Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Shimano Di 2 Elektro-Schaltung
Hallo
da ich neulich mal das Vergnügen hatte eine Di2 fahren zu können (allerdings am Rennrad was mir nicht passte) wollte ich mal hören was ihr davon haltet.
Ist diese schaltung evtl. intressant weil es einfacher ist ein kabel zu verlegen als einen Schaltzug? Ich sehe da schon einige Vorteile die diese Schaltung intressant machen könnten, nicht nur am rennrad........
was meint ihr?
PS: diese Schaltung wurde schon im crosssport getestet, wohl eine der material-vernichtensten radsportarten die es gibt.
Wertung im "Tour"-Dauertest vom 22. 4. 2009 (meine Kommentare in Klammern):
Vorteile:
- beste Schaltfunktion derzeit (ich habe mit meiner SRAM DD am Lieger sowie der Campa am Up-Renner keine Probleme)
- minimale Schaltwege und Kräfte (ich bin stark genug, brauche noch keine Prothese)
- erweiterbar um weitere Schalter (ich hab alles was ich brauche)
- Schalten vom Basislenker und Aufsatz mit der Zeitfahrversion (ich fahre ohne Aufsatz oder Zweitlenker)
- ideal für verwinkelte Zugverlegungen (meine Züge habe ich so verlegt, dass keine Winkel entstehen)
Nachteile:
- ohne Akku geht nichts
- im Falle eines Defekts ist die Reparatur schwieriger (Kabelbruch, Fehler in der Elektronik ...)
m. E. grösste Nachteile: mindestens 900€ Aufpreis auf ein Vergleichs-Rad mit Dura-Ace Vollausstattung, Selbstreparatur erschwert oder unmöglich
mein Fazit: für mich unakzeptabel und überflüssig
Kosten ca. 2200 EUR als Komplettgruppe ...
Ohne Worte!
flux.
Hallo lufti,
ich halte für mich nichts von Elektro-Schaltung am Rad.
Für mich ist Rad immer noch deshalb so angenehm,
weil ich eigentlich alles selber machen und auch reparieren kann.
Neulich auf einer Tandemtour reißt mir das Schaltseil.
Ich hatte zwar Ersatz dabei, aber kein überlanges Tandem-Schaltseil,
sondern nur eine kurze Version.
Weil ich Lüsterklemmen dabei habe, konnte ich das alte lange Ende
vom Schaltseil mit dem neuen kurzen Ende mit dem Schaltnippel
verbinden. Und voila, funzt einwandfrei.
Bekomm ich hier einen Hinweis, daß mein Akku/Batterie bald (was heißt
schon bald?) leer sein wird?
Dagegen kann ich mir im Reha Bereich eine Schaltung über leichtgängige
Knöpfe oder Schalter schon sehr sinnvoll vorstellen.
Für meine Zwecke (LR und Tandem) halte gar nichts davon,
jetzt auch noch Elektro in die Schaltung zu verbauen.
Ich bin eher für
k eep
i t
s imple and
s mile
Just my 2 pfennige
Claus
META: Warum bekomme ich keine Zeilenumbrüche im Post, wenn ich JavaScript deaktiviert habe?
leisetreter
30.01.2010, 17:12
Für den Preis: nein.
Wie schaut die Schaltung denn beim Vergleich Entfaltung/Systemgewicht/Komplettpreis/Wirkungsgrad neu und sauber/Wirkungsgrad eingesaut und salzig gegen eine Rohloff mit Chainglider aus?
was meint ihr?
Zu Funktion kann ich nix sagen, aber ich hätte da beim Akku bedenken.
Wie lange hält der? Alter der Akku? Benötige ich einen Ersatzakku?
ISt ja noch ein Elektronikteil bei dem man zusehen muss das es läuft...
Wobei wenn viele Leute einen Nabendynamofahren könnte man diesen Akku ja auch noch mitladen....
Im Winter häts evtl den Vorteil das ein e-Kabel nicht einfrieren kann, aber wie siehts mit dem Motor aus?
Tendenz ist aber auch bei mir: Weniger ist mehr!
Tschö
René
http://www.tour-magazin.de/?p=6827
Im PDF (Download) schreiben die Jungs ganz positiv, auch vom Akku.
flux.
michiq_de
30.01.2010, 21:16
Hallo, cBra
Hallo lufti,
Für meine Zwecke (LR und Tandem) halte gar nichts davon,
jetzt auch noch Elektro in die Schaltung zu verbauen.
Naja, ich habe an meinem Tandem immer das Problem, dass die Gänge nicht richtig schalten, weil ich immer Spiel in den Zug bekomme.
Aber ich würde lieber an so etwas Ähnliches wie Hydraulic-Schaltung denken.
Also in der Art: umgebaute Magura, die die Schaltung betätigt.
Gibt es das schon etwas? Oder Bastellösungen?
überlegt fragend
mfg
michiq_de
leisetreter
30.01.2010, 21:25
Also in der Art: umgebaute Magura, die die Schaltung betätigt.
Gibt es das schon etwas? Oder Bastellösungen?
http://www.5rot.de/
Wenn ich das richtig gelesen habe, wurde ein LiIon-Akku genommen!? na dann viel Spass im Winter! Am 19Dez.09(-12grad Aussentemperatur) hatte ich mich beim Aufbau der Weihnachtsmarkthütte erdreistet, Ipod zu hören. Normalerweise hält der volle LiIon-Akku 8-10h. An diesem zugegeben recht kalten Tag war er nach 0,5h(!!) leer.
Gut - man könnte jetzt evtl. davon ausgehen, daß jemand, der ein Rad mit 2200Euro-Elektroschaltung fährt, im Winter eher nicht draussen mit dem Rad anzuterffen ist, aber nachdenklöich stimmts einen schon. Gerade bei dem Preis.
... Am 19Dez.09(-12grad Aussentemperatur) hatte ich mich beim Aufbau der Weihnachtsmarkthütte erdreistet, Ipod zu hören. Normalerweise hält der volle LiIon-Akku 8-10h. An diesem zugegeben recht kalten Tag war er nach 0,5h(!!) leer.
Na ich bin bei LiIon bisher nur bis-5 Grad gekommen,
Aber so eine grosse Diskrepanz wie bei dir ist eindeutig nicht normal...
Ich bin vielleicht auf so 30Prozent weniger Energie gekommen.
aber Keines falls wie bei dir 95% Verlust.
Troubleshooter
01.02.2010, 16:09
Wenn ich das richtig gelesen habe, wurde ein LiIon-Akku genommen!? na dann viel Spass im Winter! An diesem zugegeben recht kalten Tag war er nach 0,5h(!!) leer.
Na also mit sowas wird sich keiner mehr Aufhalten lassen. Mit den richten Akkus kann man auch bei -30C° munter vor sich hin fahren. Dass der Akku dann noch etwa 2/3el der Nennkapazität bringt, interessiert den Fahrer in dem Moment allerdings eher weniger :D
(Datenblatt Seite 19 (http://batteryworkshop.msfc.nasa.gov/presentations/11_Dev_Batt_Packs_Space_Appl_DCarmen.pdf))
A123 Akkus lade ich im Übrigen in 20Min.
Und da unsere Fahrräder nach Stv(z?)o sowieso einen Nabendynamo benötigen, weis ich garnicht, woran ihr euch stört. Ob ich jetzt mehr Energie beim Schalten aufwende, oder ein Quäntchen mehr treten muss, interessiert nun doch auch nicht?
Was mich viel eher wundert: Wieso überhaupt noch Schaltgriffe? Wenn man die Grund-Trittfrequenz vorwählen und die Trimmung während dem Fahren einstellen kann, so braucht man sich keine Sorgen mehr um das Schalten machen. Man bräuchte weniger Bedienelemente und somit weniger Platz/ Gewicht.
Hallo,
Was mich viel eher wundert: Wieso überhaupt noch Schaltgriffe? Wenn man die Grund-Trittfrequenz vorwählen und die Trimmung während dem Fahren einstellen kann, so braucht man sich keine Sorgen mehr um das Schalten machen. Man bräuchte weniger Bedienelemente und somit weniger Platz/ Gewicht.
Weil dazu vermutlich deutlich mehr gehört und es auch eine Frage der Zielgruppe ist. Zum einen brauchst Du dann noch eine Tachokupplung, einen Trittfrequenzsensor und am besten noch einen Kraftsensor im tretlager, um wirklich die optimalen Werte zu finden. Zum zweiten brauchst Du noch immer Schaltgriffe, denn selbst mit dieser ganzen Sensorik sieht die Schaltung dann nicht, daß Du in 5 Metern auf die steile Rampe am Deich fährst oder (bei einer kettenschaltung kein ganz unwichtiger Faktor! gleich bremst und an eienr roten Ampel anhälst.
Einiges davon würde sich bei nabenschaltungen vielleicht noch kompensieren lassen, die eben auch im Stand und ohne Treten zu schalten sind.
Dann bleibt noch Dein Problem, daß Du dann plötzlich und ohne Vorwarnung anders als beim händischen Schalten mit Schaltstufen konfrontiert wirst. EIn Motor mag das alles problemlos wegstecken, was Deine Muskeln dazu sagen wenn es plötzlich ruckartig schwerer oder leichter geht ist ein anderes Thema.
Und bei der Klientel: Schau mal, wieviele Renn- oder Rallye-Fahrer sich komplett auf eine Automatik verlassen (und in dem Rahmen, wie das passiert mit welchem ungeheuren Aufwand so ein DIng heute aufgebaut ist!).
- Olli
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