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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TR Eigenbau: Neigetadpole mit getrennter Lenkung & Neigung



Imrahil
01.11.2009, 00:03
Aloahe,

ich nehme mal an dass das hier Eintrag 500.000 ist bei dem irgendein Neuling reinschneit seinen Kram ablädt und wieder abhaut, also nicht genervt sein, ich habe nur wenig Ahnung aber viele Ideen :D

Zunächst mal was ich bisher schon gemacht habe:
Gelesen, viel gelesen, seien es die verschiedenen Neigetechniken die auf http://www.jetrike.com/prior-art.html vorgestellt werden, oder die Trikes auf http://www.fleettrikes.com/tthindex.htm
Dann habe ich mir bestehende Systeme angeschaut und versucht die zugrunde liegenden Prinzipien zu verstehn.

Dann habe ich angefangen mir Gedanken zu machen, von vorne rein war mir klar, dass bei meinem Eigenbau die Neigung von der Lenkung getrennt sein muss.
Ausserdem sollte es technisch möglich simpel sein, zum einen dass ich es überhaupt zusammengebaut kriege (ich mache mir über meine Fähigkeiten keine Illusionen und rechne bei meinem ersten Versuch eher mit einem mittleren Panzer wenn es überhaupt fährt :D), zum anderen dass es möglichst Wartungsfrei bleibt.

Und nun kommen wir zu meiner derzeitigen Planung:
Einsatzgebiet: Stadt und Kurzstrecke über Land (< 20km)
Eigenschaften: Tadpole, Radstand 100cm, Spurweite 60cm, Sitzhöhe 50cm oder höher.
Besonderheiten: Ackermann-Lenkung über Steuerknüppel, Einstellbare Neigung über den J-Förmigen Hebel

Schematische Übersicht:

Von oben
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3114.png

Von hinten:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3115.png

Von links:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3116.png

Hier einige Detailsansichten 3D Gerendert:

Von vorne:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3117.png
Die beiden Querstreben sind an je drei Punkten drehbar gelagert: in der Mitte und an den Radaufhängungen, sodass der ganze bereich ein verstellbares Trapez ergibt.

Die Neigung wird über diesen mechanismus kontrolliert:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3118.png
Das ist einfach nur ein Hebel der an den beiden gelben Zylindern drehbar gelagert ist (am kleineren ist ein Kugelgelenk, am größeren dreht er sich nur um die Achse des größeren Zylinders).
Das Türkise Quadrat ist eine Schiene auf der das Kugelgelenk die Längsbewegung ausgleichen kann.

Die Lenkung wird über einen mittigen Steuerknüppel kontrolliert:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3119.png
Der Beige Zylinder ist erneut ein einfaches Scharnier um dessen Achse der Steuerknüppel drehen kann.
Der Orangene Zylinder auf der Lenkstange soll ein Schienensystem darstellen um die vertikale Verschiebung der Lenkstange zu kompensieren.
Die Lenkstange wird mittels kugelgelenk angeschlossen um der Trapezverformung Rechnung zu tragen.

Beide Schienen sind optional, ich habe keine Ahnung ob die Überhaupt gebraucht werden, oder ob die entsprechenden Verschiebungen innerhalb der Toleranzen bleiben, bzw. ob es andere (bessere) Lösungen gibt.
Noch nicht kompensiert ist eine eventuelle Abstandsveränderung der Spurstange zum Scharnier des Steuerknüppels.

Hier nochmal das ganze in der Übersicht:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3120.png

Danke schonmal dafür bis hier durchgelesen zu haben!
So jetzt kommen wir zum interaktiven Teil :D

Was haltet ihr von diesem Aufbau?
Seht ihr schon jetzt Probleme? Lösungen?
Haltet ihr das ganze für einen Anfänger machbar? (die praktische Seite, also schweissen, flexen, usw ist kein Problem)

Wie sieht es mit den Einstellungen der Räder aus, Stichwort Sturz.

Über konkrete Kommentare, weiterführende Links oder auch Buchempfehlungen wäre ich dankbar.

Danke für euer Feedback,
Gruß,
Imrahil

Ivo
01.11.2009, 07:26
Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber versuchst Du nicht gerade, das Tripendo neu zu erfinden?

schwaabbel
01.11.2009, 12:17
Ich finde es viel zu aufwendig und "unaufgeräumt" . Ausserdem scheint der Nachlauf zu fehlen.

Bin an was ähnlichem dran, Neigetechnik mit Einzelradaufhängung, werde aber noch 4 Wochen brauchen, bevor ich fertige Ergebnisse zeige.
Gruß Frank

trubby
01.11.2009, 13:32
Was haltet ihr von diesem Aufbau?
Ganz ehrlich? Skizzen und Beschreibung wirken auf mich sehr laienhaft und wenig durchdacht. Aber vllt. verstehe ich ja auch so einiges nur nicht richtig (wie z.B. der Neigehebel funktionieren soll, erschloß sich mir auch nach mehrmaligem Durchlesen nicht).


Seht ihr schon jetzt Probleme?So, wie ich es verstanden habe, kippt der Steuerknüppel beim Neigen mit, das würde heißen, Neigung und Lenkeinschlag addieren sich - dürfte ein spannendes Fahrgefühl werden.
Weiterhin beschreibst du nicht, wie sich die Neigung selbst stabilisieren soll; ständig am Neigehebel gegen halten zu müssen, dürfte recht anstrengend und nervend werden.


Wie sieht es mit den Einstellungen der Räder aus, Stichwort Sturz.Insbesondere Betrachtungen zum Lenkrollradius und dem Nachlauf scheinen mir völlig zu fehlen.


Über konkrete Kommentare, weiterführende Links oder auch Buchempfehlungen wäre ich dankbar.Ich empfehle dir, mal ein kleines Funktionsmodell von deinem jetzigen Entwurf zu fertigen, dann erkennst du schnell, was funktioniert und was nicht - zumindest schon mal im Groben.

Grüße,
André

Klopfer
01.11.2009, 16:42
...Die Neigung wird über diesen mechanismus kontrolliert...Normalerweise wird die Neigung gar nicht, bzw. durch Ausbalancieren kontrolliert und es gibt lediglich eine Vorrichtung mit der man die Neigemöglichkeit blockieren kann um im Stand oder bei sehr langsamen Bergaufpassagen nicht umzufallen.

Worin der Vorteil einer Neigungskontrolle liegen soll, erschließt sich mir nicht.
(außer man hat krankhafte Probleme mit dem Gleichgewichtssinn - dann würd ich aber von der Neigetechnik ganz die Finger lassen!)

Wenn du Lenkgestänge etc. in eine Ebene mit den Neigungslagern bringst (oben oder unten) reagiert die Lenkung neutral auf die Neigung.

Imrahil
01.11.2009, 23:30
Ah, Ivo hatte natürlich Recht, ich habe mir gerade nochmal die Beschreibung des Tripendo genauer durchgelesen, und Volltreffer!

Im Grunde genommen ist es also ein Tripendo was ich hier (nach)zu bauen versuche.
Und nur dass wir uns verstehen, ich sammle grade Informationen und spiele mit Skizzen, nicht dass ihr meint dass das da oben mein endgültiger Plan ist *g*

Im extrem groben habe ich das Prinzip schonmal ausprobiert (Legomodell *hust*), und es funktioniert.

Ich setz mich jetzt nochmal hin, kuck mir das Tripendo genauer an und überlege wie ich weitermache.

Danke für die vielen Hinweise und Ratschläge, hat mich um ungefähr 2 Wochen weitergebracht :)

Gruß,
Imrahil

P.S.: Die Neigung separat von der Lenkung kontrollieren zu können ermöglicht einen wesentlich höheren Schwerpunkt wählen zu können, während das bei einem auf schnelle Fahrt und lange Strecken ausgelegten Trike sicher nicht gut ist, ist es in der Stadt und auf Kurzstrecke mit 100%iger Sicherheit besser Übersicht zu haben.

P.P.S.: Ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken einer Seil- oder Bowdenzuglenkung gespielt, was haltet ihr davon? Ich kenne keine Trikes die sowas verwenden, daher gehe ich davon aus, dass die Nachteile (häufiges Nachziehen, schmieren, usw.) für einige Bauer überwiegen.
Vorteil wäre aber die extrem einfache möglichkeit eine Steuerung zu realisieren ohne dabei komplizierte Hebelkonstruktionen zu benutzen.

Klopfer
02.11.2009, 08:20
P.S.: Die Neigung separat von der Lenkung kontrollieren zu können ermöglicht einen wesentlich höheren Schwerpunkt wählen zu können,...Nochmal:
Die Neigung wird durch Ausbalancieren kontrolliert.

Du bist doch sicher schon mal ein normales Einspurfahrrad gefahren.
Hast du da auch höhenverstellbare Stützrädchen dran um die Neigung zu kontrollieren?

...Nein?

...eben!


während das bei einem auf schnelle Fahrt und lange Strecken ausgelegten Trike sicher nicht gut ist, ist es in der Stadt und auf Kurzstrecke mit 100%iger Sicherheit besser Übersicht zu haben.Dafür gibt es eben die Möglichkeit das Neigen/Kippen durch einen Feststeller zu unterbinden.
Alles andere macht keinen Sinn.

trubby
02.11.2009, 10:11
Im extrem groben habe ich das Prinzip schonmal ausprobiert (Legomodell *hust*), und es funktioniert.
Dann stell doch mal ein paar Bilder davon hier ein, vllt. wird dann einiges klarer, z.B. wie das mit dem Ausgleichen durch die Schienen funktionieren soll, wenn da jeweils Kräfte quer zur Schienenachse wirken.


Ich setz mich jetzt nochmal hin, kuck mir das Tripendo genauer an und überlege wie ich weitermache.
Tue das und füttere die Suchmaschinen mit Stichwörtern wie "Kurvenneiger", "Neigetrike", "lean trike", "tilting trike", "lean steering", ...
In der Trikeliste der hiesigen Wiki und in der Linkliste könntest du auch den einen oder anderen interessanten Link finden.


P.S.: Die Neigung separat von der Lenkung kontrollieren zu können ermöglicht einen wesentlich höheren Schwerpunkt wählen zu können, während das bei einem auf schnelle Fahrt und lange Strecken ausgelegten Trike sicher nicht gut ist, ist es in der Stadt und auf Kurzstrecke mit 100%iger Sicherheit besser Übersicht zu haben.
Ich kann da Klopfer nur zustimmen, ein Neigetrike sollte sich selbst neigen, wie ein Einspurer.



P.P.S.: Ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken einer Seil- oder Bowdenzuglenkung gespielt, was haltet ihr davon?

Vorteil wäre aber die extrem einfache möglichkeit eine Steuerung zu realisieren ohne dabei komplizierte Hebelkonstruktionen zu benutzen.
Auch mit Seilzug solltest du irgendwie Ackermann beachten - Hebelfrei wird es also nicht. Und wenn du deine Konstruktion mal auf das wesentliche reduzierst, erledigt sich das Problem mit irgendwelchen Längenänderungen auch.
Ansonsten: Auf Seilzug oder ähnliches* würde ich nur zurück greifen, wenn sich dadurch wesentliche Vorteile gegenüber einer auf Zug und Druck beanspruchten Ansteuerung ergeben. Reine Züge vereinfachen die Konstruktion nicht unbedingt und bringen Probleme mit sich, die du ohne Züge nicht lösen mußt. Außerdem wäre bei Zügen eine redundante Auslegung empfehlenswert.

Grüße,
André

*Wenn, dann würde ich über eine hydraulische Ansteuerung nachdenken, was aber eher Technik Verliebtheit wäre ...

Ivo
02.11.2009, 10:37
Normalerweise wird die Neigung gar nicht, bzw. durch Ausbalancieren kontrolliert und es gibt lediglich eine Vorrichtung mit der man die Neigemöglichkeit blockieren kann um im Stand oder bei sehr langsamen Bergaufpassagen nicht umzufallen.

Klopfer, da alle Neigelieger entweder Prototypen oder Winzserienmodelle sind, ist der Begriff "normalerweise" unangebracht.
Beim Tripendo regelt man tatsächlich mit einem Hebel den Lenkeinschlag und mit dem anderen den Neigewinkel.

Wobei ich von der Sinnhaftigkeit dieses Konzeptes vermutlich ebensowenig überzeugt bin wie Du. Immerhin gibt es deutlich simplere Neigetadpole- Konzepte, die intuitiv funktionieren, so beim Fleiner fn- trike (teures Filigranengineering, aber sauber konstruiert und obendrein vollgefedert) oder auch beim Tripod (Querbaum drehbar gelagert plus Kingpins) :rolleyes:

Wobei beim fn alle Gelenke dergestalt leichtgängig sind, daß zumindest mir ein Anfahren ohne Neigungsblockierung nicht direkt möglich war. Das dürfte durch etwas Übung durchaus auszumerzen sein (es soll sogar Leute geben, die Flevobikes freihändig fahren...), aber mir fehlt einfach das Kleingeld, um das genauer auszutesten. ;)

Klopfer
02.11.2009, 13:39
Beim Tripendo regelt man tatsächlich mit einem Hebel den Lenkeinschlag und mit dem anderen den Neigewinkel.Danke, wusste nicht, dass so ein Unsinn tatsächlich in einem Serienprodukt realisiert ist.

trubby
02.11.2009, 13:50
Hallo Klopfer,

bei aller Ehre aber das Tripendo ein Serienprodukt zu nennen, ist etwas verfehlt.

Grüße,
André

Reinhard
02.11.2009, 17:11
Das habe ich mir auch gedacht ... Wie viele gibt es davon überhaupt? Zwei oder drei?

Hier im Forum (auch im alten bei Parsimony) kann ich mich nur an einen Tripendo-Fahrer und an einen Fahrer mit FN-Trike erinnern.

Klopfer
02.11.2009, 17:16
...,das Tripendo ein Serienprodukt zu nennen, ist etwas verfehlt.Die genaue Definition kenne ich nicht - für mich ist alles, was baugleich in größerer Stückzahl (>1) geordert werden kann ein Serienprodukt.

Ich schrieb ja nicht von Massenproduktion!

SemperFi
02.11.2009, 18:01
Das habe ich mir auch gedacht ... Wie viele gibt es davon überhaupt? Zwei oder drei?

Hier im Forum (auch im alten bei Parsimony) kann ich mich nur an einen Tripendo-Fahrer und an einen Fahrer mit FN-Trike erinnern.

Hallo Imrahil,
bin auch neu hier im Forum aber fahre schon seit vielen jahrzehnten Motorrad.
Ich hoffe das du ein offenes Wort zu schätzen weißt, wenn nicht entschuldige ich mich schon mal vorsorglich.
Das was du da bauen willst (Respekt vor der Fleißarbeit) gibt es schon sehr lange, allerdings motorisiert. Es gab sie von Yamaha, BMW, Honda etc. aber nur in Kleinststückzahlen, weil sie natürlich keiner haben wollte.(ich glaub derzeit baut nur noch Brudeli die Dinger)
Das was du da (nach)bauen oder noch mal erfinden willst, verbindet alle Nachteile eines Einspurfahrzeuges mit allen Nachteilen eines Mehrspurfahrzeuges. Das ganze dann auch noch gepart mit sehr komplizierter Technik.
Wer soll so etwas haben wollen? - ernsthaft!

Auch wenn du dir sagst - egal, ich will sehen, ob das technisch möglich ist - bist du zu spät, - gibt es schon, - seit jahrzehnten - will nur keiner - ist unpraktisch - also keine Lorbeeren, tut mir leid...

Viele Grüße
SemperFi

Ivo
02.11.2009, 18:12
Das habe ich mir auch gedacht ... Wie viele gibt es davon überhaupt? Zwei oder drei?

Hier im Forum (auch im alten bei Parsimony) kann ich mich nur an einen Tripendo-Fahrer und an einen Fahrer mit FN-Trike erinnern.

Auch, wenn ich jetzt volle Röhre ins Offtopic galoppiere, lieber Reinhard:

Das fn ist weitestgehend kaputtgeschwätzt worden, wenn ich mich recht erinnere mangels Renntauglichkeit, mangels gefühlter Aerodynamik, mangels potentieller Renntauglichkeit wg. mangelnder Tretlagerüberhöhung und viel zu hoher Sitzposition, um wirklich sportlich sein zu können, mangels BramYmteSchottfaktor und weil es wohl nur ein Wochehendhobby eines Menschen aus der Autobranche ist, und weil man am Trike keine großen Vorderräder trägt.

Und was die Verbreitung angeht, ist dieses Forum, so leid es mir tut, kein aussagekräftiger Querschnitt der Liegeradgemeinde, u.a. weil ein guter Teil der Spaß- und Wochenendfahrer ohne Autofrei- und Rennambitionen bereits zu alten Forumszeiten mit Fleiß weggebissen worden sind.

Die Verbreitung des "blödsinnigen" Tripendo an der Verbreitung hier im Forum ablesen zu wollen, ist also wenig zielführend, und, Hand aufs Herz, wär ich Tripendo- Fan, ich hätt hier wahlweise keinen Bock oder würde sehr deutliche, der Netiquette zuwiderlaufende Worte finden.

Man kann von etwas nicht überzeugt sein. Man kann aber auch seine Meinung als solche kenntlich machen und/ oder sich um eine halbwegs neutrale Wortwahl bemühen.

Offtopic meinerseits off. Falls das einen Offspin dieses Themas auslöst, bitte auskoppeln.

Jack-Lee
02.11.2009, 18:18
Ich würde mich sehr für das FN interessieren, und hatte auch schon die Idee mit der Neigetechnik. Würde mich also gern mit dem Threadersteller "zusammentun" :)

Reinhard
02.11.2009, 18:28
Auch, wenn ich jetzt volle Röhre ins Offtopic galoppiere, lieber Reinhard:

OT war mein Posting auch schon, aber weit verbreitet sind Neige-Trikes nicht. Unabhängig von irgendeiner Diskussion darüber.

Ich wollte lediglich mal Zahlen darüber hören. Die Chance ist aber durchaus hoch, das hier im Forum die Fahrer(innen) zumindest mitlesen.


Und was die Verbreitung angeht, ist dieses Forum, so leid es mir tut, kein aussagekräftiger Querschnitt der Liegeradgemeinde, u.a. weil ein guter Teil der Spaß- und Wochenendfahrer ohne Autofrei- und Rennambitionen bereits zu alten Forumszeiten mit Fleiß weggebissen worden sind.

Zum ersten Teil: der Meinung bin ich nicht. Die Reichweite des Forums ist bei über 40.000 (eindeutigen) Besuchern / Monat schon recht groß.

Zum Teil ab "weil": in gut besuchten Foren herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Das ist hier nicht anders und halte ich für völlig normal.

schwaabbel
02.11.2009, 18:31
Also die Ideen am FN Trike sind schon nett umgesetz, nicht alles ist mein Geschmack, muss ja auch nicht, aber es sieht so verkehrt nicht aus!!

@SemperFi
Wie oft bist Du schon mehrspurige Motorräder gefahren, das Du nur von Nachteile redest?
Abegesehen vom hohen Gewicht, erhälst du auch ne wesentlich höhere Sicherheit , gerade bei widrigen Wetterverhältnis , dreckigen Fahrbahnen u.ä.
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3129.png

http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3130.png

Man erhält ein Sicherheitsplus, das wirklich nicht zu verachten ist!
Gruß frank

jojoka
02.11.2009, 18:37
Hallo Imrahil,
bin auch neu hier im Forum aber fahre schon seit vielen jahrzehnten Motorrad.
Ich hoffe das du ein offenes Wort zu schätzen weißt, wenn nicht entschuldige ich mich schon mal vorsorglich.
Das was du da bauen willst (Respekt vor der Fleißarbeit) gibt es schon sehr lange, allerdings motorisiert. Es gab sie von Yamaha, BMW, Honda etc. aber nur in Kleinststückzahlen, weil sie natürlich keiner haben wollte.(ich glaub derzeit baut nur noch Brudeli die Dinger)


Also die Piaggio MP3 verkauft sich ganz gut... ist auch ein Neige-Tadpole-Moped. Und scheint soweit auch ganz ausgereift zu sein und Spaß zu machen.



Das was du da (nach)bauen oder noch mal erfinden willst, verbindet alle Nachteile eines Einspurfahrzeuges mit allen Nachteilen eines Mehrspurfahrzeuges. Das ganze dann auch noch gepart mit sehr komplizierter Technik.
Wer soll so etwas haben wollen? - ernsthaft!
Ich zum Beispiel. Neige-Tadpoles haben nämlich einige Vorteile - zum Beispiel eine vieeeeel vorteilhaftere Belastung der Felge (Querkräfte und Speichenfelgen mögen sich nicht unbedingt), höhere mögliche Kurvengeschwindigkeiten durch Verlagerung des Schwerpunktes...



Auch wenn du dir sagst - egal, ich will sehen, ob das technisch möglich ist - bist du zu spät, - gibt es schon, - seit jahrzehnten - will nur keiner - ist unpraktisch - also keine Lorbeeren, tut mir leid...
Das ist das letzte, worauf es bei persönlichen Projekten drauf ankommt. Mit der Denke hätten wir heute auch kein Linux, weil es ja schon andere Betriebssysteme gab (sorry, ist das einzige Beispiel, was mir als halb-ITler eingefallen ist :) ). Wenn ich mir überlege, was es an total sinnbefreiten Elektronik-Projekten gibt - die braucht kein Mensch, aber so lange es dem Erbauer/Erfinder Spaß macht, ist das vollkommen in Ordnung, und man sollte diejenigen auch nicht entmutigen.

Reinhold
02.11.2009, 19:07
Auch, wenn ich jetzt volle Röhre ins Offtopic galoppiere, lieber Reinhard:

Das fn ist weitestgehend kaputtgeschwätzt worden, wenn ich mich recht erinnere mangels Renntauglichkeit, mangels gefühlter Aerodynamik, mangels potentieller Renntauglichkeit wg. mangelnder Tretlagerüberhöhung und viel zu hoher Sitzposition, um wirklich sportlich sein zu können, mangels BramYmteSchottfaktor und weil es wohl nur ein Wochehendhobby eines Menschen aus der Autobranche ist, und weil man am Trike keine großen Vorderräder trägt.

Und was die Verbreitung angeht, ist dieses Forum, so leid es mir tut, kein aussagekräftiger Querschnitt der Liegeradgemeinde, u.a. weil ein guter Teil der Spaß- und Wochenendfahrer ohne Autofrei- und Rennambitionen bereits zu alten Forumszeiten mit Fleiß weggebissen worden sind.

Die Verbreitung des "blödsinnigen" Tripendo an der Verbreitung hier im Forum ablesen zu wollen, ist also wenig zielführend, und, Hand aufs Herz, wär ich Tripendo- Fan, ich hätt hier wahlweise keinen Bock oder würde sehr deutliche, der Netiquette zuwiderlaufende Worte finden.

Man kann von etwas nicht überzeugt sein. Man kann aber auch seine Meinung als solche kenntlich machen und/ oder sich um eine halbwegs neutrale Wortwahl bemühen.

Offtopic meinerseits off. Falls das einen Offspin dieses Themas auslöst, bitte auskoppeln.

Mit deinem Betrag über das FN- Trike hast du ins schwarze getroffen!!

ich möchte es einmal so ausdrücken "ein Haar in der Suppe kann immer gefunden werden, man muss nur lange genug suchen"

Reinhold :)

SemperFi
02.11.2009, 19:39
Also die Ideen am FN Trike sind schon nett umgesetz, nicht alles ist mein Geschmack, muss ja auch nicht, aber es sieht so verkehrt nicht aus!!

@SemperFi
Wie oft bist Du schon mehrspurige Motorräder gefahren, das Du nur von Nachteile redest?
Abegesehen vom hohen Gewicht, erhälst du auch ne wesentlich höhere Sicherheit , gerade bei widrigen Wetterverhältnis , dreckigen Fahrbahnen u.ä.

Man erhält ein Sicherheitsplus, das wirklich nicht zu verachten ist!
Gruß frank

Hallo schwaabbel,
drei mal bin ich damit gefahren, das letzte mal in Assen. Wäre es keine Rennstrecke gewesen, hätte es mich zerissen. (eigentlich sogar viermal, das letzte mal aber nur noch auf einem Autobahnrastplatz, das zählt nicht.)

Dein "Sicherheitsplus" ist nämlich keines, ganz im Gegenteil.
Trockene Straße, 18°C, - ich fahre ohne Probleme (gut, man muß das Ding schon ganz schön in die kurven werfen, ist halt schwerer als ein Motorrad) in einer Gruppe Motorradfahrer. Locker, nicht letzte Rille.
Es geht in eine Rechtskurve(Neigetechnik) - die kurve wird enger - (noch mehr Neigetechnik) - Mit dem Motorrad (oder Fahrrad) kann ich bis zur Reifenkante in Schräglage gehen - mit dem Trike bin ich aber plötzlich am Anschlag!!! - viel zu früh - und bin ganz plötzlich für die Kurve viel zu schnell!!! - Vollbremsung - hinter mir Vollbremsung - schießt fluchend links an mir vorbei - da meine Räder schräg stehen keine Haftung mehr, die Masse drängt geradeaus und schiebt mich quer in die Rasenfläche - durch den Rasen genauso plötzlich sehr viel Haftung - dadurch im Bruchteil einer Sekunde von Sitzhaltung rechter Anschlag auf Sitzhaltung linken Anschlag im hohen Bogen abgesessen. -- Außer Bluterguß am Oberschenkel durch Lenker aber nicht viel passiert.

Ein anderes mal im Regen Autobahnauffahrt hinter meinem Kumpel hinterher gefahren. Mäßige Geschwindigkeit weil Asphalt naß. Mit jedem Motorrad problemlos in 35° Schräglage zu durchfahren. -Mit dem Trike aber nicht! Das Gewicht, welches auf das Vorderrad drückt wird durch zwei Reifen ja halbiert und man rutscht weg.
Jedes Einspurfahrzeug ist dem Ding bei weitem überlegen - und das wesentlichste - es hat tatsächlich in keiner Situation irgend welche Vorteile. Ist nun mal so...

Gruß
SemperFi

Reinhard
02.11.2009, 19:43
Hallo Reinhold,


Mit deinem Betrag über das FN- Trike hast du ins schwarze getroffen!!

das sehe ich eigentlich nicht so. Einmal schreibt Ivo "kaputtgeschwätzt", und dann das Forum wäre "kein aussagekräftiger Querschnitt der Liegeradgemeinde". Ja, was denn nun? :confused:

Speziell beim FN-Trike liegt die mangelnde Verbreitung m.E. hauptsächlich an zwei Dingen:

Einmal an dem (fast) fehlenden Marketing. Dazu zähle ich Messepräsenzen (Spezi-Auftritt habe ich registriert) und die Online-"Darstellung", die doch eher amateurhaft ist und das Besondere am FN-Trike, das Fahrgefühl, nicht mal ansatzweise rüber bringen.

Zweitens am Preis, den ich persönlich durchaus für gerechtfertigt halte, der aber trotzdem recht hoch ist.

Technisch gesehen ist das FN-Trike für mich durchaus toll (verglichen mit dem "Panzer" Tripendo. In der Praxis sehe ich für mich aber keinen elementaren Vorteil des Konzepts "Neigetrike". Vermutlich geht es anderen ähnlich ...

SemperFi
02.11.2009, 19:50
Das ist das letzte, worauf es bei persönlichen Projekten drauf ankommt. Mit der Denke hätten wir heute auch kein Linux, weil es ja schon andere Betriebssysteme gab (sorry, ist das einzige Beispiel, was mir als halb-ITler eingefallen ist :) ). Wenn ich mir überlege, was es an total sinnbefreiten Elektronik-Projekten gibt - die braucht kein Mensch, aber so lange es dem Erbauer/Erfinder Spaß macht, ist das vollkommen in Ordnung, und man sollte diejenigen auch nicht entmutigen.

Da bin ich mit Dir absolut einer Meinung.
Ich habe nur das Gefühl, das "Imrahil" noch nie so was gefahren hat und so begeistert, wie er jetzt von seiner Idee ist, so entäuscht ist er hinterher. - Erst Recht wenn er viel Geld und "Hirn" in sein Projekt steckt und er es technisch perfekt löst.

Gruß
SemperFi

jojoka
02.11.2009, 20:21
Da bin ich mit Dir absolut einer Meinung.
Ich habe nur das Gefühl, das "Imrahil" noch nie so was gefahren hat und so begeistert, wie er jetzt von seiner Idee ist, so entäuscht ist er hinterher. - Erst Recht wenn er viel Geld und "Hirn" in sein Projekt steckt und er es technisch perfekt löst.


Das Risiko hat man bei jedem Projekt. Klar sollte man sich vorher überlegen, wieviel man investieren soll/will. Man sollte die eigenen Konstruktionsfähigkeiten nicht überschätzen, und damit rechnen, dass das Ding total sch***e wird :)
Wenn er sich darüber im Klaren ist - viel Spaß :D

Ich als Maschbauer bin immer noch am Überlegen, ob ich mich an ein selber konstruiertes Trike (ohne Neigung) wagen soll.

Klopfer
02.11.2009, 20:40
Jedes Einspurfahrzeug ist dem Ding bei weitem überlegen - und das wesentlichste - es hat tatsächlich in keiner Situation irgend welche Vorteile. Ist nun mal so...Dein Erfahrungsbericht ist absolut nachvollziehbar.
Trotzdem aber mMn in min. 2 Punkten nicht vergleichbar:

1. Du vergleichst Neigetrike mit Einspurer - der Vergleich sollte aber eher mit einem Motorrad mit Beiwagen angestellt werden.
Das Resultat würde kolossal anders aussehen!

2. Du nimmst einen konstruktiven Mangel eines bestimmten Modells (die zu geringe Neigungsfähigkeit) und verallgemeinerst diese zu einem Mangel sämtlicher Neigetrikes.
Das muss nicht sein. Die Neigefähigkeit kann durchaus auch bis zu einem Winkel gehen, der wegen der max. Haftreibung sowieso nicht überschritten werden kann.

Ein 3. Punkt (ist aber spekulativ) könnte noch sein, dass du einfach auch falsch reagiert hast.
Anstatt dich auf die Stabilität der 3 Räder zu verlassen hast du vermutlich instinktiv wie ein Motorradfahrer reagiert: Den Kurvenradius bzw. die Geschwindigkeit der max. Neigung anpepasst um nicht zu stürzen - mit den beschriebenen Folgen.
Wenn man mal gelernt hat wies richtig geht, sollte ein Sicherheitszuwachs vorhanden sein.

SemperFi
02.11.2009, 21:02
Also die Piaggio MP3 verkauft sich ganz gut... ist auch ein Neige-Tadpole-Moped. Und scheint soweit auch ganz ausgereift zu sein und Spaß zu machen.

Ich zum Beispiel. Neige-Tadpoles haben nämlich einige Vorteile - zum Beispiel eine vieeeeel vorteilhaftere Belastung der Felge (Querkräfte und Speichenfelgen mögen sich nicht unbedingt), höhere mögliche Kurvengeschwindigkeiten durch Verlagerung des Schwerpunktes...



Ich schon wieder...
zum Piaggio MP3 kann ich leider nichts sagen, kenne ich nur "vom sehen".

Das bei zu hohen Querkräften die Speichen nachgeben ist klar, dazu musst du aber schon ganz schön rumbrackern.
Wenn du das gerne machst, brauchst du ein Trike mit seitlicher Hüftunterstützung des Sitzes und Räder mit kleinem Raddurchmesser(kurzen Speichen) und nicht nur vorne, viel wichtiger ist hinten!
Willst du es auf die Spitze treiben, nimmst du dickere Mofaspeichen.
Reicht dir die Kurvengeschwindigkeit noch nicht, kannst du die Speichenzahl erhöhen.
Spätestens jetzt fragst du dich - was mach ich hier eigentlich? - Die theoretisch mögliche Kurvengeschwindigkeit ist jetzt so hoch, das du durch die Fliehkraft eine "Rolle" machen würdest...
... und immer noch kann jedes Einspurfahrzeug eine höhere Kurvengeschwindigkeiten erreichen. - Falsches Fahrzeug!

Gruß
SemperFi

JBode
02.11.2009, 21:42
... und immer noch kann jedes Einspurfahrzeug eine höhere Kurvengeschwindigkeiten erreichen. - Falsches Fahrzeug!

Einspruch Euer Ehren: auf kurvigen Strecken ist ein zweispuriges Fahrzeug (Auto) in den Kurven schneller ... die einspurigen, insbesondere Motorräder können durch das günstigere Leistungsgewicht besser aus den Kurven raus beschleunigen und sind dann in der Geraden schneller.


Jörg

SemperFi
02.11.2009, 21:43
Dein Erfahrungsbericht ist absolut nachvollziehbar.
Trotzdem aber mMn in min. 2 Punkten nicht vergleichbar:

1. Du vergleichst Neigetrike mit Einspurer - der Vergleich sollte aber eher mit einem Motorrad mit Beiwagen angestellt werden.
Das Resultat würde kolossal anders aussehen!

2. Du nimmst einen konstruktiven Mangel eines bestimmten Modells (die zu geringe Neigungsfähigkeit) und verallgemeinerst diese zu einem Mangel sämtlicher Neigetrikes.
Das muss nicht sein. Die Neigefähigkeit kann durchaus auch bis zu einem Winkel gehen, der wegen der max. Haftreibung sowieso nicht überschritten werden kann.

Ein 3. Punkt (ist aber spekulativ) könnte noch sein, dass du einfach auch falsch reagiert hast.
Anstatt dich auf die Stabilität der 3 Räder zu verlassen hast du vermutlich instinktiv wie ein Motorradfahrer reagiert: Den Kurvenradius bzw. die Geschwindigkeit der max. Neigung anpepasst um nicht zu stürzen - mit den beschriebenen Folgen.
Wenn man mal gelernt hat wies richtig geht, sollte ein Sicherheitszuwachs vorhanden sein.


zu 1.: Hast du schon mal ein Renngespann gesehen? - Keine Chance.
Nein, du meinst sicherlich eine z.B. normale BMW mit Beiwagen. Ja, da wäre die Neigetechnik einem "normalen" Gespann überlegen. Gibt es übrigens auch schon länger, Beiwagen mit Neigetechnik für Yamaha, BMW, Honda und Co., fährt nur keiner damit - warum wohl nicht?

zu 2.: Ja, wenn das technisch machbar wäre, würde ich nichts mehr sagen, hätte dann sogar den Vorteil, das ich ohne Bedenken "bis zum Anschlag" neigen könnte. - Nur konstruktiv ist das eben, zumindest bisher, nicht möglich.

zu 3.: Ja, auch da muss ich dir Recht geben, ich hätte natürlich die Fuhre "das rechte Bein heben" lassen können. Das ist dann aber ein sehr schmaler Grad bis zum unkontrollieren Überschlag. Das war mir zu riskant.

SemperFi
02.11.2009, 21:58
Einspruch Euer Ehren: auf kurvigen Strecken ist ein zweispuriges Fahrzeug (Auto) in den Kurven schneller ... die einspurigen, insbesondere Motorräder können durch das günstigere Leistungsgewicht besser aus den Kurven raus beschleunigen und sind dann in der Geraden schneller.


Jörg

Ja, stimmt, Formel 1 Rennwagen gegen Rennmotorrad.
In diesem Fall ist es aber eher der Vergleich Geländewagen gegen Straßenmotorrad.
Ein Neigetrike wiegt doch bald doppelt so viel wie ein Einspur-Rad - bei gleicher Muskelleistung hat man da wenig Chancen.

Imrahil
02.11.2009, 21:59
Soooodele, ich versuche hier mal OT von Threadinhalt zu trennen ;)

Grundsätzlich: ich bin erst auf einem Dreirad gesessen (Hase Kettwiesel) und bin ansonsten eigentlich nur regelmäßiger "Normal"-Radfahrer.
Die Menge an Hirnschmalz die ich hier rein stecken kann wird letztenendes nur durch den Grad der Langeweile vorgegeben der mich befällt, was besseres als darüber nachzudenken habe ich gerade nicht *g*

Dann nochmal ein paar Takte zur Kontrolle der Neigung:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3131.png
Die rote Linie zeigt den relativen Höhenunterschied der bei einer Neigung auftritt.
Durch Kontrolle dieses Höhenunterschiedes kann wiederum die Neigung problemlos kontrolliert werden.
Der Hebel dreht sich letztenendes nur um den eingezeichneten Querbalken, die "Schienen" sind eventuell notwendig weil sich bei einer Höhenveränderung auch die Position auf dem schrägstehenden Balken verändert.

Ob Neiger oder nicht Neiger ist mMn Geschmacksache, ich erhoffe mir durch die Neigetechnik eine engere Spurweite leisten zu können, die in Verbindung mit einem engeren Radstand dafür sorgt dass ich das Trike eventuell noch in der Bahn mitnehmen kann, ohne dass ich mit dem Hintern die Strasse putzen muss. :D

Was das Angebot bezüglich Mitarbeit angeht: gerne einfach per PN melden und wir schliessen uns mal kurz ob und was da geht :)

So wie ichs mir im Moment vorstelle werde ich mich beim Vorlauf an das Tripendo halten (55mm) und für die Lenkrollverschiebung auf einen Wert <0 abzielen.
Ich mach mir dann mal noch Gedanken wie ich mal ein vernünftiges Modell (abseits von Legosteinen *g*) zusammenbauen kann.

Und als Antwort an die "das wird nicht klappen"/"du wirst enttäuscht" Fraktion: wenn's überhaupt fährt ist es als Erfolg verbucht ;)

Zum Thema Gewicht bleibt nur eines: bei 130kg Eigengewicht fallen 10kg + oder - nur bedingt auf :D

Nochmals danke für alle Eingaben,
Gruß,
Imrahil

Klopfer
02.11.2009, 22:36
zu 3.: Ja, auch da muss ich dir Recht geben, ich hätte natürlich die Fuhre "das rechte Bein heben" lassen können. Das ist dann aber ein sehr schmaler Grad bis zum unkontrollieren Überschlag. Das war mir zu riskant.Nein, ich hatte eigentlich gemeint, dass man einfach die max. Neigung beibehält und sich dann auf die abstützende Wirkung des kurvenäußeren Rades verlässt...

Doch habe ich zugegebendermaßen da einen riesen Denkfehler gemacht.
Die max. Neigung beibehalten kann man natürlich nur, wenn man die Neigung auch kontrollieren kann!:o
Ansonsten hebelts einen natürlich aus...
Insofern muss ich natürlich meine zuvor gemachten Äußerungen über "Unsinn solcher Konstruktionen" etwas zurücknehmen - wenn eine Neigung bis zur Haftreibungsgrenze nicht möglich ist, macht eine kontrollierte Neigung tatsächlich Sinn!

Aber nur dann... ;)

Ziel sollte es mMn sein einfach ausreichend Neigemöglichkeit vorzusehen.

(bei meinem Python-Neiger werden vermutlich 45° möglich sein - da schleift dann sowieso schon der Lenker am Boden, mehr brauchts also auch nicht!)

Klopfer
02.11.2009, 22:44
Dann nochmal ein paar Takte zur Kontrolle der Neigung:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3131.png

Was haben die Vogelhäuschen mit Neigetrikes zu tun? :confused:

(Ich hab das zumindest nicht verstanden)

jojoka
02.11.2009, 22:47
Was haben die Vogelhäuschen mit Neigetrikes zu tun? :confused:
(Ich hab das zumindest nicht verstanden)

Da bist Du nicht der einzige :D

Imrahil
02.11.2009, 23:22
Hm, ich gebe ja zu dass meine grafischen Fähigkeiten nicht so sonderlich ausgeprägt sind, aber eigentlich dachte ich dass das Prinzip klar wäre *g*
Nagut, also nochmal in bunt:
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/3132.png
Schwarz: Mittelstange
Blau: Querstangen
Grau: Radaufhängung
Rot: Aufhängeachse der Neigesteuerung

Der in Grün markierte Abstand der Aufhängeachse der Neigesteuerung zu der oberen Querstange ist abhängig von der Schrägstellung des Systems.
Damit kann ich, indem ich diesen Abstand steuere die Neigung steuern (mache ich ihn groß neigt sich das Trike nach rechts, mache ich ihn klein neigt sich das Trike nach links).
An der Stelle würde sich ein Seilzug extrem empfehlen, damit könnte ich einfach rechts und links an einer der Querstangen das Ende einhängen und dann relativ zur Aufhängeachse die Neigung steuern. (Also im Prinzip den grünen Strich als Bowdenzug denken der am roten Strich befestigt ist und am blauen zieht, und das ganze auf der anderen Seite nochmal.)

Ich hoffe das war jetzt verständlich *g*
Gruß,
Imrahil

Klopfer
02.11.2009, 23:45
Wenn du mit Seilzügen arbeiten willst, müsstest du darauf achten, dass die Gesamtlänge des Seilzuges in jeder Situation immer gleich lang ist, weil du sonst entwder Zwängungen oder Spiel im System hast.

Ich wage zu bezweifeln, dass du das hinkriegst.

Mit einer Stange, die sowohl Zug als auch Druck übertragen kann, ist es sehr viel einfacher.

SemperFi
03.11.2009, 00:41
...Grundsätzlich: ich bin erst auf einem Dreirad gesessen (Hase Kettwiesel) und bin ansonsten eigentlich nur regelmäßiger "Normal"-Radfahrer.
Die Menge an Hirnschmalz die ich hier rein stecken kann wird letztenendes nur durch den Grad der Langeweile vorgegeben der mich befällt, was besseres als darüber nachzudenken habe ich gerade nicht *g*

...Ob Neiger oder nicht Neiger ist mMn Geschmacksache, ich erhoffe mir durch die Neigetechnik eine engere Spurweite leisten zu können, die in Verbindung mit einem engeren Radstand dafür sorgt dass ich das Trike eventuell noch in der Bahn mitnehmen kann, ohne dass ich mit dem Hintern die Strasse putzen muss. :D

...Was das Angebot bezüglich Mitarbeit angeht: gerne einfach per PN melden und wir schliessen uns mal kurz ob und was da geht :)



Hallo Imrahil,
zu Deinem Neigetrike sag ich mal nichts mehr.

Wenn du andererseits lange Weile hast und Dir das Konstruieren Spaß macht und Dir andere sogar noch helfen wollen, hätte ich einen Vorschlag.

Kannst du nicht mal etwas konstruieren, um die Kurvenstabilität von Velomobilen zu erhöhen? - Das wäre mal was.

Lorbeeren könntest du dir ebenfalls verdienen, wenn du die Kettenschaltung so umkonstruieren könntest, das man im Stand wenigstens einen kleinen Gang schalten könnte.

Wenn du das irgendwie hinbekommst, das wäre mal was...

Gruß
SemperFi

trubby
03.11.2009, 06:50
Kannst du nicht mal etwas konstruieren, um die Kurvenstabilität von Velomobilen zu erhöhen? - Das wäre mal was.
Ein Neige-VM?


Lorbeeren könntest du dir ebenfalls verdienen, wenn du die Kettenschaltung so umkonstruieren könntest, das man im Stand wenigstens einen kleinen Gang schalten könnte.
Wo ist da dein Problem, bei mir geht das. :rolleyes:
(Einfach rückwärts treten und die Lenkung nach links einschlagen - das Schaltwerk muß man natürlich gefühlvoll nach führen.)

Grüße,
André

trubby
03.11.2009, 06:56
Der in Grün markierte Abstand der Aufhängeachse der Neigesteuerung zu der oberen Querstange ist abhängig von der Schrägstellung des Systems.
Damit kann ich, indem ich diesen Abstand steuere die Neigung steuern (mache ich ihn groß neigt sich das Trike nach rechts, mache ich ihn klein neigt sich das Trike nach links).
Warum drehst du die rote Stange nicht einfach um ihre Befestigungsachse, dann bleibt das Gründingens konstant lang. ;)

Grüße,
André

schwaabbel
03.11.2009, 09:04
Hallo SemperFi
Leider erwähnst Du nicht, welches Trike dir "deine" Grenzen zeigte?
Hatte vor paar Monaten das Vergnügen eine Studie probe zu fahren , die ähnlich dem MP3 war, allerdings auch hinten mit 2 Rädern und Neigetechnik, insgesamt also 4 Räder.


und immer noch kann jedes Einspurfahrzeug eine höhere Kurvengeschwindigkeiten erreichen. - Falsches Fahrzeug!

Bist Du schon mal Quad gefahren ? So ein hübsches breites u. tiefes Sportquad?
Im Bergischen schieben die Quadfahrer , die Motorradfahrer immer vor sich her, weil die in den engen hübschen Kurven einfach zu langsam rumkommen. Erst in den langgezogene , einfachen Kurven , sind die Zweiräder aufgrund der höheren Leistung wieder im Vorteil.

Hauptproblem bei den VMs und Neigetechnik ist doch nur die Bewegungsfreiheit für Vorderräder. Das sollte doch machbar sein.

Gruß Frank

Ivo
03.11.2009, 09:23
Speziell beim FN-Trike liegt die mangelnde Verbreitung m.E. hauptsächlich an zwei Dingen:

Einmal an dem (fast) fehlenden Marketing. Dazu zähle ich Messepräsenzen (Spezi-Auftritt habe ich registriert) und die Online-"Darstellung", die doch eher amateurhaft ist und das Besondere am FN-Trike, das Fahrgefühl, nicht mal ansatzweise rüber bringen.

Was aber so manchen nicht vom Datenblattorakeln abgehalten hat, auch ein unselig weit verbreitetes Hobby.

Das Schöne an der Neigetechnik ist doch, daß man im Gegensatz zu den nicht neigenden, zu Zwanzigzöllern versachzwangten Trikes rundum große Räder (gleiche Radgrößen, weniger Ersatzteile- bei Zwanzigzöllern unisono als Grundtugend gehandelt!) verbauen kann und auch etwas höher sitzen kann (Sichtbarkeit im Verkehr- ja, ich weiß, auch nur eine Legende und ein Autofahrerargument...), ohne daß es einen in der Kurve gleich verschaukelt oder gar auszuhebeln droht (vgl. Anthrotech, oder gar den großen Hämekübel, der sich grade eben übers Pirol ergoss).

Reinhold, Tip: Bringt ein fette Website an den Start, und übertragt Eure Ideen allerschnellstens in eine 3x20", ultratiefe, ultratretlagerüberhöhte Rennsemmel, und keilt Euch einen klingenden Namen, der eine Rennversion über die Cyclevision ballert. Das ist das Ticket für Castle Tellerrand.:rolleyes:

Reinhard
03.11.2009, 09:59
(vgl. Anthrotech, oder gar den großen Hämekübel, der sich grade eben übers Pirol ergoss).

Eine Frage Ivo: warum fährst Du kein FN-Trike und/oder Pirol?

christoph_d
03.11.2009, 10:31
Eine Frage Ivo: warum fährst Du kein FN-Trike und/oder Pirol?

weil er günstig an sein Anthro gekommen ist? :cool:

viele Grüße

Christoph

Ivo
03.11.2009, 11:29
Eine Frage Ivo: warum fährst Du kein FN-Trike und/oder Pirol?

Ach- darf ich mich nicht für ein für mich (nach ausführlicher Probefahrt und ausführlichem Gespräch mit den Konstrukteuren!) überzeugendes Teil wie das fn breitmachen, ohne auch eines zu besitzen?

Da sind Schweiß und Gehirnschmalz investiert worden, und das nötigt mir Respekt ab.

Auch vor für meine Bedürfnisse und/oder Finanzen nicht passende Konzepte wie Tripendo und Pirol (oder Quest, Milan...). Und so ein Grundkontingent Respekt stünde so manchem Bewohner von Chateau Tellerrand ganz gut zu Gesicht. Auch und gerade im Zusammenhang mit der gerne zur Schau getragenen Aufgeschlossenheit, die den Liegeradfahrer ja auszeichnen soll im Gegensatz zur dummen, ignoranten Masse. :rolleyes:

Und speziell dann, wenn wie kürzlich so dünnhäutig auf (vorsätzlich im Stile des Hauses Tellerrand formulierte) Kritik an Fetischobjekten wie z.B. dem Quest reagiert wird...

Reinhard
03.11.2009, 12:45
Ach- darf ich mich nicht für ein für mich [...]

Natürlich darfst Du ... ich frage mich nur, warum Du dann nicht alles dransetzt, so ein Teil zu fahren?

Versteh mich nicht falsch: ich finde das FN-Trike auch toll, bin es schon kurz gefahren (wie auch Tripendo und einen anderen Neiger) und habe meine Ansicht mitgeteilt, warum es nicht verbreiteter ist.

Dies am "Geschwätz" hier im Forum festzumachen und im gleichen Atemzug zu sagen, das die Forenmitglieder nicht repräsentativ wären finde ich dann schon etwas seltsam. Ebenso Deinen Tipp an Reinhold.

Finde Dich einfach damit ab, das die Tellerränder mancher Leute etwas höher und bei anderen etwas niedriger sind. Als Leitra-Fahrer kann ich das bestens einschätzen :D.

Wiedemeier
03.11.2009, 16:47
U Fetischobjekten wie z.B. dem Quest reagiert wird...

Fetischobjekt hin und her, es ist bei genauer Betrachtung ein ausgesprochen praktisches Alltagsfahrzeug. Und man kann an solchen Konzepten wie bei Leitra, Quest und ähnlich verbreiteten VMs schon recht gut spezifische Vorteile erkennen und mit dem eigenen Bedarf abstimmen.

Auch bei Neigetrikes kann man das, wenn man möchte.
Und die Bilanz scheint doch bei den meisten Nutzern negativ auszufallen. Sonst gäbe es ganz einfach mehr davon im Alltagsbetrieb.
Und der der getriebene Aufwand nötigt zumindest mir ganz genau gar keinen Respekt ab wenn er nichts bringt, eher im Gegenteil!


Wenn der OP gerne seine Ideen verwirklichen möchte kann er das ja, aber deshalb muss hier doch keiner das Konzept schönreden, oder?


Thomas

jojoka
03.11.2009, 17:10
Auch bei Neigetrikes kann man das, wenn man möchte.
Und die Bilanz scheint doch bei den meisten Nutzern negativ auszufallen. Sonst gäbe es ganz einfach mehr davon im Alltagsbetrieb.
Und der der getriebene Aufwand nötigt zumindest mir ganz genau gar keinen Respekt ab wenn er nichts bringt, eher im Gegenteil!


Ohne je ein Neigetrike gefahren zu haben...
Die geringe Verbreitung liegt zum Teil denke ich auch an der Komplexität der Mechanik. Prinzipiell finde ich das Konzept nicht verkehrt, aber wenn sollte man das geschwindigkeits- und lenkwinkelabhängig mit Hydraulik oder einem schnellen Linearaktor regeln. Das wird dann aber wohl etwas zu komplex für ein Fahrrad :)

Klopfer
03.11.2009, 18:45
Und die Bilanz scheint doch bei den meisten Nutzern negativ auszufallen. Sonst gäbe es ganz einfach mehr davon im Alltagsbetrieb.Wenn man so eine Aussage zu grunde legt könnte man auch wie folgt argumentieren:

Es gibt in Deutschland rd. 80 Mio. Fahrräder. davon sind nur ca. 50.000 Liegeräder (Zahlen aus dem Gedächtnis - bin jetzt zu faul zum googeln).
Folglich müssen Liegeräder schlechte Konstruktionen sein und werden nur aus nicht objektiv nachvollziehbaren Gründen von irgendwelchen ignoranten Spinnern gefahren. :cool: Die User dieses Forums haben also von der Materie keine Ahnung.
Wen wunderts, dass solche Leute nicht die Vorteile eine Neigetrikes erkennen? :rolleyes:

Ist natürlich jetzt übertrieben.
Aber allein aus der Verbreitung lassen sich noch nicht unbedingt Schlüsse ziehen. Wie schon geschrieben wurde stellen schlechtes Marketing, hoher Preis, Angst vor dem Ungewohnten und weissdergeierwasnoch vielleicht einfach zu hohe Hürden dar, als dass das von den technischen Vorteilen wieder ausgeglichen werden kann.

Ein Fahrgefühl wie bei nem Einspurer und trotzdem losfahren und anhalten zu können ohne die Füsse von den Pedalen nehmen zu müssen find ich schon ganz praktisch.

tüfti
03.11.2009, 18:47
Einspruch Euer Ehren: auf kurvigen Strecken ist ein zweispuriges Fahrzeug (Auto) in den Kurven schneller ... die einspurigen, insbesondere Motorräder können durch das günstigere Leistungsgewicht besser aus den Kurven raus beschleunigen und sind dann in der Geraden schneller.

Könnte zutreffen. Siehe auch hier (http://www.youtube.com/watch?v=Qfy1VO4ePlA&feature=related).

rikschaprofi
03.11.2009, 20:24
Hallo,

alleine um den vielen Vermutungen auf den ersten drei Seiten etwas entgegen zu setzen.

Ich fahre gerne Kurvenleger,

habe damit auch schon Sicherheitsvorteile genossen,

fahre sie nicht in meinem Alltag weil ich durch meine Lebensumstände viel mit Rad und DB (in Zügen ohne Fahrradmitnahme) unterwegs bin, und der faltbare Kurvenleger noch nicht existiert.

habe mich ausgiebig in provelo 43 darüber ausgelassen Leider kenne ich zur Zeit keinen link wo das elektronisch zur Verfügung gestellt wird.

Gruß Heiko

Wiedemeier
04.11.2009, 08:59
Folglich müssen Liegeräder schlechte Konstruktionen sein und werden nur aus nicht objektiv nachvollziehbaren Gründen von irgendwelchen ignoranten Spinnern gefahren.

So würde ich das, vor allem hier im Forum, niemals formulieren wollen....:)
Eher das halt das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen bei einem Neigetrike derart schlecht ist, das man schon ein ganz besonderes Faible für diese Fahrzeuge haben muss um namit froh zu werden.
Kann man ja, macht ja nichts.



Und das ich nachdem ich Kurz-, Lang-, und Tieflieger wirklich reichlich gefahren habe nur noch "normale" Fahrräder und Velomobile benutze liegt eben an meinen persönlichen Vorlieben....


Thomas

Wiedemeier
04.11.2009, 09:04
- und lenkwinkelabhängig mit Hydraulik oder einem schnellen Linearaktor regeln.

Dadurch wir das Aufwand zu Nutzen Verhältnis noch schlechter, das Problem also größer und nicht kleiner. Was soll das bringen:confused:

Ein besserer Lösungsansatz währe doch einfach ein Rad wegzulassen und zum vereinfachen des Anhaltens und verbessern des Gleichgewichts die Fahrposition mehr in die Senkrechte zu klappen. Das funktioniert erwiesenermaßen ganz gut.

Thomas

Imrahil
04.11.2009, 16:59
Achtung Sarkasmus :D


Ein besserer Lösungsansatz währe doch einfach ein Rad wegzulassen und zum vereinfachen des Anhaltens und verbessern des Gleichgewichts die Fahrposition mehr in die Senkrechte zu klappen. Das funktioniert erwiesenermaßen ganz gut.Ein noch viel besserer Lösungsansatz wäre es gleich alle Räder wegzulassen, und weil es ein bischen bescheuert aussieht ein bloßes Gestell durch die Gegend zu tragen lässt man das einfach auch weg, ... und geht zu Fuss :D

*ende Sarkasmus*

Während ich ja grundsätzlich um Kommentare und Hinweise gebeten habe war der Threadtitel durchaus ernst gemeint.
Es geht hier nunmal um den Eigenbau eines Neigetadpoles mit getrennter Lenkung und Neigung.

Ich erwarte nicht hier die ultimative Lösung für ein Trike zu finden, wie auch?
Ich habe meine eigenen Vorstellungen und Vorgaben, genauso wie viele andere hier.
Um sie umzusetzen benötige ich Informationen und Hilfestellungen, das generelle Prinzip durch den Fleischwolf zu drehen halte ich aber für nicht zielführend.

Ich will keinen Hochlieger bauen, ich will auch kein Tadpole mit starren Achsen bauen.

Trotzdem danke an alle für die Hinweise und Einwürfe, mein Konzept hat sich dadurch stark präzisiert und wurde, wie ich denke, auch um einiges realistischer.

Vieleicht nochmal eine vorläufig letzte Frage:

Thema Bowdenzüge, ausgenommen den einen Einwurf dass die Gesamtlänge immer gleich sein muss (was ein kleines aber grundsätzlich trivial-geometrisches Problem ist) gab es bisher keine weiteren Einwände, hat keiner Einwände oder wurde die Frage überlesen? ;)

Gruß,
Imrahil

Klopfer
04.11.2009, 18:53
was ein kleines aber grundsätzlich trivial-geometrisches Problem istBin mal gespannt, ob du ehrlich genug bist, um von deinen gescheiterten Versuchen dieses lediglich trivial-geometrische Problem hinzukriegen zu berichten. :rolleyes::p:D

Maintaler S-FS
04.11.2009, 19:29
Ivo: Du hast den Beruf verfehlt! Ruf mal die FAZ an, die suchen noch einen fähigen Kommentator mit Unterhaltungswert. Meine ich ganz im ernst!

Oder doch beim Schmidt in die Late Night Show. Den Pocher machst du locker auch im Tieflieger...