Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LR Mein neues Schmuckstück
Hallo Leute!
Ich lese ja immer die Eigenbauberichte von euch mit größtem Interesse. Deshalb möchte ich euch auch meine neueste Konstruktion nicht vorenthalten:
Es ist diesmal ein 2x26 Zoll High-Racer geworden, wobei mir in erster Linie geringes Gewicht sehr wichtig, gute Aerodynamik und ausreichend, aber nicht zu viel Federungskomfort wichtig waren. Das gesamte Rad habe ich aus 1.4301 Edelstahlrohren zusammengeschweißt, da man hier auch dünne Wandstärken bekommt, und die Materialqualität ist auch recht gut.
Zu den Eckdaten:
Radstand: 120cm
Sitzhöhe: 54cm
Tretlagerhöhe: 82cm
Federung: Cellasto-Elemente vorne 4cm Federweg, hinten 8cm
Lenkwinkel: 77Grad
Nachlauf: ca. 8cm
Sitzwinkel: 30 Grad fix
Ausstattung:
Laufräder sind gebrauchte DeoreLX/Specialized mit DD Speichen
Kurbel (160mm), Schaltung, Schaltwerk: Shimano XT
Bremsen, Kassette: Shimano Deore LX
Kette: HG53
Sitz: Eigenbau-Holzsitz
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Wie gesagt hatte ich großen Wert auf geringes Gewicht gelegt, und dementsprechend alle Teile so leicht wie möglich gebaut. Am Ende sinds dann 13,4kg fahrbereit geworden (mit leichteren Reifen und optimiertem Sitz wären sicher 12,8kg möglich). In Vollausstattung (wie auf den Bildern) wiegt es 15,2kg womit ich mehr als zufrieden bin.
Rahmen:
Dieser besteht aus 52x1mm Rohr, der Ausleger ist 50x1. An den Knicken habe ich Knotenbleche mit eingeschweißt. Da ich noch immer keine vernünftige Rahmenlehre habe, und auch die dünne Wandstärke der Rohre den Verzug verstärken musste ich so manche Schweißstelle wegen Verzug wieder lösen und nochmal verbinden. Auch deshalb musste ich immer abgesetzt schweißen, was der Optik der Nähte nicht sehr dienlich war.
Hat jemand hierfür vielleicht einen Verbesserungsvorschlag:confused::confused:
Hinterradschwinge:
Bei der Konstruktion der Hinterradschwinge habe ich mich vom Radnabel ATL inspirieren lassen, da ich diese Schwinge schlichtweg genial finde. Das Schwingenlager besteht aus einem 22x1 Rohr, in das ich Messingbüchsen eingepresst habe. Darin dreht sich ein 15x1mm Rohr mit 0,5mm Übermaß, welches in die Schwinge mit Hilfe einer durchgehenden M6 Gewindestange eingespannt ist.
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Gabel:
Hier habe ich auf meine bewährte gezogene Schwinge gesetzt, die sowohl leicht und schmal, als auch rel. einfach zu bauen ist. Einziger Nachteil ist, dass sie beim Bremsen einfedert. Als Lagerungen der Hilfsschwinge dienen 2Stk. 608 RS Kugellager. Der Steuersatz und das Steuerrohr bis zu den Schultern ist aus einem alten Rennrad ausgebaut, die Gabel selbst habe ich aus ovalisiertem 22x1mm Rohr gebaut. Die komplette Federgabel wiegt ca. 1500 Gramm
Sitz:
Die Konstruktion des Sitzes habe ich hier aus dem Forum: 2 Holme aus jeweils 2x4mm Buchensperrholz und diese mit 10mm Rundholzstangen verbunden. Befestigt ist er einmal unter dem Gesäß und einmal hinter den Schultern. Gewicht: ca. 750 Gramm, da gäbs noch Einsparungspotenzial. Falls ich noch einen Sitz baue, so würde der aus einfachen 4mm Holmen bestehen, und dafür würde ich ihn zusätzlich noch in der Mitte der Wirbelsäule an den Rahmen schrauben. Dies müsste wesentlich leichter sein und (hoffentlich) genau so gut halten.
Zu den Kosten:
Die neue XT Kurbel hat sich mit 130 Euro am stärksten zu Buche geschlagen. Da ich aber unbedingt eine leichte 160mm Kurbel wollte, war dies die günstigste Lösung (180er gekauft und auf 160mm gekürzt).
Die restlichen Teile (Räder, Bremsen, Schaltung, Lichtanlage, Züge, Farbe, Sitzpolster, Kleinkram) belaufen sich auf ca. 200 Euro, und das Rahmenmaterial liegt so zwischen 70 und 100 Euro.
Daraus resultieren Gesamtkosten für dieses Rad von gut 400 Euro
Dies hat mir wieder mal gezeigt, dass sich ein Eigenbau ggü. Kauf eines fertigen Rades durchaus rechnet. Man darf aber nicht vergessen, dass dafür eine vorhandene Werkstatt und Werkzeug (und bereits in der Vergangenheit bezahltes Lehrgeld ;) )Voraussetzung ist.
Zusätzlich habe ich mir gleich noch passende Bananentaschen genäht. Diese bestehen aus TPU (Thermoplastisches Polyurethan - also so eine Art Gummi) beschichtetem Polyestergewebe. Sind komplett wasserdicht und ebenfalls sehr leicht. Kostenpunkt hierfür: 50 Euro für das Material (Gewebe, Bänder, Reißverschluss, Schnallen).
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So, ich hoffe ich habe nichts vergessen. Einzelne Detailbilder und genauere Erklärungen gibts natürlich auf Anfrage.
Jetzt würd ich ja gerne schreiben, dass ich radeln geh, aber draußen siehts alles andere als gut aus :( *snief*
Also dann, schönen Abend noch!
Gruß
Günter
spreehertie
17.09.2009, 18:45
Hi Günter,
Hallo Leute!
Ich lese ja immer die Eigenbauberichte von euch mit größtem Interesse. Deshalb möchte ich euch auch meine neueste Konstruktion nicht vorenthalten:
Es ist diesmal ein 2x26 Zoll High-Racer geworden, ...
Klasse Lieger, die gefällt mir richtig gut.
Und vollgefedert bei 13 kg ist auch super.
Nur mit den Pedale könnte ich mich nicht anfreunden. ;)
Gruß
Felix
PS:
"Darin dreht sich ein 15x1mm Rohr mit 0,5mm Übermaß, welches in die Schwinge mit Hilfe einer durchgehenden M6 Gewindestange eingespannt ist."
Bist Du sicher? 0,5 mm Übermaß?
christoph_d
17.09.2009, 18:52
Bist Du sicher? 0,5 mm Übermaß?
Sicherlich +0,5mm Länge, nicht +0,5mm Durchmesser.
viele Grüße
Christoph, dem das Rad auch gut gefällt.
Hallo Günter!
Starkes Rad, vor allem die Vorderradaufhängung finde ich interessant.
Zusätzlich habe ich mir gleich noch passende Bananentaschen genäht. Diese bestehen aus TPU (Thermoplastisches Polyurethan - also so eine Art Gummi) beschichtetem Polyestergewebe. Sind komplett wasserdicht und ebenfalls sehr leicht. Kostenpunkt hierfür: 50 Euro für das Material (Gewebe, Bänder, Reißverschluss, Schnallen).
Günter
Woher hast Du das Material bekommen?
Grüße
Heiko
Hallo!
Das Material für die Taschen habe ich von: http://www.extremtextil.de/catalog/index.php?cPath=21
Ja, das mit dem Übermaß war ein wenig schlecht formuliert... wie Christoph schon berichtigt hat, handelt es sich um ÜberLÄNGE.
Muss schon zugeben, dass sich die Pedale nicht ganz in das Gesamtbild schmiegen wollen, aber wer deren Vorteile zu schätzen weiß, der gibt sie nicht mehr her (ich zumindest). Und ich will auf jeden Fall mit allen möglichen Schuhen fahren können und will mich nicht mit mit verdreckten Klickies herumschlagen müssen (nütze meine Räder häufig für Feldbesichtigungen, und je nach Wetter ziehe ich Laufschuhe, Arbeitsschuhe, oder wenns hart kommt, auch schon mal Winterstiefel an).
gruss
Günter
Wow, das Rad ist wirklich beeindruckend! Da kann sich so mancher kommerzieller Hersteller noch eine Scheibe von abschneiden. Neben dem bereits erwähnten wirklich guten Gewicht finde ich auch die Sitzhöhe sehr gut; 54cm bei einem vollgefederten 2x26"-Kurzlieger habe ich bisher noch nirgends gesehen...
Viele Grüße,
Niko.
liegender_robert
18.09.2009, 07:58
Tolles Rad. Die geschobene Schwinge finde ich klasse. Wünsche Dir viel Spaß und immer Luft in den Reifen.
Ich würde vielmehr sagen: sehr hübsch bis auf die geschobene Schwinge.
Nee, ehrlich: ich finds ein hübsches Rad bis auf den Punkt. Eine Gummi-Headshock wie von Parodius würde da finde ich besser passen.
Aber es ist beeindruckend, wie du alles selber gemacht hast, inklusive Gabel, Sitz und Taschen, wo man auch was fertiges nehmen könnte. Ein echtes Gesamtkunstwerk.
Hut ab! schönes Rad und sehr leicht!
Die Vorderradschwinge gefällt mir, ich denke, es ist eine gute Lösung im Hinsicht zum Gewicht und Federung. Darf ich fragen, wo Du die Cellasto-Elemente bekommen hast? Ich würde auch gern mit Cellasto etwas experimentieren.
Beim Sitz:
2 Holme aus jeweils 2x4mm Buchensperrholz Sind es 20x4mm, oder?
Gruß,
Cumulus
Respekt!
Sauber gemachtes Teil.
Bin grad auch am Bauen eines sehr ähnlichen Liegers.
Sitzposition, Radstand und Tretlagerhöhe sind fast identisch. Allerdings will ich meinen klappbar machen, so dass die Geometrie der HR-Schwinge ganz anders aussieht.
Wie man bei deinem Lieger sehen kann, ist die Umlenkung des Zugtrums nur minimal. Bei bestimmten Schaltungskonstellationen wird wahrscheinlich die Kette nur wegen der Kettenrohre überhaupt an der Rolle anliegen (ohne Kettenrohre an der Rolle frei vorbeilaufen). Es sieht auch so aus, wie wenn die Kette da an den Rohrenden ganz schön schabt. Merkst du da keine Widerstände?
Ich habe mich bei meinem jedenfalls dazu entschlossen es zunächst einmal ohne Umlenkrolle zu versuchen.
Welche Vorteile erhoffst du dir durch die gezogene Schwinge?
Bei einer geschobenen Schwinge würde das Drehmoment aus den Bremskräften dem Eintauchen entgegegenwirken.
Auch würde die Bremse nicht der vorderste und damit gefährdetste Teil (Stoßstange) sein.
Die Bananentaschen, die oben eben mit dem Gepäckträger enden sind genial.
schwaabbel
18.09.2009, 12:42
Schick geworden!
Bist Du sicher , das die Schwingenschraube nur M6 ist? sieht gefühlsmässig nach M8 aus, was mir persönlich auch noch zu mager wäre.
Habe selber bei meinem Alu Eigenbau M12 drin, mit POM Buchsen als Lagerungen.
Gruß frank
Hallo Günter
Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem Super Highracer...vollgefedert mit knapp 14kg,da brauchst Du Dich vor der "Konkurrenz nicht zu verstecken. Viel Spass damit.
Zu der Schweisserei solltest Du am besten die Rohre ohne Spalt verschweissen. Die Winkel immer von innen nach aussen schweissen, also erst die Kehle und dann die Naht nach aussen ziehen. Hilft das nicht genug, könntest Du bei den Rohren 1-2Grad zugeben, damit sich der Winkel nach dem Erkalten in die richtige Position zieht.
Viele Grüsse
Lutz
mangiari
18.09.2009, 13:32
Sitz:
Die Konstruktion des Sitzes habe ich hier aus dem Forum: 2 Holme aus jeweils 2x4mm Buchensperrholz und diese mit 10mm Rundholzstangen verbunden. Befestigt ist er einmal unter dem Gesäß und einmal hinter den Schultern. Gewicht: ca. 750 Gramm, da gäbs noch Einsparungspotenzial. Falls ich noch einen Sitz baue, so würde der aus einfachen 4mm Holmen bestehen, und dafür würde ich ihn zusätzlich noch in der Mitte der Wirbelsäule an den Rahmen schrauben. Dies müsste wesentlich leichter sein und (hoffentlich) genau so gut halten.
Kannst Du den Thread verlinken, aus dem Du den Sitz hast? Sieht nach ner super Lösung mit ordentlich Belüftung aus. Außerdem mit einfachsten Mitteln herzustellen. Ich hab meine letzte Lehne aus 2x 4mm Birkensperrholz geleimt und gepresst, aber das Konzept bei Dir gefällt mir besser, muss man auch nicht aufwändig wieder die Hälfte wegsägen.
Wie sieht das aus, wenn man die Streben einseitig belastet? Also z.B. mal nur mit einer Pobacke oder einem Schulterblatt aus versehen extrem drückt? Könnt mir vorstellen dass da die Befestigung nachgibt. Sind die überstehenden Stege, durch die die Rundhölzer gehen nicht unangenehm am Rücken? Oder spürt man die durch den Schaum nicht durch?
Jack-Lee
18.09.2009, 13:33
Den gleichen Sitz habe ich auch gebaut ;)
Bittesehr:
http://www.velomobilforum.de/forum/showthread.php?t=20450
@ Ewokchieftain: Ganz gefällt mir die Optik der Schwinge auch nicht, aber das Ansprechverhalten und die Einfachheit sind mir Verlockung genug, diese immer wieder zu verbauen.
Zu geschobene/gezogene Schwinge: Die Geschobene hat natürlich den Vorteil, dass sie nicht einfedert beim Bremsen, aber dafür braucht man eine Begrenzung gegen zu weites Ausfedern, und dies ist meist mit Reibung verbunden, bei der gezogenen Schwinge brauch ich hingegen gar nichts, das übernehmen die Cellastos. A propos, die habe ich von Werner Stiffel bekommen. Gibt sie aber auch z.B. bei der Firma Angst&Pfister oder bei: http://www.elastogran.de/de/content.phtml?siteid=274
@Cumulus: Meine Holme messen jeweils 8mm in der Dicke (also 2Stk. 4-millimetriges Sperrholz verleimt) und sind ca. 5cm hoch. Wie bereits geschrieben würde ich aber den nächsten Sitz aus einfachem 4mm Sperrholz machen, dafür ev. einen cm höher und im Rückenbereich nochmal mit dem Rahmen verschrauben.
@Klopfer: Die Umlenkung des Zugtrumms ist gar nicht so wenig wie es den Anschein hat, musst bedenken, dass das Rad ja auch noch einfedert. Ohne Umlenkrolle würde ich niemals die Kette nah genug an den Schwingendrehpunkt herankommen. Die Befestigung der Rohre habe ich so gebaut, dass die Kette schön gerade in die Rohre läuft. Das bisschen was es beim Einfedern und schalten hinten, oder runterschalten vorne sich verändert, nehmen die Edelstahlbleche locker auf. Es ist nicht das geringste Schabgeräusch zu vernehmen.
@Schwaabbel: Ja, es ist tatsächlich eine M6 Gewindestange, diese wird aber wie beschrieben praktisch nur auf Zug beansprucht (und natürlich ein wenig auf Abscheren) Den gröbsten Teil der Kraft nimmt das darüber geschobene eingespannte 15x1mm Edelstahlrohr auf, das sich ja auch in den Büchsen dreht.
@Jack-Lee/mangiari:
Ja genau, von der tschechischen Seite hab auch ich den Plan, mir war aber die Biegung bei den Schultern zu wenig, deshalb musste ich den Sitz nochmal zersägen und ein wenig verändern, kommt halt auf den Sitzwinkel an. Die Stege spürt man überhaupt nicht durch, im Gegenteil, beim nächsten würde ich sogar den einen oder anderen Millimeter mehr stehen lassen, da diese den Druck von der Wirbelsäule nehmen. Aber mit geeignetem Sitzpolster à la Filtermatte ist der Sitzkomfort fast so gut wie beim Schalensitz.
Zur Haltbarkeit: Mit 8mm Sperrholz ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite, ist aber auch schwerer. Da ich ja den oberen Teil abgesägt und das neue Endstück samt oberer Befestigung nur aus 4mm Sperrholz gemacht habe, habe ich den Vergleich. Bei Gebrechen werde ich umgehend berichten.
@Lutz/Co:
Zu der Schweisserei solltest Du am besten die Rohre ohne Spalt verschweissen. Die Winkel immer von innen nach aussen schweissen, also erst die Kehle und dann die Naht nach aussen ziehen. Hilft das nicht genug, könntest Du bei den Rohren 1-2Grad zugeben, damit sich der Winkel nach dem Erkalten in die richtige Position zieht.
Vielen Dank für den Tipp, ich versuche natürlich jegliche Spalte zu vermeiden, aber immer klappts halt nicht. Gibt es eine Gesetzmäßigkeit, in welche Richtung sich die Rohre verziehen werden...? Ich hatte immer den Eindruck, dass sie ziehen, wohin sie gerade Lust haben :( - Meinst du, dass man mitten in der Kehle anfangen und eine durchgehende umlaufende Naht ziehen soll... Würd da gerne noch Genaueres erfahren Kannst du mir ein wenig Nachhilfe erteilen?
Viele Grüße
Günter
Hallo Günter
Ich würde mitten in der Kehle einen kleinen Hefter setzen und dann jeweils 120Grad weiter noch zwei Hefter. So hast Du das Rohr an drei Stellen fixiert. Halten die Hefter kann sich das Rohr nur noch sehr eingeschränkt verziehen. Insbesondere wenn Du ein möglichst kleines Spaltmass hast.
Ich würde jetzt jeweils eine Naht links und rechts der Kehle rauswärts machen. Zum Schluss aussen am Stoss noch die beiden Nähte mit einer dritten verbinden. 120Grad lassen sich gut am Stück auch bei kleineren Rohrdurchmessern schweissen und drei Ansätze ist auch noch ok.
Das Rohr zieht sich immer so , dass der Winkel spitzer also kleiner wird. Durch die Schweissfolge innen nach aussen kannst Du das jedoch minimieren. Grundsätzlich zieht sich ein Rohr umso stärker , je spitzer der Winkel der Verbindung ist. Wieviel man den Winkel vor dem Schweissen überstrecken muss , ist abhängig von Material, Durchmesser und Winkel.
Sollte der Winkel sich zu sehr zusammengezogen haben, fixiert man ihn und überstreckt man ihn ein klein wenig. Dann kannst Du mit der Flamme oder zur Not auch mit dem Wigschweissbogen an der Aussenkontur ein wenig nachwärmen (dunkelrot - ausprobieren) . Nach dem Erkalten lösen und Du wirst sehn das der Winkel ein wenig aufgegangen ist...
Viele Spass beim Ausprobieren
Lutz
Hallo Günter,
Ja Gratulation zu dem tollen Rad. Eine solche Fülle von eigenwilligen und hervorragenden Detaillösungen habe ich ja schon lange nicht mehr gesehen.
- das niedrige Gewicht trotz konventioneller Stahlkonstruktion zeigt, daß man mit Stahl bei entsprechender Bauweise (Fachwerkschwinge, Federelemente sehr klein bauend) immer noch optimieren kann. Da ist das von der Geometrie vergleichbare M5 Shockproof 559 aber mit locker 4 kg mehr dabei
- Federung folgt sicher den Hinweise von Werner Stiffel, besonders Schwinge
- die geniale Form der Taschen, die durch kleine Bügel in Form und damit mit minimalen Luftwiderstand gehalten werden, auf dem Gepäckträger ist dann auch noch viel Platz für oben drauf gepackte Sachen
- Minimalismus beim Vorderen Umwerfer :-) (Handbetrieb)
- der Holzsitz
Was hast Du denn da für ein interessantes Rücklicht dran?
Viel Freude damit
Grüße
Michael
Danke Günter für die Antworten!
beim Stöbern habe ich auch technische Datenblätter zu Cellasto gefunden, vielleicht ist das für der einer oder anderer interessant:
http://www.elastogran.de/de/content.phtml?siteid=265
Meine Holme messen jeweils 8mm in der Dicke (also 2Stk. 4-millimetriges Sperrholz verleimt) und sind ca. 5cm hoch. Wie bereits geschrieben würde ich aber den nächsten Sitz aus einfachem 4mm Sperrholz machen, dafür ev. einen cm höher und im Rückenbereich nochmal mit dem Rahmen verschrauben.OK, jetzt habe ich verstanden, Danke. Vielleicht die doppelte Breite nur im oberen Bereich behalten, anstatt es höher zu machen, damit es nicht einschneidet? Oder mit Glasfasern verstärken?
Gruß,
Cumulus
- die geniale Form der Taschen, die durch kleine Bügel in Form und damit mit minimalen Luftwiderstand gehalten werden... Was hast Du denn da für ein interessantes Rücklicht dran?
Hallo!
Vielen Dank für das große Lob!!!
Aber die Taschen haben keinerlei Bügel oder dergleichen zur Formgebung. Hatte beim Fotografieren lediglich 2 Schlafsäcke reingepackt, den Rest macht die Steifigkeit des Gewebes.
Das Rücklicht war auch ein Tipp hier aus dem Forum. Es handelt sich um ein Solar-Rücklicht, gibts bei Amazon für ein paar Euro. Nennt sich glaub ich "Solar Water Proof Warning Light". Is halt auch sehr minimalistisch, aber mit passabler Leuchtkraft und wiegt fast nix. Vorne habe ich eine noname Stirnlampe verbaut. Da ich fast nie in der Dunkelheit fahre, reicht auch das.
@Lutz: Vielen Dank für deine Ausführungen, hätt ich wohl besser vor dem Bau fragen sollen... naja, was solls, der nächste Lieger kommt bestimmt :D:D:D
Schöne Grüße
Günter
Hallo Leute!
Gabel:
Hier habe ich auf meine bewährte gezogene Schwinge gesetzt, die sowohl leicht und schmal, als auch rel. einfach zu bauen ist. Einziger Nachteil ist, dass sie beim Bremsen einfedert. Als Lagerungen der Hilfsschwinge dienen 2Stk. 608 RS Kugellager. Der Steuersatz und das Steuerrohr bis zu den Schultern ist aus einem alten Rennrad ausgebaut, die Gabel selbst habe ich aus ovalisiertem 22x1mm Rohr gebaut. Die komplette Federgabel wiegt ca. 1500 Gramm
Günter
Hallo Günter,
sehr schönes Rad, congratulations!
Sehr gut finde ich, daß du dich nicht vom gewöhnungsbedürftigen Aussehen einer gezogenen Schwinge abschrecken läßt. Ich habe meine Erste vor über 10 Jahren gebaut und bin bei meinen letzten beiden Rädern wieder darauf zurück gekommen, der Federungskomfort ist hervorragend.
22 x 1 finde ich allerdings für eine Gabel als etwas mutig, oder meinst du damit die Schwinge?
Gruß Werner
...22 x 1 finde ich allerdings für eine Gabel als etwas mutig, oder meinst du damit die Schwinge?
Gruß Werner
Hallo Werner!
Nein, ist schon die Gabel. Ich hab da keine Bedenken, da die verwendete RR-Gabel original den selben Querschnitt hatte wie meine ovalisierten 22er Rohre. Ich hatte die alten Gabelrohre aus den Schultern herausgelötet und anschließend die neuen Edelstahlrohre eingepasst und drangeschweißt. Die Hilfsschwinge besteht ebenfalls aus 22x1 Rundrohr. Zugegeben, die ist sicher etwas überdimensional, aber das nächstschwächere Rohr, das ich zur Verfügung hatte, war 15x1, und das war mir dann doch zu heikel.
Schöne Grüße
Günter
Rahmen:
Dieser besteht aus 52x1mm Rohr, der Ausleger ist 50x1. An den Knicken habe ich Knotenbleche mit eingeschweißt. Da ich noch immer keine vernünftige Rahmenlehre habe, und auch die dünne Wandstärke der Rohre den Verzug verstärken musste ich so manche Schweißstelle wegen Verzug wieder lösen und nochmal verbinden. Auch deshalb musste ich immer abgesetzt schweißen, was der Optik der Nähte nicht sehr dienlich war.
Hat jemand hierfür vielleicht einen Verbesserungsvorschlag:confused::confused:
Hattest Du schon mal daran Gedacht die Rohre zu Biegen anstatt zu Schweißen?
Das zu überlegen wäre mein Vorschlag.
Hierbei ist allerdings zu Beachten, dass diese dünnwandigen Edelstahlrohre unter schweren Belastungen nachgeben, d. h. das Rohr könnte sich dann verbiegen (auch geschweisst).
Es ist nicht so steif wie Alu oder so federnd wie CroMo Rahmen.
Hattest Du schon mal daran Gedacht die Rohre zu Biegen anstatt zu Schweißen?
Hallo!
...nicht nur gedacht... aber alle meine Biegeversuche wesentlich dünnerer Rohre sind kläglich gescheitert :o, und ehrlich gesagt, glaub ich nicht, dass man ohne äußerst teure Maschinerie so dünnwandige Rahmenrohre überhaupt vernünftig biegen kann. Knicken kann mein Rahmen nicht, da ich Knotenbleche mit eingeschweißt habe.
Ja, ich weiß, dass Edelstahl leider nicht die letzte Weisheit im Rahmenbau ist, aber es war das einzige, das ich in diesen Dimensionen überhaupt auftreiben konnte. Mein Favorit wäre ja unlegierter ST70 Stahl o.ä.
Gruss
Günter
Jack-Lee
20.09.2009, 20:25
Ich biege meine Rohre mit einer Biegevorrichtung die mein Opa mal selbst angefertigt hatte.
Das Rohr mit Sand fühlen,mit Papier zustopfen. Dann einfach in die Vorrichtung und biegen.
Diese Vorrichtung bestet eigentlich nur aus einer Spannvorrichtung (so wie ein einfacher Schraubstock). Dann ein beweglicher teil der nur außen gegen das Rohr drückt. Einfach mit einer Langen Eisenstange nen sehr großen Hebel erzeugt und das Biegen wird ganz einfach ;)
Hab ohne große Probleme 45mm 3mm Rohr gebogen.
Ich biege meine Rohre mit einer Biegevorrichtung die mein Opa mal selbst angefertigt hatte.
Genau soetwas wollte ich auch empfehlen.
Dann allerdings ohne Sandfüllung aber mit Rollen, die in einer Drehbank angefertigt werden müssen.
Ich denke das lohnt sich, ein Liegeradrahmen der gebogen ist, wie von Profis, sieht einfach Geil aus.
(An der Stelle nichts gegen Dein Rad, sieht auch gut aus.)
An der Biegung härtet das Edelstahlrohr aus, so dass es sich an der Stelle nicht mehr verbiegen kann, auch bei starker Belastung. Die Verformung bei starker Belastung kommt dann ggf. hinter der Biegung, falls geschweißt, ebenfalls dahinter. Dürfte bei einem Kurzlieger aber kaum passieren, es sei denn, Du wiegst 130 oder 150 Kg :-)
Hab ohne große Probleme 45mm 3mm Rohr gebogen.
Ok, ein 45x3mm Rohr biege ich auch ohne große Probleme, aber das knifflige ist die dünne Wandstärke. Hier hatte ich es nichtmal geschafft, das 22x1 Rohr vernünftig zu biegen, obwohl auch mit Sand gefüllt und dann noch bis zur Rotglut erwärmt. Hatte mir als Hilfswerkzeug sogar ein Stück mit 22mm von einem 60mm dicken Rohr runtergedreht und beidseitig große Eisenscheiben angeschweißt. Aber das zu biegende Rohr hat einfach Falten geschlagen und sah scheußlich aus. Am Ende ists bei ca. 30 Grad Biegung gerissen.
Vielleicht beherrsche ich es einfach nicht :( oder hab ich was falsch gemacht?
Gruss
Günter
Jack-Lee
21.09.2009, 08:47
Ok, so große und dünnwandige Rohre habe ich bisher auch noch nicht gebogen :/
rikschaprofi
21.09.2009, 09:04
Hallo,
Ok,... Hier hatte ich es nichtmal geschafft, das 22x1 Rohr vernünftig zu biegen, obwohl auch mit Sand gefüllt und dann noch bis zur Rotglut erwärmt.
22x1 biege ich gerne in der für Kupfer vorgesehenen Biegemaschine von Rothenberger: http://www.mercateo.com/p/488BA-128138/Handbiegemaschinen_Set_15_22mm_Rothenberger.html
Zwei aus der Liegeradgruppe Hannover haben sich mal mit der Suche nach Rohrbiegern befaßt und sind bei Auspuffherstellern (nicht sehr dünnwandig), Herstellern von Überrollkäfigen für Ralleyfahrzeuge (auch dünnwandig) fündig geworden.
www.saliko.de (http://www.saliko.de) verwendet soweit ich weiß gebogene Rohre mit 70mm
Bei den Maschinen in der Milchverarbeitenden Industrie wird 50x1 in Edelstahl verwendet und auch gebogen.
Gruß Heiko
Bei den Maschinen in der Milchverarbeitenden Industrie wird 50x1 in Edelstahl verwendet und auch gebogen.
Gruß Heiko
Stimmt, das hatte ich noch gar nicht bedacht, obwohl ich u.a. bei einem Melkanlagenbauer nach einem Rohr gefragt hatte :o Wenn die das können, dann müssten wir Liegeradler das ja auch schaffen, oder?
- da kommt mir gerade ein Gedanke... sicher, dass bei Milchanlagen die Rohre gebogen werden, oder werden da fertige Bögen eingeschweißt...??? - wäre aber auch eine Möglichkeit einen LR Rahmen recht einfach zu bauen, nur die Schweißnähte hätte man dann auch vor und hinter dem Bogen. Weiß jemand Genaueres in dieser Richtung?
Noch ne Frage: Besteht bezüglich des Materialverzugs zwischen MIG und WIG Schweißen ein Unterschied, oder kommts gar auch noch auf den Draht an? - ich verwende immer normalen "rostenden" Schutzgasdraht.
schöne grüße
Günter
Hallo Günter
Natürlich kann man auch dünnwandiges Rohr super biegen.
In Rollenbiegern werden die Teile Stück für Stüch durchgelassen, bis der gewünschte Radius erreicht ist.
Viele Grüsse
Lutz
lazy biker
23.09.2009, 12:43
Hi,
Natürlich kann man auch dünnwandiges Rohr super biegen.
In Rollenbiegern werden die Teile Stück für Stüch durchgelassen
Genau, so machen das auch die Hersteller von grossen (Flughafen/Kantine) Geschirrwaschanlagen:D.
Roland
Hallo hier nochmal ich
Beim Migschweissen hat man normalerweise weniger Verzug , weil die Wärmeeinflusszone kleiner ist.
Damit wächst aber auch die Gefahr von Bindefehlern.
Ich dachte Dein Rahmen wäre aus Edelstahl, warum benutzt Du dafür "rostenden" Schweissdraht?
Normalerweise halten zwar solche Nähte auch, aber dass Optimale ist es auf alle Fälle nicht.
Schweissdrähte sollten immer etwas höher legiert sein, als der zu schweissende Werkstoff. Da gibt es übrigens auch Tabellen dazu im Netz.
Edelstahl verzieht sich beim Schweissen übrigens wesentlich mehr als Bau oder andere Stähle.
Viele grüsse
Lutz
Hallo Lutz!
So weit ich weiß, ist der "normale" Schweißdraht mindestens gleichwertig wie ST52, und das passt von der Zugfestigkeit recht gut mit 1.4301 Edelstahl zusammen. Ich habe diese Nähte auch schon vielfach getestet, und sie hielten immer mehr als das Material. Erfahrungsgemäß rosten diese Nähte zwar, aber weniger als wenn man rostenden Stahl verschweißt, und einen komplett rostfreien Rahmen brauch ich wirklich nicht.
Das mit dem höheren Verzug von Edelstahl hatte ich schon geahnt, da diese Probleme nur beim Radbauen so deutlich waren... hilft wahrscheinlich nur Übung und Erfahrung.
Danke nochmal für die Infos!
gruss
Günter
Erfahrungsgemäß rosten diese Nähte zwar, aber weniger als wenn man rostenden Stahl verschweißt, und einen komplett rostfreien Rahmen brauch ich wirklich nicht.
Hi Günter,
das Problem bei selbstgeschweißten Rahmen besteht meiner Meinung nach darin, dass Du wenn Du an solchen hochbelasteten Stellen wie am Lenkkopf Schweißnähte anbringst, wo hochlegierter Edelstahl mit unlegiertem Schweißdraht verschweißt wird, dort ein Schwachpunkt eingebaut wird, der bei einer punktuellen Hochbelastung brechen kann.
Möglicherweise entstehen dort schon beim Schweißen kleinste Risse und mit Sicherheit Gefügefehler.
(Meiner Meinung nach kann ein ungeübter Schweißer an solchen Stellen auch mit hochlegiertem Schweißdraht Schaden an der Schweißnaht anrichten.)
Ich denke, eine einfache Biegevorrichtung zu bauen ist eine sehr gute Investition, wenn man vor hat mehrere Liegeräder zu bauen.
Hallo Günter
Wahrscheinlich nerve ich, aber das Problem ist ein anderes - Edelstahl (insbesondere 1.4301)reagiert sehr empfindlich auf "Fremdrost". Das heisst, der Rost arbeitet sich in das Edelstahlmaterial hinein. Edelstahl wiederum rostet eigentlich nicht, es sei denn es wird dazu angeregt. Dann kommt es bei Edelstahl meisst zu interkristalliner Korrosion. Das sieht lustig aus, ist es aber nicht. Das Matrial wir hier massiv geschwächt. Aus diesem Grunde sollte man auch bei Haus und Heimnähten auf die zugehörigen Schweissstäbe zurückgreifen.
Hinzu kommt dass 1.4301 ein austenitischer Edelstahl ist und sehr wenig Kohlenstoff besitzt. schweisst Du Ihn mit irgendwelchen Baustahlschweissgut zusammen, kann der zusasätzliche Kohlenstoff sich mit dem Chromanteil des Edelstahls zu Chromcarbonat verbinden. Eine Versprödung ist die Folge. Alles kein Problem wenn Dein Rahmen richtig überdimensioniert ist, dass ist Deiner aber mit 52/1 er Rohr nicht. Es ist gut dass er vollgefedert ist, so hälltst Du grössere Stösse fern. Aber Du solltest Deinen Rahmen immer ein wenig beobachten...
Ich hoffe , ich habe Dich jetzt nicht zusehr geschulmeistert, wollte Dich auch nicht kritisieren, habe nur sehr oft mit obengenannten Problem jobmässig zu tun. Ich hoffe trotzdem Du hast noch viel Spass mit Deinem Rad. Vielleicht trifft man sich ja auch mal.
Viele Grüsse
Lutz
rikschaprofi
25.09.2009, 10:14
Hallo Günter,
- da kommt mir gerade ein Gedanke... sicher, dass bei Milchanlagen die Rohre gebogen werden, oder werden da fertige Bögen eingeschweißt...??? - wäre aber auch eine Möglichkeit einen LR Rahmen recht einfach zu bauen, nur die Schweißnähte hätte man dann auch vor und hinter dem Bogen. Weiß jemand Genaueres in dieser Richtung?
habe das nie überprüft. Gesehen habe ich vor ganz vielen Jahren auf einer hpv Veranstaltung und der Erbauer des Rades hat mir das so berichtet. Nach der EM in Leer kam ich mit zwei älteren Herren ins Gespräch die mir unbedingt erzählen wollten das sie wüßten wo man 50 x 1 in Edelstahl gebogen bekommt. Hätte ich mir dann wohl doch erzählen lassen sollen...
Gruß Heiko
Edelstahl verzieht sich beim Schweissen übrigens wesentlich mehr als Bau oder andere Stähle.
Viel mir auch auf, wollte einen 40x40x1 Rahmen in niro-Stahl aufbauen, der Rahmen ging noch aber die Schwinge und die Gabel verzogen sich schon, wenn ich mit dem Heizeisen nur in die Nähe kam :(
Gruß Joachim
Jack-Lee
25.09.2009, 12:52
Wie groß sind die Kräfte dabei?
Also könnte man das ganze via Schraubzwingen auf einen Stahlträger spannen um den Verzug zu vermeiden?r
Hallo Heiko
Rohr in allen gängigen Durchmessern solltest Du in guten Metallbaufirmen nach Zeichnung gebogen bekommen.
Viele Grüsse
Lutz
Die Kräfte dabei sollten genausogross wie die mechanische Festigkeit der Rohre sein.
Deine Schweisslehre wollte also einiges stabiler als die Rohre sein. Beachten , dass die Rohre trotzdem ja federn, also nach dem Entfernen aus der Lehre noch ein zusammengehen (Winkel). Das sollte man vorher ausprobieren, ist auch abhängig von der Schweissfolge.
Werden solche Sachen beachtet kann man auch Edelstahl ohne Probleme spannungsarm und masshaltig schweissen.
Viele Grüsse
Lutz
Deine Schweisslehre
:rolleyes:
Gruß Joachim
parodius4
25.09.2009, 14:38
Ganz allgemein gesagt:
Ich muss da Lutz beipflichten, man sollte bei so vermeintlichen Kleinigkeiten wie dem genau richtigen Schweißzusatz lieber keine Kompromisse machen; gerade auch, weil es ja nicht viel kostet. Ich will hier keinen Lehrer spielen, ich habe es selbst erst in jüngster Zeit richtig gelernt, obwohl ich schon länger sorgfältig mit Metall arbeite.
Z.B. Edelstahl kann dadurch (und auch bei zu langer Erwärmung) seine Eigenschaften verlieren und anfangen zu korrodieren, und zwar leider von innen heraus, also innerhalb der Naht, wo keine Farbe usw. etwas dran ändert. Auch mit Alu kann ähnliches passieren.
Viele Grüße
Da lernt man doch immer wieder was dazu...
GanzGroßesDANKE an Lutz für die ausführlichen Ausführungen!!!! - und wen es nervt, der brauchts ja nicht zu lesen :D
Ich seh die Sache eher von der lockeren Seite, meine Rahmen wurden zumindest in der Vergangenheit so schnell durch neue ersetzt, dass sie keine Zeit zum korrodieren hatten ;)
Aber zumindest verstehe ich jetzt die Problematik vom Schweißen mit normalem Draht, werd mir für die Zukunft was überlegen, und wie gesagt, vielleicht wird der nächste Rahmen ja tatsächlich aus einem Stück gebogen... *träum*.
Ah ja, die am stärksten belasteten Nahtstellen am Rahmen habe ich vorsorglich mit darübergeschweißten Blechen auf der Zugseite verstärkt, wollte da kein unnötiges Risiko eingehen.
gruss
Günter
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