Manuel
08.10.2007, 01:13
Okay, Reise ist vielleicht etwas übertrieben - es war vielmehr ein Kurztrip (1 Nacht) nach Hildesheim. Auf jeden Fall bin ich das erste Mal das Go-One mit "Marschgepäck" gefahren - 9kg Gepäck (incl. der Taschen) für eine Nacht, für knapp zweiwöchigen Touren bisher hatte ich 11 kg (2005) bzw. 14 kg (2003) kg dabei.
Was mir aufgefallen ist: die Kombination aus zusätzlichem Gewicht und der (noch weiter) verschlechterten Aerodynamik durch die Taschen bremst stärker als ursprünglich angenommen. Ich habe auf gerader Strecke selten (mit vertretbarem Aufwand) 35 km/h erreicht, dementsprechend lag mein Schnitt nach Hildesheim auch "nur" bei 27,8 km/h (3h 6min für 84,9km) - trotzdem habe ich die Zeit, die der Radroutenplaner für das Profil "Rennrad schnell" angibt, deutlich unterboten (Schnitt 25,1). Immerhin...
Ich muss aber auch dazu sagen, dass der von mir gewählte Streckenverlauf (NICHT entlang der B1, sondern knapp südlich über die Dörfer, zwecks entspanntem Fahren auf der Fahrbahn) sehr viel "Frankreich-Asphalt" beinhaltet... damit meine ich extrem rauhen Fahrbahnbelag, der spürbar bremst. Kennengelernt haben wir den in Frankreich, auf den parallel zum Rhein verlaufenden Strecken zwischen Breisach und Strasbourg - wo man vorher auf der Ebene mit dem Sinus 28 km/h gefahren ist war bei gleichem Leistungseinsatz nur noch 20 km/h drin. Bei den genannten Strecken auf dem Weg nach Hildesheim war es oft eine Schicht Rollsplitt-ähnliches Material, das auf die ursprügliche Fahrbahn gemanscht wurde.
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/222.png
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/223.png
Go-One mit "Marschgepäck"
Sehr lustig ist auch Hildesheim... wenn man als Radfahrer über die B6 nach Hildesheim hereinkommt und ins Zentrum will, wird man tatsächlich gezwungen, gegen die StVO zu verstoßen - die Goslarsche Straße bzw. Goslarsche Landstraße ist wo sie vierspurig läuft für Radfahrer verboten. Gut, am Anfang wird man auf eine parallel verlaufende Straße geführt, die biegt irgendwann ab und dort fängt ein Radweg an - der hört aber 200m später einfach auf und endet in einer Wiese. Umdrehen, auf die Straße und wie hieß es hier schon mal so schön... "Augen zu und durch, ihr mich auch". Hinweisschilder für Radfahrer, wie ich von dort aus ins Zentrum komme, hab ich jedenfalls nicht gefunden.
Zum Schluss konnte man sich dann auf der Bergstraße und auf dem Weg zur Jugenherberge nochmal richtig aufwärmen. Über 10% sind immer wieder richtig hässlich, zumindest für mich als Flachlandtiroler.
De nächsten Tag von der Uni weg hab ich mich dann einen Waldweg hochgequält, da ist der Weg zum Forsthaus in Biebertal ein Zuckerschlecken gewesen... nächstes Mal fahr ich die 2km Umweg durch die Stadt, da bin ich schneller (bin auch bergab nur 10 km/h gefahren wegen dem Zustand des Weges).
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/224.png
Blick auf Hildesheim von der Jugendherberge aus
Fazit: der Vorteil der guten Zugänglichkeit des Gepäcks am Go-One (normale Vaudé-Taschen am Gepäckträger) steht eine deutlich spürbare Bremswirkung des außenliegenden Gepäcks gegenüber... hätte nicht erwartet, dass die beiden Taschen die Aerodynamik doch so weit verschlechtern. Schade eigentlich... bin aber trotzdem noch deutlich schneller als mit dem Sinus (und vollgefedert! Was für lange Strecken doch von Vorteil ist...).
Auf "Kurzstrecken" wie meinem 12km-Arbeitsweg ist die Lösung mit der Vaude-Tasche am Gepäckträger einfach nur praktisch (egal, wie voll die Tasche ist, einfach nur anclipsen und losfahren) und der Zeitnachteil, den man durch die etwas geringere Geschwindigkeit erreicht ist marginal. Auf längeren Strecken nervt es aber doch... da ist dann eine interne Unterbringung des Gepäcks von riesigem Vorteil - außer natürlich beim "Ausladen" am Ziel.
http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/225.png
Dinklar von Farmsen aus gesehen
Was mir aufgefallen ist: die Kombination aus zusätzlichem Gewicht und der (noch weiter) verschlechterten Aerodynamik durch die Taschen bremst stärker als ursprünglich angenommen. Ich habe auf gerader Strecke selten (mit vertretbarem Aufwand) 35 km/h erreicht, dementsprechend lag mein Schnitt nach Hildesheim auch "nur" bei 27,8 km/h (3h 6min für 84,9km) - trotzdem habe ich die Zeit, die der Radroutenplaner für das Profil "Rennrad schnell" angibt, deutlich unterboten (Schnitt 25,1). Immerhin...
Ich muss aber auch dazu sagen, dass der von mir gewählte Streckenverlauf (NICHT entlang der B1, sondern knapp südlich über die Dörfer, zwecks entspanntem Fahren auf der Fahrbahn) sehr viel "Frankreich-Asphalt" beinhaltet... damit meine ich extrem rauhen Fahrbahnbelag, der spürbar bremst. Kennengelernt haben wir den in Frankreich, auf den parallel zum Rhein verlaufenden Strecken zwischen Breisach und Strasbourg - wo man vorher auf der Ebene mit dem Sinus 28 km/h gefahren ist war bei gleichem Leistungseinsatz nur noch 20 km/h drin. Bei den genannten Strecken auf dem Weg nach Hildesheim war es oft eine Schicht Rollsplitt-ähnliches Material, das auf die ursprügliche Fahrbahn gemanscht wurde.
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Go-One mit "Marschgepäck"
Sehr lustig ist auch Hildesheim... wenn man als Radfahrer über die B6 nach Hildesheim hereinkommt und ins Zentrum will, wird man tatsächlich gezwungen, gegen die StVO zu verstoßen - die Goslarsche Straße bzw. Goslarsche Landstraße ist wo sie vierspurig läuft für Radfahrer verboten. Gut, am Anfang wird man auf eine parallel verlaufende Straße geführt, die biegt irgendwann ab und dort fängt ein Radweg an - der hört aber 200m später einfach auf und endet in einer Wiese. Umdrehen, auf die Straße und wie hieß es hier schon mal so schön... "Augen zu und durch, ihr mich auch". Hinweisschilder für Radfahrer, wie ich von dort aus ins Zentrum komme, hab ich jedenfalls nicht gefunden.
Zum Schluss konnte man sich dann auf der Bergstraße und auf dem Weg zur Jugenherberge nochmal richtig aufwärmen. Über 10% sind immer wieder richtig hässlich, zumindest für mich als Flachlandtiroler.
De nächsten Tag von der Uni weg hab ich mich dann einen Waldweg hochgequält, da ist der Weg zum Forsthaus in Biebertal ein Zuckerschlecken gewesen... nächstes Mal fahr ich die 2km Umweg durch die Stadt, da bin ich schneller (bin auch bergab nur 10 km/h gefahren wegen dem Zustand des Weges).
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Blick auf Hildesheim von der Jugendherberge aus
Fazit: der Vorteil der guten Zugänglichkeit des Gepäcks am Go-One (normale Vaudé-Taschen am Gepäckträger) steht eine deutlich spürbare Bremswirkung des außenliegenden Gepäcks gegenüber... hätte nicht erwartet, dass die beiden Taschen die Aerodynamik doch so weit verschlechtern. Schade eigentlich... bin aber trotzdem noch deutlich schneller als mit dem Sinus (und vollgefedert! Was für lange Strecken doch von Vorteil ist...).
Auf "Kurzstrecken" wie meinem 12km-Arbeitsweg ist die Lösung mit der Vaude-Tasche am Gepäckträger einfach nur praktisch (egal, wie voll die Tasche ist, einfach nur anclipsen und losfahren) und der Zeitnachteil, den man durch die etwas geringere Geschwindigkeit erreicht ist marginal. Auf längeren Strecken nervt es aber doch... da ist dann eine interne Unterbringung des Gepäcks von riesigem Vorteil - außer natürlich beim "Ausladen" am Ziel.
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Dinklar von Farmsen aus gesehen