegen oder ein Physio?
Also, lasst Euch nicht unterkriegen, realisiert Euren Traum aber macht Euch und Eurer Familie bewusst, das Ihr in die Vorbereitung viel Zeit investiern müsst - die bringt Euch ja insgesamt nach vorne.
Ich selbst werde mit dem Liegerad versuchen Paris Brest Paris zu machen - auch ein Traum - ne Nummer kleiner und mit weniger Risiko
Bis denne - Hajo
Auf den schmalen Duranos und Strasse lag mein Reisetempo über Land fast immer bei 42-45 km/h.
Ich will jetzt neue Reifen aufziehen, sind die Duranos merklich besser als Kojak?
Duranos rollen besser, sind aber auch schmaler als die Kojak Kombination 35 vorn/50 hinten, die ich gefahren bin
Flanken sind empfindlicher als beim Kojak
Duranos rollen allerdings nur auf Max-Druck besser -- müssen öfter kontrolliert werden als die Kojak.
Jupp
Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?
Eine sehr gute Idee!
Ich selbst werde mit dem Liegerad versuchen Paris Brest Paris zu machen - auch ein Traum - ne Nummer kleiner und mit weniger Risiko
Dito, aber als wetterscheues Weichei fahre ich mit dem Quest. ;-)
Leute, hört auf Hajo, dann habt ihr gute Chancen, dass ihr später mal gerne an diese Geschichte zurückdenkt.
Grüße,
Martin
...
Dennoch schätze ich ein Ausfallrisiko durch technische Probleme und mehr noch durch physische Überlastungen von Gelenken, Sehnen, Stoffwechsel auch für mich als nicht gering ein. Der Zeitdruck durch den Rückflug und die Gesamttruppe wäre für mich eher belastend.
Daher kann jeder, der das Unternhemen angeht mit meiern Hochachtung rechnen. Aber wenn Ihr A sagt, dann bitte auch B, nehmt Euch die Zeit für das Training - von morgen an noch 3 1/2 Monate. Fahrt lange Distanzen (200 km) und dann die auch Mal Sa + So, Regeneration wichtig aber dann auch Mal nach Feierabend noch Mal 2 bis 3 h powern, Ende Juni an einem langen WO mit Brückentag Mal 4 Tage auch lange Strecken fahren
...
Wieviele VMs kann der Besenwagen mitnehmen? Falle mehrere Zweifel an ihrer Fitness haben oder MUffensausen: Wäre es eine Option 2 Fahrer für 1 VM, die sich abwecheln?
Ist ein Arzt unter den Teilnehmern - mit ein paar Kortisonspritzen oder ähnlichem, um Entzündungen schnell in den Griff zu kriegen oder ein Physio?
Also, lasst Euch nicht unterkriegen, realisiert Euren Traum aber macht Euch und Eurer Familie bewusst, das Ihr in die Vorbereitung viel Zeit investiern müsst - die bringt Euch ja insgesamt nach vorne.
Meine Hochachtung von allen P-B-P Teilnehmern; stelle mir das schwieriger vor als ROAM.
Dein Trainingshinweise teile ich, vielleicht nicht der Intensität nach, sondern eher der Richtung nach. Das A und O sind Erfahrungen mit längeren Strecken an aufeinanderfolgenden Tagen. Ohne das weiss der Kopf nicht was kommt, ist ja mein ceterum censeo in diesem Faden.
Genauso wichtig ist das Stoffwechseltraining -- länger im Grundlagenbereich trainieren, ob Laufen, Schwimmen oder Radfahren ist fast egal, Hauptsache mit geringerer Intensität. Das wird auch die Kunst auf der Tour selbst sein -- sich auch an heissen 250 km Tagen nicht auszupowern.
Die erste Woche wird hart werden (wäre sie auch, wenn wir von Ost nach West gefahren wären). Da werden die Wehwehchen, die Muskelverhärtungen und die Erschöpfungssyndome auftauchen. Wenn wir die überstanden haben, schaffen wir den Rest auch.
Ich hoffe, dass die technischen Probleme sich in recht engen Grenzen halten -- wissen kann ich es nicht. Alle sind jedenfalls gehalten, nur mit einem von ihnen selbst getesteten und bewährten VM zu fahren.
Es sieht so aus, als hätte ich in den ersten drei Wochen einen sehr erfahrenen Arzt (mit über 30 Jahren Klinik- und Notarzt-Erfahrung) dabei. Besenwagenkapazität wird bei 12 VMs liegen.
Jupp
liegender_robert
02.05.2011, 14:28
Besenwagenkapazität wird bei 12 VMs liegen.
Jupp
Das ist ja doch eine ganz beachtliche Kapazität. Wünsche Euch das diese niemal gebraucht wird.
habe auf Ultrastrecken auch schon bei guten Fahrer Schoko-Crossis massenhaft und Chips als Nahrung gesehen.
Ergänzend zu Maltodextrin 19 nehme ich auch gerne noch Tuck oder Butterkekse mit. Nicht wundern wie weit man mit 8 Keksen kommt - sehr weit. Also nicht zuviel einstecken.
1 Päcken Tuck ist gut für 200 km
Ergänzend zu Maltodextrin 19 nehme ich auch gerne noch Tuck oder Butterkekse mit.
Nach der Diskussion hier habe ich mir (nach 6 Jahren wieder) Maltodextrin - 6 gekauft. Weil ich immer noch genug Energiereserven mit mir rumschleppe, habe ich nur 40g auf 1L Wasser verwendet. Mit dem Erfolg, daß ich andauernd zum Pinkeln mußte. Am Abend hatte ich mir dann eine Cola gewünscht, es lag aber keine Tankstelle mehr auf dem Weg.
Die Bedienungsanleitung des Pulvers sagt, bis zu 50g/100ml sind möglich. Muss ich also viel dicker machen - die Brühe.
Gerade hat mich dieses PDF (http://www.triathlon-szene.de/pdf/Maltokonzept.pdf) wieder an das Salz erinnert, das auch Jack-Lee hier erwähnte. Das hatte ich vergessen reinzutun.
Mit Tuck meinst du wohl diese gesalzenen EPA-Kekse?
Ich versuche gerade von den Gummibärchen wegzukommen und nehme Cranberries und Cachew-Nüsse mit. Aber vermutlich brauche ich gegen Abend die Aromastoffe der Gummibärchen als Motivator.
Was mir auch ganz gut tut, sind getrocknete Bananen. Nicht die Chips, sondern die eklig aussehenden langen Dinger (quasi Landjäger für Vegetarier), die habe ich hier in der Gegend aber noch nicht gefunden.
Landjäger, gute Idee :) Ich weiss jetzt auch was das Quest auf 100 km verbraucht: 5 Schokobrötchen. Der Wasserverbrauch von nem halben Liter zählt nicht, ich hatte meine Flasche vergessen. Dazu kommen dann noch 100 Liter Funkverbrauch, denn wenn grad keiner hinguckt feier ich im Quest...
Am Sonntag gibt es hier (http://www.lrg-lenzinghausen.de/) eine nette RTF - ist jemand außer mir dabei? Donnerstag hole ich endlich mein Quest wieder und muss nicht mehr darüber nachdenken was ich zum Fahren anziehen muss! :dagegen:
Nina
und muss nicht mehr darüber nachdenken was ich zum Fahren anziehen muss!
Frauen haben Probleme. :rolleyes:
Aber auch ins Quest kann man sich gepflegt angezogen reinsetzen. Da gibt es doch dieses schöne Foto vom Sutrai auf seiner Ostseetour.
http://www.velomobilforum.de/forum/attachment.php?attachmentid=14796&d=1262108800
Irgendwo hattest Du geschrieben, daß Du befürchtest alleine bei ROAM durch die Pampa fahren zu müssen. Wenn Du morgens eine halbe Stunde vor Deinem Kleiderkoffer stehst und nicht weißt, was Du anziehen sollst, dann kann es gut sein, daß Du als Schlußlicht alleine fahren mußt. :D
:D Schön, wir verstehen uns! Ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt: ich überlege nicht -wie meine Tochter sagen würde - welches Outfit ich anziehe, sondern muss darauf achten nicht zu frieren oder übermäßig zu schwitzen. Das Problem hab ich im Quest nicht und finde das super: kurze Hose, T-Shirt und gut ist. :D
OK, in den Pausen muss ich natürlich den Fön rausholen, damit die Frisur sitzt. ;)
Es sieht so aus, als hätte ich in den ersten drei Wochen einen sehr erfahrenen Arzt (mit über 30 Jahren Klinik- und Notarzt-Erfahrung) dabei. Besenwagenkapazität wird bei 12 VMs liegen.
Jupp
Da habt Ihr ja wirklich mehr Reserve als ich vermutet habe - und zur Not könnten einige wirlich nur Teiletappen fahren - oder im Wechsel.
Damit wäre der Druck weg, sein geliebtes VM irgendwo in der Wüste aufgeben zu müssen ;-)
Nichtsdestotrotz, fahrt jetzt viel - das Ziel würde mich von alleine so motivieren, dass ich wohl eher Angst um meine Regeneration haben müsste, und wie Jupp schrieb, macht die Erfahrung von mehreren Tagen Fahren und bereitet Euch und Euer Umfeld auch mental auf die Fahrt vor.
Bis denne - Hajo
OK, in den Pausen muss ich natürlich den Fön rausholen, damit die Frisur sitzt. ;)
Und ich dachte dafür hätte Frau:
http://www.youtube.com/watch?v=qW9MuIyAG3U;)
Weil ich das Quest nicht in Bonn hatte bin ichs heute holen gefahren, über 30 km mit dem Skateboard. Jetzt weiss ich wie es sich anfühlt eine Tour zu beginnen und nicht zu wissen ob es zu schaffen ist :)
Martin D.
15.05.2011, 16:05
...bei Touren mit mehr als einem Teilnehmer diese geplanten kurzen Pausen sich schnell auf etwa eine halbe Stunde ausdehnen können :o...
20112 ... oder sich kurze Pausen beim Kartenstudium ergeben ...
... und sich Pausen bei netten Gastgebern (DANKE!) zu Stunden ausweiten ...
... und ein langsames Liegerad im Schlepp versucht einen Windschatten zu finden :o ...
... so dass sich ein VM mit unvollständiger Verkabelung,
....schnell noch mit Hilfe eines geliehenen Akku und einer Werkstatt auf die Heimfahrt vorbereiten durfte... ;)
... und dennoch bei einem gewissen anderen VM in der Nacht selbst der letzten Lichtakku versagte:eek:
Meine wenigen Bilder unserer Trainingsrunde vom Sa. 7. Mai 2011 (http://cid-c4af0362dd230399.office.live.com/browse.aspx/oeffentlich/20110507Hoyerhagen-Ristedt)
in der Norddeutschen-Tiefebene, ... die doch einige schöne Hügel hat.
Gruß vom Liegeradler,
in einer Gruppe aus 3 Milan (-en?) :rolleyes:
Martin D.
19506
Nur mal eine Frage zwichendurch, welchen Radcomputer/Programm wird hier genutzt.
Nur mal eine Frage zwichendurch, welchen Radcomputer/Programm wird hier genutzt.
Ich befürchte, jetzt wird's off-topic.
Für weitere Diskussionen PM oder einen eigenen Thread - oder gibt es schon einen passenden?
Nur kurz:
- Hardware: Ordinärer GPS-Logger (hier Samsung Galaxy Tab)
- Software: Home-made Python Script
runwithdog
19.05.2011, 12:30
Moin,
nachdem ich eine Woche geschwächelt habe (Konfirmation und dann schlechtes Wetter) bin ich gestern mal -"Hic Rhodos hic salta"- beim "Berg"zeitfahren der Tour de Flatz gestartet. Erwartungsgemäß kann ich vorne nicht mithalten, aber 33,8 im Schnitt bei etwa 24 km ist knapp einen km besser als vor 2 Jahren.:) Am Samstag will ich noch mal länger fahren, aber dann ist wieder 1 Woche berufliche Trainingspause. So ein kleines Rennen motiviert doch mal ganz gut.:D
Gruss, rwd
meine trainingsziele waren:
40 km-runde in unter einer stunde ... check
100 km in 3 stunden brutto ... check
250 km tagesetappe mit 1500hm ... check
200 km mit +30km/h nettoschnitt ... check (heute :-) )
also: ROAM kann kommen!!!
die letzten Wochen habe ich eher weniger zum ernsthaften Trainieren genutzt. Ich bin im Grunde immer noch der Überzeugung, das die Strapazen der Rockie-Etappen für mich nicht realistisch trainierbar sind. Die Touren fielen eher unter die Themen "Materialerprobung und -optimierung", "Ernährung" und vor allem "wie halte ich die Pausen jeweils unter 15min" :D. Für den letzten Punkt habe ich übrigens noch keine Lösung gefunden ;)
Mittlerweile habe ich die Idee aufgegeben, meinen Licht-Akku über HR-Nabendynamo und Forumslader zu versorgen. Das HR fahre ich jetzt zwar seit etwa vier Monaten spazieren, und der Lader-Bausatz liegt hier auch herum. Aber es fehlt schlicht an der Zeit, das alles noch gründlich zu erproben, daher ist mir die Sache zu heikel (sorry patrick !). Also bleibe ich bei zwei NiMH-Akkus (12V / ca. 2.5Ah), die ich abends im PickUp nachlade .
Statt des HR-ND kommt jetzt eine Miche Primato Syntesi Nabe im Milan zum Einsatz, die die Montage eines neunten Ritzels ermöglicht. So komme ich dann doch noch in den Genuss eines 34er-Rettungsringes, ohne den Rest des Ritzelpaketes durcheinander zu bringen. Damit sollte ich dann auch kurze (!) > 10%-Rampen schaffen. Natürlich schafft mein Tiagra-Schaltwerk keine 34 Zähne, also muste ich das auch noch wechseln. Die in meiner Werkstatt lagernden lange Shimano-Käfige passen im Milan nicht, also schaltet jetzt ein SRAM X7. Überflüssig zu erwähnen, das der Drehgriff jetzt auch neu ist...
Die Elektrik ist jetzt bis auf die Hupe komplett. Eine neue, kleine Box am Radkasten nimmt neben einem schaltbaren 5V-USB-Wandler noch den Blinkgeber, den Regler für die Cyos sowie Licht-, Kurvenlicht- und Warnblinkschalter auf. Das Bremslicht in den Blinkern hat jetzt auch endlich Anschluß an den Bremshebel gefunden. Da ich das Frontlicht jetzt unabhängig vom Rücklicht (finde ich persönlich auch viel wichtiger - zumindest am Tage) schalten kann, komme ich mit einer Akkuladung auch deutlich länger aus.
Kleinere Probleme hatte ich noch mit dem Sitz: ohne Matte ist er mir auf Dauer nicht bequem genug. Eine zweilagige Ventisit ist zu dick, damit müsste ich den Sitz verstellen, damit ich nicht mit den Knien gegen den Deckel stoße. Sitzverstellung war mir kurz vor der Tour aber zu heiß. Also habe ich mir von der Spezi eine riesengroße Ventisit-Matte mitgebracht, zurechtgeschnitten und pieksfrei (!) einlagig auf dem Sitz befestigt. Super komfortabel !
Die größte Sorge im Vorfeld von ROAM hat mir die Sonne gemacht. Die Berge sind das eine, aber in der prallen Sonne da raufkurbeln - au weia. Ein Versatile-Dach kam für mich nicht in Frage, das sieht auf dem Milan einfach nur sch**** aus. Eine Mütze gegen die Sonne ist keine Alternative für mich, da ich kein Mützen- oder Kappenfan bin, ich brauche Frischluft überall am Kopf. Mehrere Möglichkeiten habe ich durchdacht und wieder verworfen, entweder aus optischen oder handwerklichen Gründen. Dabei fahre ich die Lösung seit Monaten spazieren: die Rennhaube !
Ich habe jetzt die Seitenscheiben wieder herausgenommen und das Visier abmontiert. Zusätzlich habe ich am Ende der Haube, wo sie auf der Kopfhutze aufliegt, noch einen 10mm-Abstandshalter aus Isomatte untergelegt. Der Sonnenschutz ist perfekt, und es zieht darunter wie Hechtsuppe. So stark, das es bei abendlichen Temperaturen um 15°C schon etwas kühl im Brustbereich wird, wenn ich etwas angeschwitzt bin und nur ein sehr dünnes Shirt anhabe. Ohne die Haube wird es mir erst bei etwa 8-10° etwas unangenehm.
Tempomäßig würde ich die offene Rennhaube zwischen "geschlossener Rennhaube" und "ohne Rennhaube" einordnen, ohne wirkliche Vergleiche angestellt zu haben. Aber mein Körper funktioniert bei Wärme und Sonnenschein mit offener Rennhaube weitaus besser als bei den anderen beiden Varianten.
Gestern konnte ich das ganz gut vergleichen: ROAMi Andreas ist komplett geschlossen im Milan gefahren, ich offen. Obwohl wir auf unseren Touren immer etwa gleich"stark" waren, und sein Carbon-Milan auch noch die schnelleren Reifen hat (Conti GP vs. M+), musste er auf gerade mal 100km *richtig* leiden, während ich relativ entspannt fahren konnte. Am letzten kleineren Anstieg (vielleicht 60hm auf 3km) bin ich ihm leicht und locker einige 100m davon gefahren, obwohl er am Berg sonst doch etwas im Vorteil ist.
Ein großes Problem gelöst, ein kleines dafür nachgezogen: ich brauchte eine andere Sonnenbrille. Mit offener Rennhaube zieht die Luft so stark hinter den Gläsern her, das mir die Kontaktlinsen in kurzer Zeit austrocknen. Die neue Brille hat jetzt kleinere Gläser, sitzt etwas dichter an den Augen und schließt mit dem Rahmen fast am Jochbein ab, so ist es angenehmer.
In den letzten zwei Monaten bin ich etwa 2700km bei etwa 15000hm gefahren und habe mich (fast) jede freie Minute mit dem Fahren oder Optimieren beschäftigt. Jetzt bekommt mein Milan noch ein paar Sticker und eine Rahmennummer, dann kann er endlich auf die Reise gehen :). Wird aber auch Zeit, in den letzten Wochen habe ich zu vieles vernachlässig, was auch irgendwie wichtig ist... :rolleyes:
Die Touren fielen eher unter die Themen "Materialerprobung und -optimierung", "Ernährung" und vor allem "wie halte ich die Pausen jeweils unter 15min" :D. Für den letzten Punkt habe ich übrigens noch keine Lösung gefunden ;)
Kleines Bier bestellen!
Joerg046
23.05.2011, 20:15
Kleines Bier bestellen!
Ja genau, einfach nur 0,5 L statt 1 - 2 Maß.
Mach Ich auch so, die Pausen halten sich so in Grenzen (kostet aber Überwindung).
Trainingseffekt ade... ;)
...Jetzt bekommt mein Milan noch ein paar Sticker und eine Rahmennummer, ...
auch erledigt :)
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Wer es zeitlich/räumlich hinkriegt, kann die Fahrt nach Groningen als letzten ordentlichen Test für die Muskeln, Gelenke und die Standfestigkeit seines/ihre Velomobils nutzen.
Ich habe mir vorgenommen, von Bonn aus mit dem Quest zu fahren, hoffe mein Zeitplan und das Wetter spielen mit. Wer immer mitfahren möchte, ist willkommen, würde aber versuchen, am Freitag morgen noch in der Dunkelheit aufzubrechen. Es sind etwa 350 km.
Gern treffe ich die Questfalen- und Weser-Fraktion irgendwo bei Gronau für die zweite Hälfte.
Unsere holländischen ROAM-Fahrer wollen ein Fest daraus machen.
Jupp
Ich muss am Freitag noch arbeiten, werde also wahrscheinlich mit einem Auto anreisen. Vielleicht kann ich ja irgendwo dazustoßen und noch ein wenig fahren.
Aber wir möchten in Groningen an dem Wochenende zelten, in unmittelbarer Stadtnähe gibt es einen schönen Platz.
Nina
Unsere holländischen ROAM-Fahrer wollen ein Fest daraus machen.
Jupp
yeah, party und ich bin nicht dabei :-(
jörg und thomas nehmen mein quest ab müchen mit, ich muss am 4. in wien sein.
irgendwenn seh ich euch ja auch alle ...
lgbenjie
Wer immer mitfahren möchte, ist willkommen, würde aber versuchen, am Freitag morgen noch in der Dunkelheit aufzubrechen. Es sind etwa 350 km.
Ich würde gerne mitfahren, aber Du bist mir zu schnell.
Unsere holländischen ROAM-Fahrer wollen ein Fest daraus machen.
Woraus wollen sie ein Fest machen?
Aus der Anfahrt?
Oder aus dem Verladen?
Woraus wollen sie ein Fest machen?
Aus der Anfahrt? Oder aus dem Verladen?
aus dem Zusammentreffen nach der Anfahrt und dem Verpacken/verladen -- bei der Verpackung wird sich die Ligfietsgarage Groningen stark engagieren (habe jedenfalls dafür bezahlt), so dass wir mehr feiern können
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